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Openleaks.org gestartet!

Im letzten Jahr entwickelte sich Wikileaks mit zahlreichen Veröffentlichungen zu einer gewissen Größe im Internet, Politik und Medien. Und Julian Assange avancierte zum entsprechenden Star in den Medien. Doch dieser Erfolg hatte natürlich nicht nur positive Seiten: das Projekt Wikileaks musste sich heftige Kritik gefallen lassen, weil die Struktur und Organisation intransparent ist und lediglich nur die entsprechenden Sprecher des Projektes in der Öffentlichkeit auftraten. Also meistens eben Julian Assange. Und auch dieser war starker Kritik ausgesetzt. Er würde das Projekt ziemlich selbstherrisch führen. Dies hat dann dazu geführt, daß einige Wikileaks-Mitstreiter das Projekt im September 2010 verliessen, u.a. auch einer der Wikileaks-Sprecher, Daniel Domscheit-Berg, der dann auch mit anderen ein neues Projekt ins Leben rief, daß die Fehler von Wikileaks vermeiden und mehr Transparenz bieten soll: OpenLeaks.org

OpenLeaks verfolgt auch gleich von Anfang an einen anderen Ansatz als Wikileaks. Es setzt gleich auf einen dezentralen Ansatz und möchte keine einzelne Personen in den Focus stellen, aber zugleich mehr Transparenz bieten. Außerdem soll der Whistleblower selber bestimmen dürfen, welche Pressemedien die Dokumente zur Veröffentlichung angeboten bekommen, bevor sie dann zur allgemeinen Veröffentlichung freigegeben wird. 

An den Reaktionen, die die Veröffentlichungen der Botschafts-Depeschen durch Wikileaks hervorgerufen haben, wird deutlich, wie notwendig eine solche Plattform wie Wikileaks oder eben nun OpenLeaks ist. Die Bürger haben ein Anrecht darauf zu wissen, mit welchen Mitteln ihre Regierung arbeitet und was sie lieber zu vertuschen versucht. Geheimniskrämerei der Regierenden ist eine Gefahr für die Demokratie, denn dadurch kann der Wähler seine Entscheidung in der Wahlkabine nicht so treffen, wie es eigentlich nötig wäre. Wer seine Bürger belügt und lieber Geheimverträge mit der Wirtschaft abschließt, die zum Schaden der Steuerzahler sind, darf einfach nicht an der Regierung bleiben.

Deshalb ist zu wünschen, daß OpenLeaks mindestens genauso erfolgreich wird wie Wikileaks und zahlreiche brisante Dokumente veröffentlichen kann, die dazu beitragen, daß die Politik weniger abgehoben und dafür wieder ehrlicher wird!

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