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Luna

AIDAluna - Tag 7 – Seetag 3

Heute war ein typischer Seetag: wir haben lange ausschlafen können, haben das Frühstück ausfallen lassen und den ganzen Tag locker angehen lassen. Zwischendurch haben wir noch Sport gemacht oder eines der mitgebrachten Bücher gelesen. In meinem Fall hab ich für die Reise „Wir Abnicker – Über die Macht und Ohnmacht der Volksvertreter“ von Marco Bülow und die Biographie „Sophie Scholl“ von Barbara Beuys mitgenommen. Ersteres hab ich bereits durch, zweiteres ist dicker und hat eine etwas kleinere Schrift, so daß die Biografie noch locker für den Rest der Reise reichen dürfte. Interessanter Lesestoff und empfehlenswert sind beide Bücher.

Da wir uns nachmittags in der Luna Bar auf Deck 9 beim Theatrium aufgehalten hatte, haben wir dort auch noch einen weiteren interessanten Vortrag vom Lektor Jörg Trobitzsch über Akureyri und Reykjavik mitbekommen. Interessant war zum Beispeil, daß der Myvatn-See (Mückensee) relativ harmlos ist, obwohl in der Tourbeschreibung Gegenteiliges stand. Die meisten Mücken dort sind wohl männlich und die stechen bekanntlich nicht.

Nach dem Abendessen stand dann noch in der AIDAbar Tanzmusik mit „Midnight Spirits“ auf dem Tagesprogramm. Allerdings driftete die Musik nach anfänglich guten Titeln dann doch eher in die Richtung Andrea-Berg-Schlagern ab, weil da entsprechend viel Zuspruch auf der Tanzfläche war. Naja, Geschmackssache halt.

 

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AIDAluna - Tag 6 – Honningsvåg am Nordkap, Norwegen

Eigentlich ist heute auch noch ein weiterer Seetag, denn wir sind heute erst ab 19 Uhr in Honningsvåg gewesen, um die Tour zum Nordkap zu machen. Vorher sind wir aber in Sicht- und Fotografierweite am Nordkap bei schönstem Sonnenschein vorbeigefahren. Nachdem wir in Honningsvag um ca. 19:45 angekommen waren, wurden alle in Busse verfrachtet. Die Fahrt zum Nordkap dauerte ca. eine halbe Stunde und führte an baum- und strauchlosen, aber umso felsigeren Hügeln vorbei. Oben auf dem Nordkap angekommen waren schon etliche Busse von anderen Schiffen vor Ort. Unter anderem war auch die MS Europa am Nordkap, lag aber nicht in Honningsvåg, sondern in einer kleinen Bucht zum Tendern.

Im Gegensatz zur Vorbeifahrt am Nachmittag war nun zwar am Nordkap selber wunderbarer Sonnenschein, aber über dem Wasser war eine dicke Nebelsuppe. Ab und zu zog eine dieser Seenebelschwaden über das Kap hinweg und bot somit ein besonders Naturschauspiel und interessante Fotomotive und Lichtstimmungen.

Durch den dichten Nebel verzögerte sich allerdings die Rückfahrt mit den Bussen, die etwas länger beim Pendelverkehr zwischen Nordkap und Hafen brauchten. Auf der Rückfahrt wurden wir aber damit entschädigt, daß der Lektor Jörg Trobitzsch mit im Bus saß und viel Interessantes über Land und Leute erzählte und so die Busfahrt trotz des dichten Nebels zu einem Erlebnis machte.Wer einen Vortrag über Norwegen von Jörg Trobitzsch besuchen kann, sollte das machen, da er vieles Interessantes aus seiner zweiten Heimat lebhaft zu berichten weiß.

Wir waren ca. 23 Uhr wieder am Schiff und es war natürlich noch taghell, da wir ja weit nördlich vom nördlichen Polarkreis waren. So fand die Show auf dem Sonnendeck dann auch noch bei Tageslicht um Mitternacht statt.

 

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AIDAluna - Tag 5 – Seetag 2

Heute war der zweite Seetag von insgesamt sechs Seetagen auf dieser Tour. Das heißt: endlich mal wieder halbwegs ausschlafen. Aber insgesamt gestaltete sich der Tagesablauf übersichtlich. Nach dem Frühstück haben wir uns trotz Muskelkaters vom Vortag doch noch zu Sport aufgerafft und etwas für unsere Fitness getan. Die reguläre Mittagszeit haben wir dann auch prompt verpasst, aber zum Glück hat ja die Pizzeria Mare für einen kleinen Snack bis 17 Uhr offen.

Wellness und Entspannung waren dann für den Nachmittag angesagt. Bei angenehmen Temperaturen auf dem Sonnendeck ließ es sich sehr gut aushalten – vorausgesetzt die Sonne schien zwischen den Wolken hindurch. Ohne Sonne war es wegen des kühlen Windes doch recht frisch. Aber das war nur vorübergehend und so konnten wir die Passage an den Lofoten vorbei auch bequem geniessen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ließ sich leider nicht blicken bzw. hab ich nicht entdeckt: in diesen Breitengraden soll man auch Wale sehen können, aber das Meer ist halt groß.
 

Abends haben wir uns dann ein paar Shows im Theatrium angeschaut. Neben den üblichen Shows der AIDA Showtruppe sind auch ein paar Gastkünstler an Bord, von denen heute das Musik-KasparetZärtlichkeit mit Freunden“ auftraten. Die beiden Musiker Stefan Schramm und Christoph Walter machen eine Mischung aus Comedy und Musik, wobei aber leider die Musik ein wenig in den Hintergrund getreten ist. Wir hatten am Nachmittag noch die Proben bzw. den Soundcheck gesehen, wo deutlich mehr Musik gespielt wurde. Nicht, daß der Comedy-Teil schlecht war. Eher im Gegenteil, aber über ein bißchen mehr Musik hätten wir uns schon gefreut. Danach gab es dann noch ein Solo-Programm mit Susanne Neff vom AIDA Show Ensemble.
 

 

 

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AIDAluna - Tag 4 – Hellesylt & Geiranger, Norwegen

Heute begann der Tag ziemlich früh. Der Wecker klingelte erbarmungslos um 6 Uhr in der Früh. Um 7 Uhr war Frühstück angesagt und dann noch Klamotten packen und um 7:45 versammelte sich die Ausflugsgruppe zum Tendern: wir lagen inzwischen in Hellesylt auf Reede, um von dort zu unserer Tagestour über das Flogebirge zu wandern.

Zunächst mussten wir also in die Tenderboote steigen, um an Land zu kommen, denn Hellesylt hat wie Geiranger auch keine Pier. An Land angekommen, erwarteten uns auch schon ein paar Busse, mit denen wir dann zum ersten Fotostop gefahren wurden. Aufenthalt 5 Minuten. Also rut ussem Bus, hin zur Brücke und den Wasserfall von Hellesylt fotografiert und wieder rin in'n Bus. Weiter ging es irgendwohin zum Beginn des Wanderwegs über den Paß des Flo-Gebirges. Ungefähr 10 Kilometer sollte die Strecke sein und sie hatte es durchaus in sich! Naturgemäß ging es erst einmal bergauf. Nicht, daß das schon reichen würde, mussten wir auch noch darauf achten, nicht in eine der zahlreichen Kuhfladen zu treten. So waren unsere Augen dann auch eher auf den Boden vor unseren Füßen fixiert als auf die wirklich sehenswerte Landschaft.

War der Weg anfangs noch breit genug, um ihn mit einem Trecker zu teilen, wurde er bald schon immer schmaler und schmaler. Letztendlich ging es im Gänsemarsch hintereinander den Berg und die Schluchten hoch. Einmal mussten wir sogar über eine wohl frisch heruntergekomme Geröllawine steigen.

Das Wetter war übrigens typisch norwegisch: stark bewölkt bei ca. 14°C, aber die Tour an sich sorgte schon dafür, daß wir nicht trocken blieben, auch wenn man mal die paar Regentropfen kurz vor der Pause auf dem Paß außen vor läßt. Das muss so auf ca. 475m gewesen sein. Der Abstieg sollte dann bis auf ca. 200m herunterführen und war mit das anspruchsvollste an der ganzen Wanderung, da es auf unbefestigten und gerölligen Wegen recht steil bergab ging. Ich würde das Gefälle vielleicht auf 20% oder sogar etwas mehr schätzen. Am Endpunkt angelangt, mussten wir nur noch kurz auf einen unserer Busse warten, bis auch wir uns wieder hinsetzen und ausruhen konnten, denn die Wanderung und vor allem der Abstieg hatte es durchaus in sich.

Als nächstes ging es dann per Bus zum Jostedalsbreen-Nationalparkzentrum, wo eine kleine Essenspause und eine Filmvorführung über den nahen Gletscher eingeplant war. Zu essen gab es eine norwegische Spezialität: eine Art dicker Pfannkuchen oder Waffel mit Erdbeergelee und Sahne. Die 45 min für beides war dann auch schon recht knapp bemessen und wir fuhren darauf dann in Richtung Dalsnibba. Zwischendurch noch den einen oder anderen Fotostop. 5 Minuten Zeit. Also fix rut ussem Bus, alles mögliche fotoknippsen, wieder rin in'n Bus. Zumindest weiß ich jetzt, wie Japaner Europa in 5 Tagen erleben.

Aber allein schon die Fahrt zum bzw. auf den Dalsnibba war ein Erlebnis ersten Ranges! In ungezählten Spitzkehren ging es von der Talstation in 1000m Höhe rasch und spektakulär auf 1500m. Nicht nur, daß uns auf der Schotterstraße mitunter andere Busse entgegen kamen. Nein, wir haben auch andere tapfere AIDAluna Mitreisenden überholt, die offensichtlich eine Fahrradtour mit den AIDA Mountainbikes auf den Dalsnibba unternahmen.

Oben auf dem Aussichtspunkt angekommen bot sich jedenfalls ein grandioser Ausblick auf den Geiranger-Fjord, in dem neben der AIDAluna noch zwei weitere Kreuzfahrtschiffe lagen. Eins davon war die Costa Deliziosa. Auch wenn die Schiffe eigentlich mit über 240m Länge keineswegs klein sind, wirkten sie von 1500m aus betrachtet wie winzig kleine Spielzeugschiffchen. Leider war das Wetter diesig und verschlechterte sich zusehends. Wer aber das Glück haben sollte, auf dem Dalsnibba einen Sonnentag zu erwischen, wird sich vermutlich nicht mehr sattsehen können.

Für uns war aber mal wieder die Zeit abgelaufen und wir fuhren die spektakuläre Straße wieder hinunter und dann weiter in Richtung Geiranger über die Adlerkehren. Zwischendurch gab es mal wieder einen Fotostop. 5 Minuten Zeit. Also mal wieder fix rut ussem Bus... naja, das Übliche halt. Und schon ging es weiter zur letzten Station: den Tenderhafen von Geiranger. Wenig später waren wir dann wieder an Bord der AIDAluna und warteten auf die Abfahrt, die eigentlich um 18 Uhr geplant war. Bis dahin sichteten wir schonmal die Fotoausbeute des heutigen Tages. Als wir dann um 18 Uhr auf dem Sonnendeck waren, mussten wir noch fast eine Stunde auf die Abfahrt warten, da wohl die beiden anderen Schiffe aus irgendwelchen Gründen Vorrang hatten und an uns vorüber zogen. Da wir am Morgen vorher in Hellesylt abgestiegen waren, war die Fahrt durch den Geiranger-Fjord natürlich nochmal ein Erlebnis. Doch irgendwann treibt es auch den fleißigsten Ausflügler zur nächsten Nahrungsaufnahme. So klang der Abend dann im Marktrestaurant gemütlich aus, während die Deutsche Fußball Nationalmannschaft gegen Spanien im Halbfinale ausschied.

 

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AIDAluna - Tag 3 – Bergen, Norwegen

Heute morgen stand als Station Bergen in Norwegen auf dem Plan. Da der Hafen in Bergen ebenso zentral liegt wie die Sehenswürdigkeiten der Stadt, lag es nahe, Bergen auf eigene Faust zu erkunden. So konnten wir heute noch einmal halbwegs ausschlafen, während die AIDAluna um 8 Uhr an der Pier festmachte und die anderen Passagiere, die Ausflüge gebucht hatten, kurze Zeit später das Schiff verließen.

Wir hatten für heute „Tyskebryggen“ oder kurz „Bryggen“, die Håkonshalle, den Fischmarkt und den Aussichtspunkt Fløyen (320 m) vorgenommen. Etwas skeptisch waren wir schon, weil der Wetterbericht für heute nur 14°C und Regenschauer vorhergesagt hatte. Auch die nochmalige Nachfrage an der Rezeption brachte keine neue Erkenntnis. Und so marschierten wir dann mit Regenschirmen und Regenjacken bepackt los in Richtung Håkonshalle.

 Vom Hafen aus sind das nur ein paar Hundert Meter Fußmarsch und nach ein paar Fotos von außen ging es dann in die Halle. Natürlich nicht, ohne erst unseren Obolus per Kreditkarte zu entrichten. In Norwegen können selbst kleine Beträge problemlos per Karte gezahlt werden, wohingegen die deutschen Einzelhändler da immer etwas pikiert schauen, wenn man mal eine Kleinigkeit mit Karte zahlen will.

Da die Halle nun nicht so riesig war, daß man dort den ganzen Tag verbringen kann, und wir sowieso noch weiter wollten, gingen wir dann auch bald schon wieder los. Die alten Hansehäuser „Bryggen“ waren das nächste Ziel und auch kaum mehr als einen Steinwurf entfernt. Dort gibt es natürlich jede Menge Souvenirläden, so daß wir ständig in irgendwelchen Läden waren. Wie das nunmal so ist, wenn man mit seiner Frau verreist. Aber es blieb natürlich auch genügend Zeit, uns die urigen Holzhäuser von Bryggen anzuschauen, die mitunter recht eigentümlich gebaut sind.
 

Da sich die Uhrzeit schon gefährlich Richtung Mittagshunger neigte, gingen wir daraufhin zum Fischmarkt, wo nicht nur die Auswahl groß war, sondern auch die Preise ungewöhnlich teuer für deutsche Verhältnisse. Aber das ist ja im Großen und Ganzen bekannt, daß die Preise in Deutschland eher außergewöhnlich niedrig sind, was Nahrung anbelangt. So schockieren dann auch drei Euro für einen halben Liter Cola nicht. Besonders amüsant war, daß wir dort von einer besonders netten jungen Dame sogar auf Deutsch bedient wurden. Es stellte sich heraus, daß es in der Tat eine Deutsche war, die erst seit 6 Wochen in Norwegen lebt. Nachdem wir ihr für ihren Start in Norwegen alles Gute gewünscht haben, suchten wir dann den Weg zur Fløibanen – einer Standseilbahn, die auf den 320m hoch gelegenen Aussichtspunkt auf dem Fløyen, von dem man einen hervorragenden Blick auf Bergen hat. Wobei „suchen“ durchaus wörtlich zu nehmen war, da wir nicht wußten, wo die Talstation ist. Wir wussten lediglich, daß sie in der Nähe des Fischmarkts sein soll. Ursprünglich hatte ich mich ja mit meinem N97 und den darauf befindlichen Karten gut für die Ausflüge gewappnet – wäre mir da nicht mein Unglück in Hamburg passiert.

Aber zum Glück hatte ich vorgesorgt und aufgrund der stromhungrigen Apps auf dem N97 mit einem portablen Navigon Navi vorgesorgt. So fanden wir dann doch noch dank der Suche nach „Sonderziele – Sehenswürdigkeiten“ beim Navi recht zügig die Talstation.

Das Wetter hatte sich übrigens schon seit dem Bummel durch Bryggen sehr gebessert und war sehr schön sonnig und warm geworden. Von Regenwolken keine Spur mehr. Umso besser war natürlich die Aussicht von dort oben, die wir bereits bei der Fahrt dorthin genießen konnten.

Oben auf dem Fløyen angekommen, lag die Stadt Bergen dann malerisch zu unseren Füßen und bot ein hervorragendes Fotomotiv. Das dachten sich natürlich auch alle anderen Besucher dort oben und so war das Geländer schnell mit Leuten voll, die sich vor dieser eindrucksvollen Kulisse fotografieren ließen. Wir genossen ebenfalls die Aussicht und liefen noch dem einen oder anderen lohnenswerten Motiv über dem Weg. Irgendwann gegen 15:30 Uhr traten wir dann den Rückweg an, da spätestens um 17:30 alle wieder an Bord sein müssen. In aller Ruhe und Gemütlichkeit waren wir dann auch um 16:30 am Schiff und haben erst einmal ein bißchen die Fotoausbeute vom Ausflug gesichtet.

Doch dann hieß es auch schon wieder hurtig an Deck eilen, da wir ja um 18 Uhr wieder ablegten. Leider hatte sich seit unserer Rückkehr aufs Schiff der Himmel wieder zugezogen, aber es blieb dennoch trocken, mal von ein paar sehr, sehr vereinzelten Tropfen abgesehen. Die Fahrt durch die Schären war zwar auch sehr schön und sehenswert, aber auch ziemlich kühl und windig.

So klang der Abend dann im Wesentlichen mit einem Abendessen und der Show „Loriots heile Welt“ im Theatrium wieder aus.

 

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AIDAluna - Tag 2 – Seetag 1

Heute um kurz nach 8 Uhr morgens waren wir etwas nördlich von Sylt und haben die Seegrenze zwischen Deutschland und Dänemark überquert. Der Seegang ist hier oben auf Deck 9 recht deutlich zu spüren. Das ist halt ein Nachteil von den höheren Decks, aber dafür haben wir einen kurzen Weg ins Marktrestaurant zum Frühstück bzw. allgemein zum Essen.

Das Essen an Bord ist eh ein Thema für sich: es gibt reichlich und vielerlei Schmackhaftes. Es gibt Obst, es gibt Brot und Brötchen, Salate mit verschiedenen Dressings, Fischgerichte, diverse Fleischgerichte und noch vieles andere mehr – und das mehrmals am Tag bei so einem Seetag wie heute. Da fällt es einem schon schwer, sich zusammen zu reißen und sich nicht hemmungslos der Völlerei hinzugeben. Trotz aller guten Vorsätzen dürften die meisten Passagiere aber trotzdem das eine oder andere Pfündchen während der Reise zunehmen.

Aus diesem Grund hatten wir auch heute um 14 Uhr eine Stunde beim einem Personal Trainer gebucht, um ein bißchen Sport zu machen. Und so nahm das Unausweichliche dann auch seinen Lauf: wir mussten uns doch dann tatsächlich bewegen. Im Urlaub! So richtig an Kraftmaschinen und so. Manche dieser Höllendinger waren sogar halbwegs benutzbar. Bei anderen wird es wohl niemals zu einer innigen Freundschaft zwischen Maschine und mir kommen. Zum Schluß ging es dann nochmal auf das Laufband bzw. alternativ das Fahrrad, um etwas für die Kondition zu tun. Und es ist schon erstaunlich, wie wenige Kalorien man so verbrennt, wenn man 2 km läuft. Morgen abend sollen wir dann auch noch unseren Trainingsplan bekommen. Mal schauen, was das geben wird.

Nach unserem „Workout“ haben wir dann noch eine andere Annehmlichkeit der AIDAluna genutzt: den Pool! Das einzige Problem an der Sache war, halbwegs schnell in den Pool reinzukommen, denn die Temperaturen passen sich ja leider den Gegebenheiten an. Man kann also keine 30° Celsius erwarten, wenn man in den Gewässern vor Norwegen unterwegs ist. Dafür war es aber dann im Whirlpool um so angenehmer. Dank des recht kühlen Windes gestaltete sich aber das Problem, aus dem Whirlpool heraus zu kommen, ungleich schwieriger als hinein zu kommen. Aber wir haben es trotzdem geschafft, sowohl aus dem Whirl- in den Swimmingpool zu wechseln als auch die Richtung zurück.

Jedenfalls hatten wir mit Sport und dem Poolbesuch wieder ein gutes Gewissen, um kurze Zeit später unser Abendbrot einzunehmen. Der Abend stand dann im Zeichen des Relaxens in der AIDA Lounge. Lustigerweise befindet sich die Lounge auf Deck 10. Vorne direkt unterhalb der Brücke. Wer häufiger „Star Trek – The Next Generation“ geschaut hat, dürfte dabei wohl wie ich umgehend an „10 vorne“ denken. Um 22 Uhr steht die Sonne übrigens noch relativ hoch über dem Horizont. In drei Tagen sind wir am Nordkapp, wo die Sonne wohl kaum untergehen dürfte. Aber die Helligkeit außerhalb des Schiffes ist für uns Innenkabinen-Bewohner sowieso egal.

P.S.:
Daß es bei den Schiffs-Designern einen Star Trek Fan geben muss, kann man übrigens auch auf dem Sonnendeck sehen:

 

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AIDAluna - Tag 1 – Abreise Hamburg

Bei sommerlichen Temperaturen mussten wir noch die letzten Sachen in unsere Koffer packen, denn wir hatten ab 16 Uhr einen Termin auf der AIDAluna an diesem Sonntag im Juli. Nicht nur die Stunden flossen so dahin, sondern wir auch, da es mal wieder um die 30 Grad hatte. Abfahrt nach Hamburg hatten wir für ca. 14 Uhr geplant und für unsere Verhältnisse waren wir mit 14:30 auch ziemlich gut im Zeitplan.

Die knapp 2 Stunden Fahrt nach Hamburg vergingen im klimatisierten Auto dann auch recht problemlos, so daß wir recht entspannt im Hamburg ankamen – vom der dann doch plötzlich aufkommenden Reiseaufregung mal abgesehen. Der Checkin ging trotz großem Andrangs auch recht zügig und nach ca. 30 Minuten waren wir dann auf der Gangway zur AIDAluna. Die Zollbeamten hatten zwar noch Interesse an meinem Cybertool aka Schweizer Taschenmesser mit Ausrichtung auf IT-Technik. Originalzitat: „Haben Sie noch ein Multitool dabei?“ - „Nein, nur das Taschenmesser...“ - *Zollbeamtin guckt nochmal auf den Schirm* „Aha... so schaut das also aus... alles OK...“

Nachdem wir dann um kurz nach 17 Uhr an Bord waren, wollten wir noch versuchen, eine Umbuchung vorzunehmen: Innenkabine gegen Balkonkabine. Leider ohne Erfolg, da alle freien Balkonkabinen schon weg waren. Also gingen wir daran, erst einmal unser Gepäck auf die Kabine zu packen und dann unsere Ausflüge umzubuchen, denn per Internet waren manche unserer Wunschausflüge nicht mehr verfügbar. Da aber viele Leute umbuchen, wenn sie an Bord kommen, stehen die Chancen eigentlich recht gut, dann doch noch erfolgreich den einen oder anderen Ausflug entsprechend umbuchen zu können.

Und so machten wir uns wieder auf, um unser Gepäck in der Kabine auszupacken und in die Schränke einzuräumen. Weit kamen wir damit allerdings nicht, da uns dann doch der Hunger in eins der zahlreichen Restaurants getrieben hatte obwohl uns auf der Kabine zwei Überraschungen erwarteten: von der Crew einen Obstteller als Willkommensgruß und eine Grußkarte von meinem Bruder & Frau inklusive Bordguthaben. Allerdings kamen wir dann erst kurz vor der obligatorischen Schließung des Marktrestaurants zwischendrin an, bei der die Langzeitesser aus dem Restaurant gebeten werden, um Platz für andere Passagiere zu machen. So hatten wir für das Essen nur 15 Minuten Zeit. Kein Problem für mich. Aber meine Frau ging dann doch noch hungrig aus dem Markt-Restaurant. Aber, wie gesagt, alles kein Problem: wir sind einfach in ein anderes Restaurant gegangen und haben dort nochmal ein zweites Abendessen eingenommen. Der Urlaub fing also schon bestens an!

Danach ging es nochmal in die Kabine, um den Rest aus den Koffern und Taschen in die Schränke zu räumen. Viel Zeit konnten wir uns auch nicht lassen, da der Kapitän angekündigt hatte, daß wir um 21 Uhr ablegen würden. Eine Stunde später übrigens als ursprünglich angekündigt. Aber wir sind ja nicht auf der Flucht, sondern im Urlaub. Also: easy going!
Das Ablegen verlief dann relativ unspektakulär, auch wenn wir erstmal rückwärts die Elbe runter mussten, um dann den Bug elbabwärts drehen zu können. Das AIDA-typische „Sail Away“ Lied kam übrigens erst recht spät, was schon zu enttäuschten Kommentaren einiger Mitreisenden führte.

Zur Zeit sind wir übrigens auf Höhe von Stadersand an der Raffinerie um ca. 23 Uhr. Die UTMS-Verbindung ist gerade mal wieder abgebrochen und es wird allmählich kühl auf dem Außendeck bei der AnyTime Bar. Es wird wohl die letzte Netzverbindung für 2 Wochen bleiben. Im Übrigen gibt es auch schon einen tragischen Verlust zu beklagen: kaum im Cruise-Terminal in Hamburg angekommen, ist mir mein N97 aus der Hand geflutscht, als ich danach in den Untiefen meiner Hosentasche gegrabbelt habe. Nun ist das Display schwarz. Mal nach dem Urlaub schauen, ob es ein Totalschaden ist.

Kreuzfahrtberater.de vermeldet übrigens folgendes:

  • Abfahrt vor 2 Std. 43 Min. (um 20:00 Uhr Ortszeit)
  • Ankunft in 1 T. 9 Std. 17 Min. (um 08:00 Uhr Ortszeit)
  • Zurückgelegte Entfernung seit Hamburg: 33,22 sm (61,52 km)
  • Verbleibende Entfernung bis Bergen: 457,63 sm (847,52 km)
  • Zurückgelegte Entfernung seit Hamburg: 4.307,72 sm (7.977,89 km)

 

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Mein Leben auf Deck 9

In den letzten 2 Wochen war es sehr ruhig im Blog. Man könnte auch behaupten, es habe Totenstille geherrscht! Nicht ohne Grund, da wir die letzten 14 Tage an Bord der AIDAluna auf Nordtour waren: Norwegen, Island und Schottland. Im Prinzip fast die gleiche Reise wie letztes Jahr als Dienstreise auf der AIDAaura, nur daß ich dieses Mal als normaler Passagier an Bord war. Da ich da dann auch die normalen Internetgebühren hätte bezahlen müssen, war ich halt in dieser Zeit offline.

Aber den Laptop hatte ich natürlich mit und ich hab auch wieder das eine oder andere Foto gemacht. In den nächsten 14 Tagen werde ich nach und nach jeden Tag die Reise verbloggen. Ganz so als wenn ich noch an Bord wäre - nur halt eben mit 14tägiger Verzögerung. Viel Spaß bei der Lektüre!

 

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