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Bug

DDoS, Apache2 and mod_qos

Letztes Jahr im Herbst war ich in Berlin und habe dort am ersten Treffen des OpenData Networks e.V. im NewThinking Store teilgenommen.
Nach und nach wurden immer mehr kleinere und größere Projekte im Rahmen des OpenData Networks umgesetzt. Seit kurzem gibt es nun auch eine Seite, die die Quellen offener Daten von Behörden und Verwaltungen katalogisiert: offenedaten.de

Das Register offene Daten ist ein Portal für offene Daten in Deutschland. Das Register funktioniert wie ein Katalog in dem Sie Daten suchen und finden können. Sein Zweck ist es, offene Daten in Deutschland besser auffindbar und nutzbar zu machen. Das Register offene Daten umfasst vielfältige und umfangreiche Daten aus Politik, öffentlicher Verwaltung, Bibliotheken, aus Wissenschaft und Forschung.

Die Bedeutung offener Daten nimmt natürlich im Zuge der Vernetzung über das Internet zu. Dabei ist es wichtig, die Daten möglichst nicht doppelt pflegen zu müssen, sondern sie direkt "an der Quelle" abzugreifen, möglichst mit einer stabilen und offenen API. Um nun also selber Angebote mit offenen Daten erstellen zu können, ist es natürlich hilfreich, wenn man einen solchen Katalog zur Verfügung hat und nicht mehr selber nach entsprechenden Quellen suchen oder gar die Daten aus veröffentlichten PDFs auf irgendwelchen Webseiten konvertieren bzw. extrahieren muss.

Offenedaten.de setzt übrigens auf CKAN und Drupal auf, also durchaus auf offene Software. Macht ja auch Sinn. :-)

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Syncing N97

Freunde, soziale Netzwerke und persönliche Daten - wer mag da schon an etwas Böses oder Schlimmes denken wollen? Gerne vernetzen wir uns in Social Networks mit Freunden oder auch nur mit flüchtig bekannten Leuten, teilen Daten und setzen Fotos ins Netz. Und es macht ja auch Spaß, zu sehen, wer nun wen über wieviele Ecken kennt. Problematisch wird es aber dann, wenn ich gar nicht mehr selber entscheiden kann, wer meine Daten zu sehen bekommt.

So hat nun auch die wohl weltgrößte Online-Community Facebook letztens angekündigt, Profildaten seiner Nutzer an Dritte weitergeben zu wollen, um damit den Nutzern eine erweiterte "user experience" zu ermöglichen. Spiegel Online schreibt:

Es handele sich dabei um "überprüfte Web-Seiten und Anwendungen". Um Nutzern die Möglichkeit zu geben, "auch außerhalb von Facebook nützliche Erfahrungen im sozialen Bereich machen zu können", sei man "gelegentlich gezwungen, anderen überprüften Web-Seiten und Anwendungen, die sich auf die Facebook-Plattform stützen, allgemeine Daten über dich zur Verfügung zu stellen, wenn du diese besuchst (wenn du noch bei Facebook angemeldet bist)".

Weitergegeben werden können demnach unter anderem der eigene Name, das Geschlecht, Profilbilder oder der Computerstandort. Diese Datenübermittlung soll automatisch erfolgen; die Zustimmung der Facebook-Mitglieder wird nicht eingeholt, allerdings gibt es eine Opt-Out-Möglichkeit.

Natürlich ist es eine "coole" Sache, wenn ich mich auf einigen Seiten nicht extra registrieren muss, einen erweiterten Leistungsumfang und damit sogar eventuell gewisse Vorteile habe. Und viele Nutzer des Internets freuen sich bestimmt über die tollen Sachen, die man mit einer solchen Vernetzung bzw. Weitergabe der Daten anstellen kann. Das könnte vermutlich auch ein Grund dafür sein, warum auf Seiten der Netznutzer eher ein Schmunzeln durch die Reihen geht, wenn Verbraucherministerin (und Landwirtschaftsministerin) Ilse Aigner in der letzten Zeit nicht nur gegen Facebook und deren Gründer Mark Zuckerberg wettert, sondern auch gegen Google.

Es ist nicht das erste Mal, daß Facebook mit einer fragwürdigen Interpretation des Datenschutzes seiner Nutzer auffällt, um es mal so auszudrücken. Erst kürzlich hat Stiftung Warentest Facebook kein gutes Zeugnis in dieser Hinsicht ausgestellt. Und auch die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisierten erst kürzlich Facebook massiv:

Der vzbv wirft dem weltgrößten Online-Netzwerk vor, wiederholt und wissentlich datenschutzrechtliche Bestimmungen zu missachten. Im vergangenen Sommer hatte der vzbv die Vertrags- und Datenschutzbestimmungen von Sozialen Netzwerken, darunter auch Facebook, abgemahnt. Alle Anbieter erklärten daraufhin, die beanstandeten Klauseln nicht mehr verwenden zu wollen. Doch an diese Erklärung hält sich Facebook nicht, wie eine aktuelle Überprüfung des vzbv ergab.
[...]
Stattdessen hat Facebook angekündigt, neue Datenschutzbestimmungen einführen zu wollen, die bereits öffentlich zugänglich sind. "Damit würde es nur noch schlimmer", kommentiert Falk Lüke, Referent im Projekt "Verbraucherrechte in der digitalen Welt" die Bestimmungen. Mit einer Zustimmung würden die Nutzer dem Unternehmen einen Freibrief für eine weitgehende Verwendung und Weitergabe von Daten einräumen. "Momentan können wir den Nutzern nur raten, den geplanten Änderungen zu widersprechen und sich gemeinsam mit ihren Freunden einen neuen Anbieter zu suchen, wenn ihnen der Schutz ihrer persönlichen Daten wichtig ist", sagt Gerd Billen und verweist auf den aktuellen Test der Stiftung Warentest.

Diesem Vorschlag der Verbraucherzentralen kann man sich eigentlich nur anschließen. Es mag sein, daß Aigner und die Politik vorübergehend Einfluß auf Facebooks Vorhaben nehmen können, aber Facebook hat in der Vergangenheit bereits gezeigt, daß sie es immer und immer wieder versuchen, aus den Daten der Nutzer Kapital schlagen zu wollen. Dies ist auch Facebooks gutes Recht als Unternehmen. Allerdings ist es auch unser gutes Recht als Verbraucher und Nutzer, die Konsequenzen daraus zu ziehen und Facebook zu meiden, wo immer es nur geht. Denn das ist das einzige Argument, das Facebook langfristig verstehen dürfte: ohne Nutzer auch keine Daten, mit denen sich Geld verdienen läßt.

Man sollte durchaus im Hinterkopf behalten, daß es sich bei Facebook um ein US-amerikanisches Unternehmen handelt und es somit nicht den gleichen Datenschutzbestimmungen unterworfen ist wie europäische oder gar deutsche Unternehmen. Facebook ist zwar dem Safe-Harbor Abkommen beigetreten, das ein der EU vergleichbares Datenschutzniveau in den USA gewährleisten soll, aber wie solche Vorhaben Facebooks zeigen, ist das Abkommen vermutlich nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt wurde.

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iCal und andere syncen

Bundespräsident Köhler hat gestern (leider) das Zugangserschwerungsgesetz (ZugErschwG) oder kurz: Zensurgesetz unterzeichnet. Auch wenn er sich mit der Unterzeichnung recht viel Zeit gelassen und sogar um zusätzliche Informationen von der Bundesregierung gebeten hat, war es letztendlich klar, daß er unterzeichnet und das Gesetz somit in Kraft tritt. Spiegel Online summiert das Geschehen um das Zensurgesetz aber sehr schön:

Bundespräsident Horst Köhler hat an diesem Mittwoch mit einer einzigen Unterschrift nicht nur eine, sondern gleich zwei Bundesregierungen blamiert: Die Große Koalition der vergangenen Legislaturperiode, die das nicht nur umstrittene, sondern handwerklich völlig vermurkste "Zugangserschwerungsgesetz" gegen Kinderpornografie im Netz gemacht hat. Und die jetzige schwarz-gelbe Koalition, die das Gesetz eigentlich gar nicht mehr haben will, nun aber umsetzen muss.
[...]
Einige in der Koalition hatten gehofft, Köhler werde sich mit seiner Unterschrift noch ein bisschen Zeit lassen. Dann hätte man gleich ein neues Gesetz präsentieren, das alte aufheben und sich so aus der misslichen Lage befreien können. Diesen Gefallen aber hat der Bundespräsident der Regierungskoalition nicht getan.

Nun steht die Republik vor einer ziemlich einmaligen Situation: An diesem Mittwoch hat der Bundespräsident ein durch und durch vermurkstes Gesetz unterschrieben, das mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kürze in Kraft treten wird - hinter dem aber keine einzige der im Parlament vertretenen Parteien steht.

In der Tat ist das Zensurgesetz ziemlich vermurkst und man merkt, daß es hastig im Wahlkampf zusammengeschustert und durchgedrückt wurde. Leider ist es damit kein Einzelfall, wenn auch mein Eindruck, daß die Gesetze immer schneller, immer hastiger, immer vermurkster verabschiedet werden, sicherlich zu einem großen Teil subjektiv ist.
Aber ich kann mir auch gut vorstellen, daß Köhler das Gesetz extra deshalb unterzeichnet hat, um - wie vom Spiegel geäußert - die Parteien zu blamieren. Auch das ist eher subjektiver Eindruck, nachdem ja schon das Vorhaben die Runde macht, ein entsprechendes Aufhebungsgesetz zu verabschieden. Letztendlich besteht nun wirklich die Situation, daß niemand das Gesetz will, außer Vodafone und andere Zensurprovider vielleicht, es aber trotzdem in Kraft gesetzt wurde und somit die Zensurinfrastruktur in Gang gesetzt und aktiviert wird.
Deshalb ist auch vom entsprechenden Aufhebungsgesetz zu fordern, daß die Provider zum Abbau dieser Infrastruktur verpflichtet werden und die Politik entsprechenden Schadensersatz an die Provider zu zahlen hat. Leider sind die Parteien nicht persönlich zur Verantwortung, sprich zur Kasse zu bitten, sondern der Steuerzahler muss für diesen Unsinn mal wieder in die Tasche greifen. Aber ich zahle lieber für den Abbau einer Zensurinfrastruktur als für deren Aufbau.

Außerdem hat der AK Zensur eine Verfassungsbeschwerde angekündigt und irgendwer hatte gestern abend noch zu einer Spontandemo vor Schloß Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten aufgerufen. Der Widerstand geht also weiter, zumal auch bereits neues Ungemach in Form von ACTA und dem JugendMedienStaatsVertrag (JMStV) bervorsteht.

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Drupal Updates in Debian

Am 3. Januar wurde eine neue ePetition von Norbert Hense zugelassen, die den Bundestag auffordert, keine Nackt- bzw. Körperscanner zuzulassen. Der Wortlaut ist wie folgt:

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge sich dafür aussprechen keine Ganzkörperscanner (auch Nacktscanner genannt) an deutschen Flughäfen zuzulassen.

Begründung

Der Einsatz von Nacktscanner ist ein tiefer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Flugreisenden und ein Angriff auf die Menschenwürde die durch Artikel 1 des Grundgesetzes besonders geschützt ist.

Eine sehr übersichtliche Petition also. Der einzige Kritikpunkt, den ich dabei anbringen kann ist, daß ich eher "ein unverhältnismäßiger Angriff bzw. Eingriff" geschrieben hätte. Aber ansonsten ist diese Petition natürlich genauso untersützenswert wie viele andere Petitionen dort auch. Also zeichnet mit! Gestern nachmittag waren es so um die 1300 Mitzeichner, gestern abend bereits über 3500 und heute morgen schon über 4200!

Zeichne mit!

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Digikams 100% view

Allen Lesern wünsche ich ein Frohes Fest, fröhliche Weihnachten, viele Geschenke oder einfach nur einen schönen 24. Dezember!
To all readers: Merry Christmas, Buon Natale, Joyeux Noel, Vrolijk Kerstfeest or whatever you will celebrate these days in your culture!

Weihnachtlicher Gruß aus Warnemünde

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Eigenartig...

Wie es auch schon seit ein paar Tagen im Netz und in den Medien zu erfahren ist, beginnt heute die Anhörung vor dem Bundesverfassungsgericht in Sachen Vorratsdatenspeicherung. Spiegel Online schreibt:

Noch nie haben sich so viele Deutsche gegen ein Gesetz gewendet: Weit mehr als 34.000 Menschen haben gegen die Vorratsdatenspeicherung geklagt. Ab Dienstag verhandelt das Bundesverfassungsgericht über die umstrittene Speicherpflicht für Telefon- und Internetverbindungsdaten.

In einer Anhörung verhandelt der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts an diesem Dienstag in rund 60 Verfahren. Die Kläger in der bisher umfangreichsten Massenklage in der Geschichte des Gerichts wenden sich dagegen, dass sensible Kommunikationsdaten gänzlich unverdächtiger Bürger für sechs Monate gespeichert und für Zwecke der Strafverfolgung und der Gefahrenabwehr abrufbar sein sollen. Mit einem Urteil wird erst im nächsten Frühjahr gerechnet.

Begründet wird dieser Eingriff in die Privatsphäre ja damit, daß man die Daten für den Kampf gegen den Terrorismus bräuchte. Dies ist natürlich Quatsch, da die Terroristen sich dieser Überwachung auch bewußt sind und eben so kommunizieren (werden), daß sie eben nicht mehr in die Vorratsdatenspeicherung fallen. Somit liefe die VDS für diesen Zweck ins Leere und es bliebe die generelle Überwachung aller unbescholtenen Bürger. Außerdem wurden umgehend Begehrlichkeiten bekannt, die Daten auch anderweitig, etwa für die zivilrechtliche Verfolgung von illegalen Downloads verwenden zu wollen.

Daß es auf Seiten des BVerfG offenkundig entsprechende Zweifel an der Rechtmäßigkeit der VDS gibt, kann man anhand der zweimaligen einstweiligen Verfügungen sehen:

Der Erste Senat unter Vorsitz des Gerichtspräsidenten Hans-Jürgen Papier hat die Anwendbarkeit des Gesetzes vergangenes Jahr mit zwei einstweiligen Anordnungen vorerst eingeschränkt. Zwar darf weiter gespeichert werden, abrufbar sind die Daten jedoch nur zur Verfolgung schwerer Straftaten sowie zur Abwehr einer "dringenden Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit der Person". Auch für den Datentransfer an Nachrichtendienste gelten vorläufige Beschränkungen.

Zwar wird die Verwendung vorerst stark eingeschränkt, z.B. auf schwere Straftaten, die Daten werden aber dennoch erhoben und auch 6 Monate lang gespeichert. Außerdem gibt es bereits Überlegungen bei den Politikern, das Downloaden einer illegalen Datei zukünftig als schwere Straftat anzusehen. Damit würde die Beschränkung natürlich aufgeweicht und ad absurdum geführt werden.

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Das Nokia N97 und die Weckzeiten

Wie bereits dieses Woche mal nebenbei erwähnt, war ich ja seit Montag in Berlin. Mal wieder zu einer Schulung, die mir mein Arbeitgeber lobenswerterweise verschafft hat. Der Kurs war dieses Mal besser als der letzte, was auch daran lag, daß ich dieses Mal nicht auf einen Lab-Partner angewiesen war, der es vorzog, erst um 14 Uhr zu kommen und dann mitten in den Labs fuer eine halbe Stunde nach draußen zum Rauchen zu gehen.
Auch das Hotel war von den Räumlichkeiten her eine deutliche Verbesserung zum vorherigen. Ich weiß nicht genau, wer mir dieses Mal das Hotel gebucht hat (Kurs-Veranstalter oder Arbeitgeber), aber dieses mal kam man sich nicht vor, als wenn man im Schuhkarton schlafen muss:

Hotel-Suite in Berlin

Wie man sieht, gab es ein recht großes Wohnzimmer. Hinten rechts geht es zum Schlafzimmer und geradeaus zu einer Loggia. Rechts neben dem Eßtisch schließt sich die große, offene Küche inkl. Herd, Kühlschrank, Microwelle und sogar einer Spülmaschine. Sowohl im Wohn- als auch im Schlafzimmer gab es einen Fernseher. Im Wohnzimmer sogar noch eine kleine Musikanlage und ein separaten DVD-Player.
Das recht große Bad befand sich hinter mir rechts parallel zur Küche. Kurzum: eine recht ordentliche Behausung, die größer war als meine Wohnung in der Rostocker Südstadt, in der ich etliche Jahre gewohnt habe. :-)
Lediglich beim Frühstücksbüffet konnte das Hotel dem Eindruck durch das Zimmer nicht so ganz entsprechend. Im Vergleich zum anderen Hotel war das Büffet kleiner, wie auch die Brötchen kleiner waren. Das in Hotels übliche Rührei war für meinen Begriff nicht ordentlich genug durchgerührt worden, so daß man deutliche Brocken von weißen und gelben Anteilen im Rührei anstatt einer gleichmäßigen Masse hatte. Aber ansonsten war es durchaus ok.

Auch wenn Berlin durchaus eine Reise wert ist, bin ich froh, daß ich wieder zuhause bin und nicht mehr dort in Berlin wohne. Es ist einfach nicht meine Stadt, um dort für längere Zeit zu wohnen oder zu leben. Für kurzfristige Besuche gerne, aber nichts auf Dauer. :-)

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Webcam driver gspca with newer kernels?

When I went on my business trip with AIDAaura during second half of July, I took our Nikon D90 with me and made some pictures. Well, in total I made 24 GB of pictures (JPEG+RAW) and some of these GBs of pictures were taken with the background in mind to make a nice panorama picture out of them with Hugin. Usually I selected the necessary data points for blending by hand. Of course this is an ardous work, especially when you heard from another guy that this can be done automatically. But in Debian this function doesn't work out of the box because the autopano-sift-c package, which is contains the needed program, is not part of the distribution because of some US patents.

Luckily there is an package on http://www.debian-multimedia.org that solves this problem. Generating panorama views is becoming easy with Hugin after I installed that package. And as a first result I made a panorama view of Akureyri, Iceland:

Panorama of Akureyri

The panorama consist of 10 photos with 4288px x 2848px, giving a total panorama view of 11517px x 2497px (34 MB).

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Ein Anruf aus den USA...

Gestern ging es über Twitter: Der FoeBuD e.V. und Campact rufen zu einer Unterschriftenaktion für einen offenen Brief an die Verhandlungsführerin der FDP, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, auf:

Mitmachen: Offener Brief an die FDP. Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse

Vor der Wahl hat sich die FDP als Bürgerrechtspartei präsentiert. Doch in den Koalitionsverhandlungen könnte sie gegenüber CDU/CSU einknicken.
Mitmachen: Offener Brief an die FDP. Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse

In dieser Woche treten die Koalitionsverhandlungen in die entscheidende Phase. Vor allem bei der Innen- und Sicherheitspolitik steht ein hartes Ringen bevor. Die Union setzt wie eh und je auf "law and order" und will die Bürgerrechte weiter einschränken, während die FDP sich für mehr Datenschutz einsetzt. Zudem versprach die Partei vor der Wahl, die fatalen Beschlüsse der Großen Koalition zu Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und Internet-Sperren rückgängig zu machen. Zur Zeit ist noch völlig offen, wer sich beim Koalitionspoker durchsetzen wird.

Im Koalitionsarbeitskreis "Inneres, Justiz, Informationsgesellschaft" wird schon jetzt nicht mehr um das "Ob" der Vorratsdatenspeicherung, sondern um Details der Anwendung gestritten. Machen Sie klar, dass wir von der FDP einen konsequenten Kampf für die Bürgerrechte erwarten. Am kommenden Donnerstag, wenn der Koalitionsarbeitskreis das nächste Mal tagt, wollen wir FDP-Verhandlungsführerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger unseren Appell mit möglichst vielen Unterzeichner/innen überreichen.

Unterzeichnen Sie unseren Appell!

Schon in der Vergangenheit war auf die FDP nicht immer Verlass, wenn es um die Verteidigung von Grundrechten ging: Das verfassungswidrige Gesetz zur Online-Durchsuchung in NRW stammte aus der Feder des FDP-Justizministers. 1998 stimmte die FDP-Fraktion im Bundestag mehrheitlich für den Großen Lauschangriff und damit gegen die eigene Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger. Sie trat damals aus Protest zurück.

Verhandlungsführerin Leutheusser-Schnarrenberger gilt als entschiedene Vorstreiterin für Freiheits- und Bürgerrechte und wird als neue Justizministerin gehandelt. Wir wollen ihr den Rücken stärken, damit sie ein Einknicken der FDP verhindert. Gemeinsam mit der Aktionsplatform Campact haben wir deshalb den Appell "Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse" gestartet.

Und hier ist der offene Brief:

Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse!

Sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger,

im Wahlkampf hat sich die FDP als Bürgerrechtspartei präsentiert. Ich erwarte deshalb von Ihnen: Beweisen Sie in den Koalitionsverhandlungen mit der Union, dass es der FDP mit der Verteidigung von Freiheit und Bürgerrechten wirklich ernst ist. Insbesondere fordere ich:

- Stoppen Sie die flächendeckende Protokollierung aller Telefon- und Internetverbindungen und -standorte (Vorratsdatenspeicherung).

- Verbieten Sie Schnüffelchips (RFID) in Reisepässen und Personalausweisen, auf denen unsere biometrischen Daten gespeichert und per Funk auslesbar gemacht werden.

- Stoppen Sie das Gesetz zu Internet-Sperren. Es ebnet den Weg zu einer systematischen Zensur des Internets, ist aber wirkungslos gegen Straftäter und Straftaten.

- Schaffen Sie ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz, das den Schutz vor Bespitzelung am Arbeitsplatz sicher stellt.

Bürgerrechte sind keine Verhandlungsmasse. Lösen Sie Ihr Wahlversprechen ein: Stoppen Sie den Überwachungswahn von Staat und Wirtschaft!

Mit freundlichen Grüßen

Mitzeichnen kann man sowohl beim FoeBuD als auch bei Campact. Die Aktion läuft nur wenige Tage und soll wohl bereits Ende der Woche beendet sein. Die Koalitionsverhandlungen dauern ja auch nicht ewig... ;-)
Also schnell mitzeichnen und den FoeBuD und Campact bei dieser Aktion unterstützen!

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Debian Unstable - nomen est omen

As I already wrote some time ago I can't spend not that much time anymore on Buildd.Net how it deserves. Therefor I put up a SVN and Trac online. Here it is:

If you have questions or would like to contribute to the repository, please contact me.

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