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Februar 2010

ACTA Entwurf geleaked

Wie der FoeBuD e.V. twittert und auf der Webseite erinnert, findet heute die Anhörung im Petitionsausschuß zum Thema Netzsperren statt. Dort wird Franziska Heine noch einmal das Thema zur Sprache bringen und sagen, warum das mit der Internetzensur eine ganz schlechte Idee ist:

Jetzt haben wir noch einmal die Chance, unser Wort direkt an die Politiker aller Parteien zu richten. Und diese haben die Chance, uns zuzuhören und unsere Forderungen umzusetzen. Am Montag, 22. Februar 2010, wird die Petition in einer öffentlichen Sitzung thematisiert. Dort werden "wir" – in Person von Franziska Heine – noch einmal unseren Standpunkt klar formulieren und Fragen an die anwesenden Politiker richten können.

Die Forderung ist klar: Das Zensurgesetz muß weg. Ersatzlos. Ob das mit oder ohne Gesichtsverlust für die Politik geschieht, das hängt auch davon ab, ob die Politik souverän genug ist, einen Fehler auszubügeln, ohne neue Fehler zu begehen.

Nun kann man ja auch argumentieren, daß die Politik eh schon ihr Gesicht (in dieser Sache) verloren hat. Was die Politik allerdings nun daraus macht, hängt ganz an den Politikern.

Für Interessierte gibt es aber zumindest einen Live-Stream beim Bundestagsfernsehen. Ich meine, daß es ungefähr zur Mittagszeit losgehen soll, aber irgendwie hab ich auf die Schnelle keine Uhrzeit für die Anhörung gefunden.

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Wird es eine neue Petition zum JMStV geben?

Wie Netzpolitik.org unter Berufung auf Computerworld.com meldet, ist wohl der Internet-Teil des ACTA Abkommens veröffentlicht worden:

To avoid being sued by a record company or Hollywood studio for illegally distributing copyright-protected content, the ISP would have to prove that it took action to prevent the copyright abuse, according to the text, and in a footnote gives an example of the sort of policy ISPs would need to adopt to avoid being sued by content owners:

"An example of such a policy is providing for the termination in appropriate circumstances of subscriptions and accounts in the service provider's system or network of repeat offenders," the text states.

Terminating someone's subscription is the graduated response enacted in France last year that sparked widespread controversy. The French law is dubbed the "Three Strikes" law because French ISPs must give repeat file sharers two warnings before cutting off their connection.

Dazu muss man eigentlich kaum noch was sagen. Allein schon die Verhandlungen im Geheimen sind Grund genug, das ACTA Abkommen abzulehnen. In den nächsten Tagen wird das veröffentlichte Dokument sicherlich genauer unter die Lupe genommen werden, so daß man zu den genauen Punkten und Vorhaben mehr zu sagen können wird.

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Anhörung im Petitionsausschuß am Montag

Montag wird Franziska Heine als Petentin vor dem Petitionsausschuß des Deutschen Bundestags zum dann wohl in Kraft getretenen Zugangserschwerungsgesetz sprechen. Franziskas Petition war mit über 134.000 Mitzeichnern die bisher größte und erfolgreichste in der Geschichte der ePetitionen Deutschlands. Doch nicht nur aufgrund der Zahlen war diese Petition bahnbrechend und hat neue Maßstäbe gesetzt, sondern sie hat, und das ist das weitaus wichtigste, für eine Politisierung und Sensibiliserung von breiten Bevölkerungsschichten gesorgt. Letztendlich war sie vermutlich ausschlaggebend dafür, daß der Druck auf die Politik wuchs und letztendlich das Gesetz zwar verabschiedet wurde, aber nicht angewendet, sondern durch ein neues Gesetz aufgehoben bzw. ersetzt werden soll.

Diese Sensibilisierung sorgte dafür, daß sich viele Menschen wieder für Politik interessieren und sich dafür einsetzen, daß die Bürger- und Grundrechte gewahrt werden. Nicht zuletzt aufgrund der Petition hat die Piratenpartei einen enormen Zulauf im letzten Jahr bekommen und konnte fast 2% bei der Bundestagswahl erreichen. Themen wie Bürgerrechte und Datenschutz sind wieder in das Bewußtsein der Leute und vor allem der Politiker gerückt.

Aus diesem Grund gibt es nun auch viele Leute, die sich mit kommenden Themen zu diesem Komplex beschäftigen und die bereits vor neuem Ungemach in Form der geplanten Neufassung des Jugend-Medienschutz-Staatsvertrags warnen. So auch Franziska Heine bei ak-zensur.de:

Mit der Novellierung des JMStV steht bereits der nächste Versuch bevor, massiv in das Netz einzugreifen, der in seinen Konsequenzen weit über das Zugangserschwerungsgesetz hinausgeht.

Mehr zum Thema JMStV findet sich sowohl beim AK Zensur, beim Netzaktivisten Alvar Freude und auch bei Netzpolitik.org.
Aufgrund der bevorstehenden Gefahr einer Internetzensur durch die Hintertür plant Franziska Heine, laut Heise.de, eine Aktion gegen die Novellierung des JMStV:

Nach der erfolgreichen Kampagne gegen die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Netz will die Internet-Aktivistin Franziska Heine gegen die Novellierung des Jugend-Medienschutzgesetzes zu Felde ziehen. Diese Überarbeitung sei „weit schlimmer als das Zensurgesetz“, sagte Heine der Mitteldeutschen Zeitung.{...}
"Das macht den Betrieb von privaten Netzwerken so gut wie unmöglich", sagte sie. "Woher soll denn jemand, der einen Blog hat, sagen können, das ist für Sechs- oder Zwölfjährige?“ Das sei viel weit reichender als alles, was mit dem Zugangserschwerungsgesetz angestrebt wurde. Sie sei etwas geschockt über solche Ideen, meinte Franziska Heine.

Deutet Franziska Heine damit eine erneute Petition an? Man darf jedenfalls gespannt sein, was Franziska vor hat, da sie durch ihre Petition zu den Netzsperren quasi zu einer Ikone der Netzbewegung geworden ist und dementsprechend die Leute erreichen und mobilisieren kann. Vielleicht läßt sie ja schon einiges in ihrer Rede am Montag durchblicken...

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ZugErschwG unterzeichnet

Am Montag, d. 22.02.2010 findet in Berlin vor dem Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages die Anhörung der Petentin Franziska Heine zu den Netzsperren statt. Franziska fragt auf AK Zensur nochmal nach Themen, die sie ansprechen soll. Einiges an Feedback kam auch schon, aber vielleicht hat ja noch jemand eine Idee.

Schön ist es natürlich, daß es sowas wie einen Petitionsausschuß und die Möglichkeit für jeden Bürger gibt, eine entsprechende Petition einzureichen und eventuell auch gehört zu werden. Allerdings stellt sich die Sinnfrage einer solchen Einrichtung, wenn die Anhörung erst dann stattfindet, wenn das Gesetz, das die Petition verhindern wollte, bereits verabschiedet und vom Bundespräsident unterschrieben und somit in Kraft getreten ist (- in diesem Fall sogar dann, wenn bereits wieder über die Aufhebung des Gesetzes geredet wird)? Gerade in diesem Fall, wo es um die Einrichtung einer Zensurinfrastruktur geht, die zum einen tief in die Grundrechte der Bürger eingreift und zum anderen enorme Kosten bei den Providern verursacht, wäre eine aufschiebende Wirklung einer Petition mit entsprechend breiter Unterstützung der Bevölkerung eigentlich wünschenswert.

So entstand sicherlich bei einigen Mitpetentinnen und -petenten der Eindruck, daß ihre Petition für die Katz sei, da das Gesetz ja trotzdem verabschiedet wurde. Das Gefühl "die oben machen ja eh was sie wollen" ist sicherlich auch relativ weit verbreitet gewesen.

Sicherlich ist es schwierig, eine Grenze zu ziehen, wann eine Petition eine aufschiebende Wirkung haben soll und wann nicht. Legt man die Grenze zu niedrig, kann es dazu führen, daß sich immer irgendwelche Gruppen finden, die über die Grenze hinauskommen und somit den Gesetzgebungsprozeß ausbremsen und letztendlich blockieren können. Das gleiche Problem gibt es auch bei Volksbegehren bzw- abstimmungen, wenn sie bundesweit möglich wären. Die Möglichkeit bestünde aber sicherlich auch, daß Fraktionen, Parteien oder andere Gremien innerhalb der Legislative einen Antrag auf Aufschiebung aufgrund einer entsprechend erfolgreichen Petition stellen könnten.

Die letzte und in meinen Augen die beste Alternative wäre es hingegen sicherlich, wenn die Politiker Gesetze nicht im Schnellverfahren aufgrund eines Wahlkampfes durchpeitschen, sondern auch mal auf die Experten (und nicht nur der bezahlten aka Lobbyisten) hören und sich bei der Verabschiedung eines Gesetzes mal wieder etwas mehr Zeit nehmen würden. Insbesondere dann, wenn es um so heikle Themen geht, die eigentlich ausgiebig ausdiskutiert werden müssten, da sie entsprechend die Grundrechte tangieren. Viele Abgeordneten wussten damals ja gar nicht, welche Auswirkungen das alles haben wird.
Wir leben zwar in einer schnellebigen Zeit, aber gerade deswegen ist es durchaus sinnvoll, Gesetze nicht im Turbomodus zu verabschieden, sondern sich genauer anzuschauen, was sie bringen, welche Auswirkungen sie haben und ob es irgendwelche Bedenken gibt. All dies ist, meiner Meinung nach, beim ZugErschwG (und vielen anderen) eben nicht geschehen.

Auf jeden Fall wünsche ich Franziska viel Erfolg und viele, viele gute und stichhaltige Argumente am Montag!

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iCal und andere syncen

Bundespräsident Köhler hat gestern (leider) das Zugangserschwerungsgesetz (ZugErschwG) oder kurz: Zensurgesetz unterzeichnet. Auch wenn er sich mit der Unterzeichnung recht viel Zeit gelassen und sogar um zusätzliche Informationen von der Bundesregierung gebeten hat, war es letztendlich klar, daß er unterzeichnet und das Gesetz somit in Kraft tritt. Spiegel Online summiert das Geschehen um das Zensurgesetz aber sehr schön:

Bundespräsident Horst Köhler hat an diesem Mittwoch mit einer einzigen Unterschrift nicht nur eine, sondern gleich zwei Bundesregierungen blamiert: Die Große Koalition der vergangenen Legislaturperiode, die das nicht nur umstrittene, sondern handwerklich völlig vermurkste "Zugangserschwerungsgesetz" gegen Kinderpornografie im Netz gemacht hat. Und die jetzige schwarz-gelbe Koalition, die das Gesetz eigentlich gar nicht mehr haben will, nun aber umsetzen muss.
[...]
Einige in der Koalition hatten gehofft, Köhler werde sich mit seiner Unterschrift noch ein bisschen Zeit lassen. Dann hätte man gleich ein neues Gesetz präsentieren, das alte aufheben und sich so aus der misslichen Lage befreien können. Diesen Gefallen aber hat der Bundespräsident der Regierungskoalition nicht getan.

Nun steht die Republik vor einer ziemlich einmaligen Situation: An diesem Mittwoch hat der Bundespräsident ein durch und durch vermurkstes Gesetz unterschrieben, das mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kürze in Kraft treten wird - hinter dem aber keine einzige der im Parlament vertretenen Parteien steht.

In der Tat ist das Zensurgesetz ziemlich vermurkst und man merkt, daß es hastig im Wahlkampf zusammengeschustert und durchgedrückt wurde. Leider ist es damit kein Einzelfall, wenn auch mein Eindruck, daß die Gesetze immer schneller, immer hastiger, immer vermurkster verabschiedet werden, sicherlich zu einem großen Teil subjektiv ist.
Aber ich kann mir auch gut vorstellen, daß Köhler das Gesetz extra deshalb unterzeichnet hat, um - wie vom Spiegel geäußert - die Parteien zu blamieren. Auch das ist eher subjektiver Eindruck, nachdem ja schon das Vorhaben die Runde macht, ein entsprechendes Aufhebungsgesetz zu verabschieden. Letztendlich besteht nun wirklich die Situation, daß niemand das Gesetz will, außer Vodafone und andere Zensurprovider vielleicht, es aber trotzdem in Kraft gesetzt wurde und somit die Zensurinfrastruktur in Gang gesetzt und aktiviert wird.
Deshalb ist auch vom entsprechenden Aufhebungsgesetz zu fordern, daß die Provider zum Abbau dieser Infrastruktur verpflichtet werden und die Politik entsprechenden Schadensersatz an die Provider zu zahlen hat. Leider sind die Parteien nicht persönlich zur Verantwortung, sprich zur Kasse zu bitten, sondern der Steuerzahler muss für diesen Unsinn mal wieder in die Tasche greifen. Aber ich zahle lieber für den Abbau einer Zensurinfrastruktur als für deren Aufbau.

Außerdem hat der AK Zensur eine Verfassungsbeschwerde angekündigt und irgendwer hatte gestern abend noch zu einer Spontandemo vor Schloß Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten aufgerufen. Der Widerstand geht also weiter, zumal auch bereits neues Ungemach in Form von ACTA und dem JugendMedienStaatsVertrag (JMStV) bervorsteht.

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Die Piratenpartei und ihre Pressemitteilungen

Bisher hab ich immer problemlos meine Kalenderdaten über meinen WebDAV Server synchronisiert. Das klappte mit KOrganizer und Sunbird/Lightning einwandfrei. Ich konnte von allen Rechnern aus den Kalender abonnieren und bearbeiten und die Änderungen tauchten dann auch artig auf den anderen Rechnern bzw. in den anderen Applikationen auf.

Nun soll iCal auch meinen Kalender synchronisieren und ich will damit auch den Kalender bearbeiten und neue Termine machen können. Allerdings scheint das mit iCal nicht so einfach und in der gewohnten Form möglich zu sein. Ich kann zwar den Kalender vom WebDAV abonnieren oder den Kalender aus iCal heraus exportieren bzw. auf dem WebDAV veröffentlichen. Beides zusammen geht aber nicht.

Wenn ich also in iCal einen neuen Termin hinzufüge ("Privat"), dann erscheint der Termin auf dem WebDAV und somit zum Beispiel in KOrganizer. Trage ich nun einen weiteren Termin in KOrganizer ein, wird der Kalender auch auf dem WebDAV aktualisiert, allerdings kümmert sich iCal nicht um diese Änderung, sondern exportiert einfach wieder stumpf seinen eigenen Kalender und überschreibt somit die Änderung der anderen Kalender-Applikationen.

Wenn ich in iCal lediglich den Kalender abonniere ("Privat 2"), sehe ich zwar die Änderungen von KOrganizer oder Sunbird, kann aber selber keine neuen Termine eintragen, die wieder dort zu sehen sind, sondern kann nur neue Termine in "Privat" oder "Büro" machen. Schaut man sich das Logfile auf dem WebDAV an, sieht man dieses Verhalten auch daran, daß KOrganizer zum Beispiel erst ein GET macht und den Kalender somit importiert und danach dann ein PUT, um die Datei wieder auf dem WebDAV zu aktualisieren. iCal hingegen macht bei "Privat" nur ein PUT und bei "Privat 2" nur ein GET.

Gibt es da irgendwas, um dieses Problem zu beheben?

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StrongSwan and L2TP/IPsec on Debian

Ich hab ja nun auch den Ankündigungsverteiler der Piraten abonniert. Dort gibt es manchmal Witziges zu lesen, was aber eher nicht der Grund für das Subscriben auf der Mailing Liste war. Heute kam jedenfalls mal wieder eine Ankündigung über die Liste, wo ich mich frage, ob die Piratenpartei auch überhaupt einmal 2 Minuten über das nachgedacht hat, was sie da schreibt. Es geht um den Ausspruch der bayerischen Innenministerin Merk, daß man Daten nicht stehen könne:

»Daten kann man nicht stehlen«, so die bayrische Justizministerin Beate Merk (CSU). Eine beeindruckende Aussage. Auch, weil sie ein völlig neues Licht auf die Diskussion um das Filesharing wirft. Denn auch hier handelt es sich nur um Daten, die nicht stehlbar sind. Führt man den Gedanken weiter, stellt man fest, dass es falsch ist, hier von Raubkopierern zu sprechen.

Die Piratenpartei Bayern freut sich, dass die bayerische CSU Regierung endlich unsere Argumente annimmt und sich zu eigen macht. »Frau Merk hat beachtlichen politischen Mut bewiesen, sich gegen die allgemein übliche Meinung der Rechte-Industrie zu stellen. Wir hoffen, dass sie tapfer weiter Segel in diese Richtung setzt und geben gerne Rückenwind«, meint Klaus Müller, Vorsitzender des Landesverbandes Bayern der Piraten.

Liebe Piraten und piratige Pressesprecher: zum einen kann man Daten sehr wohl stehlen, nämlich indem man sie kopiert und dann auf dem ursprünglichen Datenträger unwiderruflich löscht oder diesen gleich selber stiehlt. Zum anderen geht es bei den (Weh-)Klagen der Rechteindustrie nicht darum, daß jemand die Daten im ursprünglichen Sinne gestohlen hat, sie also der Rechteindustrie nun fehlen, sondern um Urheberrechts- und Lizenzfragen, die mißachtet werden.

Auch wenn die schlußendliche Forderung nach einer Reformation des Urheberrechts und dem verstärkten Einsatz von OpenData und anderen Werken grundsätzlich richtig und begrüßenswert ist, ist die Herleitung dieses Anspruchs und die Argumentation dafür, wie sie in der vorliegenden Presseerklärung geführt wird, nicht nur für die Katz', sondern auch peinlich, da sie eine entsprechende Unkenntnis der Piraten offenbart und sich die Piraten damit selber als ernsthafte Partei ad absurdum führen. Ein FAIL mal wieder.

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Rawstock über MV-Regio

Mac OS X and other operating systems are using L2TP/IPsec for VPN connections. I'm running StrongSwan as my IPsec stack of choice, so I wanted to setup a VPN between my Debian lenny server and OS X as my roadwarrior. There's a nice howto on nielspeen.com. Everything is fine except for one thing:

Q: I want to set up strongSwan to interoperate with Microsoft Windows using L2TP/IPsec. I'm getting the error message "NAT-Traversal: Transport mode disabled due to security concerns" which results in strongSwan sending an encrypted notification BAD_PROPOSAL_SYNTAX

A: Here is a quote from strongSwan lead developer Andreas Steffen on how to deal with this problem:
NAT-Traversal with IPsec transport mode has some inherent security risks. Since Microsoft doesn't care about this please compile strongSwan with the option

./configure --enable-nat-transport

So, there's the inherent security risk, but without --enable-nat-transport L2TP/IPsec doesn't work at all with StrongSwan on Lenny. Is there anything I can do, dear LazyWeb, to be able to use L2TP/IPsec VPN connection with OS X and Linux (StrongSwan) to have a really secure connection? Being able to use Windows as VPN roadwarrior clients is optional, but no requirement.

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Google Buzz

Das Online-Stadtmagazin RAWstock berichtet über die Recherchen von MV-Regio zu npd-blog.info, einem Blog, das über Rechtsradikalismus aufklärt: MV-Regio schreibt z.B.:

Nach Informationen von MVregio News soll der NPD-Blog.info vom US-Geheimdienst NSA gesteuert werden. Der rechtliche Domaininhaber von NPD-Blog.info ist eine Firma namens Hosting Services INC. mit Sitz in Chicago 223 W, Jackson Blvd (Foto oben). Über diese Firma lässt sich jedoch vor Ort wenig heraus finden. Die Redaktion von MVregio News bemühte sich deshalb über Kontakte in den USA, Licht ins Dunkel zu bringen.
[...]
Quellen vor Ort bestätigten, dass sich in diesen Büroräumen ein konspiratives Büro der National Security Agency (NSA) befindet. Das Dach des Bürohauses weißt drei riesige Satellitenantennen auf - Durchmesser rund 5 Meter. Ferner befinden sich umfangreiche Funkantennen-Anlagen auf dem Bürogebäude in Chicago. Eine Vielzahl von weiteren deutschen Internet-Blogs mit Themen im linken Spektrum sind bei Hosting Services Inc. im Domain-Eigentum.

Lustig. Eigentlich wäre allein diese Vermutung schon einen Hinweis an Fefe wert. Das noch Lustigere ist aber meistens für Leute, die über MV-Regio und die rechte Szene berichten oder bloggen, daß sie danach selber in den Focus von MV-Regio kommen. So bekommt man dann mitunter schonmal auch am Wochenende einen Anruf des Chefredakteurs von MV-Regio, man solle doch bitte schön die seiner Ansicht nach falschen Behauptungen aus dem Netz tilgen. Ansonsten sähe man sich zu weiteren Schritten gezwungen. Gerne wird dabei auch bei der Gelegenheit darauf hingewiesen, daß der Betreiber von npd-blog.info ja über keine ladungsfähige Anschrift verfügen solle und man ihm deshalb diverse juristische Schriftstücke nicht zustellen könne.
Aber egal: natürlich kann sich jeder anhand des MV-Regio Artikels selbst davon überzeugen, daß diese Seite absoluten Qualitätsjournalismus betreibt und alles selbstverständlich hochseriös recherchiert ist. Ich wünsche den Betreibern jedenfalls mehr Durchhaltevermögen in der Auseinandersetzung mit MV-Regio als ich es im letzten Jahr hatte, was letztendlich in einer kleinen Selbstzensur endete.

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BackupPC - messing around with backups

Letzte Woche hat Google mal wieder etwas Neues vorgestellt: Buzz. Dabei handelt es sich, wie Heise schreibt, um eine Erweiterung von GMail:

Buzz ist ein in den Maildienst integrierter Twitter-Klon, in den sich Inhalte aus anderen Google-Diensten wie Picasa und YouTube problemlos einbinden lassen sollen. Neue Nachrichten fließen in Echtzeit in die Mail-Inbox des Nutzers ein, erklärte Entwickler Todd Jackson am Dienstag am Google-Stammsitz in Mountain View (US-Bundesstaat Kalifornien).
Buzz soll zudem im Gesumme der Masse die für den Nutzer interessante Inhalte finden und vorschlagen. Darüber hinaus kann Buzz die Ortungsdaten aus GPS-Smartphones nutzen. Für Android gibt es eine eigene Buzz-Anwendung, der eigene Standort lässt sich auch direkt von der Startseite der Mobil-Suchmaschine "buzzen". Auch wird das neue Nachrichtentool in die Ortsbeschreibungen von Mobile Maps integriert.

Google verknüpft also zahlreiche Datenquellen. Daß dies nicht ohne ist, musste auch Google nun einsehen, wie Christian Stöcker auf Spiegel Online berichtet:

Ein zentraler Kritikpunkt, der schon kurz nach dem Buzz-Start für einige Empörung sorgte: Der Dienst entschied erstmal selbst, mit wem seine Nutzer wohl befreundet waren. Google-typisch wurde ein Algorithmus bemüht, um aus einem Datenwust Informationen zu extrahieren - eine krasse Fehlentscheidung, wie sich nun zeigt. Und nicht nur das: Der Dienst teilte diese Einschätzung über den mutmaßlichen Freundeskreis auch jedem mit, der sich dafür interessierte.

Das ist natürlich ein ziemliches Unding in Sachen Datenschutz und Schutz der Privatsphäre, da der Nutzer keine Möglichkeit hatte, diese Datenpreisgabe zu limitieren. Google hat insofern auch schnell nachgebessert. Stöcker schildert noch andere Probleme und Beispiele in seinem Artikel, aber das kann ja jeder selbst dort nachlesen.

Mir geht es vielmehr darum, daß dies ein sehr schönes Beispiel darüber ist, was Google alles über einen weiß und wie sie es vernetzen und interpretieren können - und wie es manchmal zu falschen Ergebnissen führt. Google weiß viel über die Nutzer seiner Dienste. Ich bin sowieso kein Freund von Googles Dienste und meide sie soweit wie möglich. Insofern kann ich die Auffassung meines Blogger-Kollegen Oliver auch nicht teilen, der als Early-Adopter natürlich auch Google Buzz voller Begeisterung ausprobiert. Mag sein, daß Buzz ein nettes Spielzeug und faszinierend ist, aber letztendlich gibt man Google damit noch mehr seiner persönlichen Daten preis. Einem Unternehmen, das sein Geld damit verdient, Unmengen von Daten quasi sämtlicher Nutzer des Internets zu sammeln, zu verarbeiten und in bare Münze über Werbung zu verwandeln. Ein Unternehmen, daß entscheidet, was im Internet gefunden wird und was nicht. Einem Unternehmen, daß de facto nahezu ein Informations- und Wissensmonopol besitzt.
Und diesem Unternehmen soll ich freiwillig noch mehr Daten über mich und meine Freunde, Beziehungen und Geschäftspartner geben? Da sehe ich absolut keine Veranlassung für, sondern im Gegenteil sehe ich Buzz nur als weiteren Grund, die Dienste von Google noch stärker zu meiden als ohnehin schon.

Im Grunde hat Google in etwa die Position, die MicroSoft bei den Betriebssystemen hatte, nur ist das Monopol bei Google schwieriger greifbar, da es sich um Informationen handelt. Die mögen zwar auch ohne Google vorhanden sein, aber da "googlen" bereits schon im Duden als ein Synonym für die Suche im Internet ist, kann man sagen, daß etwas quasi nicht existiert, wenn es nicht von Google gefunden wird und in seinem Index enthalten ist. Bekommt Google nun noch mehr Macht über Informationen, zum Beispiel indem die User weitere persönliche Daten mittels Buzz bis hin zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort über das im Handy eingebaute GPS preisgeben, stärkt dies natürlich auch das Informationsmonopol Googles. Von Seiten Googles ist dies natürlich so gewünscht, daß der User stärker und umfassender an ihre Dienste gebunden wird, aber es kann nicht im langfristigen Sinne der Netznutzer sein, wenn ein einziges Unternehmen eine so herausragende Stellung im Netz einnimmt. Aus diesem Grund wäre es nur folgerichtig, wenn in nächster Zeit ein Monopolverfahren gegen Google eröffnet und die Aufspaltung Googles in einen Such- und in einen Konzern für Internetanwendungen gefordert werden würde. Eigentlich wäre dies nur konsequent, aber - wie schon erwähnt - dürfte es schwierig sein, Google eine marktbeherrschende Stellung nachzuweisen. Im Gegensatz zu Betriebssystemen lässt sich der Markt nur schwer fassen. Und wer soll klagen? Yahoo? Oder MicroSoft?

Bis dahin heißt es also selber Verantwortung übernehmen und seine Daten nicht allzu leichtfertig einem Unternehmen preiszugeben, bei dem man weder weiß, was es alles mit den Daten macht, noch zukünftig damit vorhaben wird.

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