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November 2009

ePetition: "Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen"

Peter Mühlbauer berichtet in Telepolis über "Immer weniger Ware" in den Verpackungen. Denn seit dem 11. April sind die Verpackungsvorschriften gefallen, die regelmentiert haben, daß in einer Tafel Schokolade z.B. 100 gr sein sollten. Oder eine Packung Milch eben 1 Liter umfasste. Nun aber können die Hersteller einfach weniger Produkt in ihre Verpackung tun und den Preis gleich lassen. Dem Käufer wird es in der Regel nicht auffallen, daß die Hersteller auf diesem Weg enorme Preissteigerung durchsetzen können.
Telepolis führt einige Beispiele an:

In einer [extern] Sammlung der [extern] Verbraucherzentrale Hamburg findet sich unter anderem der Hersteller Bertolli, der seine Nudelsoßen-Gläser zwar ein wenig verkleinerte - aber so, dass die Verringerung von 500 auf 400 Gramm nur beim direkten Vergleich mit der alten Variante auffällt. Gleiches gilt für die Herbal-Essences-Shampoos von Procter & Gamble (250 auf 200 Milliliter), Babylove-Pflegetücher (100 auf 90 Stück), Nivea-Creme-Seife (150 auf 125 Gramm), CD-Seife (150 auf 125 Gramm), Fa-Seife (125 auf 100 Gramm), Palmolive-Seife (125 auf 100 Gramm), Krunchy-Müsli von Barnhouse (750 auf 700 Gramm), Werther's-Sahne-Toffees von Storck (255 auf 225 Gramm), Milch-Kuh-Bonbons von Trolli (250 auf 225 Gramm) oder Hühnersuppe mit Tierfiguren von Maggi (4 auf 3 Teller).

Dies wird häufig äußerst fadenscheinig begründet, da man ja nur auf den Kundenwunsch reagiere (Iglo) oder das Beste für den Kunden möchte (Mars und eine "ausgewogene Ernährung"). Natürlich wollen alle diese Firmen nur das Beste des Kunden: sein Geld nämlich!
Übrigens kann ich mich auch noch persönlich daran erinnern, daß ein Mars-Riegel vor nicht allzu langer Zeit mal 65 Gramm wog und 60 Pfennig kostete.

Aber auch ansonsten ist mir schon seit längerer Zeit etwas beim Einkaufen im örtlichen Supermarkt names Rewe aufgefallen: statt die bisherigen Markenprodukte, die man so kennt und schätzen gelernt hat, findet man dort häufig nur noch die Hausmarke von Rewe. Nun mag es ja sein, daß hinter der Hausmarke von Rewe auch irgendein Markenhersteller steckt, aber das kann ich als Verbraucher nun leider nicht so ohne Weiteres nachvollziehen. Für Rewe hat es zweifelslos den Vorteil, daß die Handelskette mehr am Produkt verdient. Einen anderen Grund hierfür kann man sicherlich ausschliessen. Wenn der Kunde statt vier verschiedener Marken nur noch eine oder zwei zur Auswahl hat, steigert das natürlich die Wahrscheinlichkeit, daß er dann die Hausmarke nimmt, an der der Konzern entsprechend gut verdient. Der Kunde ist freilich derjenige, der das Nachsehen hat. Beworben werden solche "Hausmarken" natürlich mit dem Argument "Gut und günstig" oder anderen Schlagworten. Vordergründig also für den Kunden ein Vorteil, wenn er vorgeblich gute Qualität für einen günstigen Preis bekommt. Langfristig ist es aber ein Nachteil, wenn Konkurrenzmarken aus den Regalen verschwinden, da man dann nicht mehr als Kunde vergleichen kann, ob vielleicht doch der Markenhersteller mit seinem eigenen Produkt entweder eine bessere Qualität abliefert oder aber einen günstigeren Preis hat.
Wie man am Telepolis-Artikel ja sehen kann, ist den Herstellern keine Mogelpackung zu schade, um mehr Geld zu verdienen. Und ähnlich verhält es sich sicherlich auch mit der Angebotsverknappung: wenn erstmal die Markenprodukte weitgehend aus dem Regal verschwunden sind, hat der Kunde weder die Auswahl noch die Vergleichsmöglichkeit, sondern ist auf Gedeih und Verderb der Hausmarke ausgesetzt. Und das Praktische für den Handelskonzern: um den Profit noch weiter zu steigern, kann man irgendwann einfach den Zulieferer wechseln - statt des bisherigen Markenherstellers unter eigenem Hausmarkennamen dann einen Billigheimer aus Fernost oder woher auch immer.

Allerdings muss ich hier auch sagen, daß diese Masche von Rewe bei mir bzw. uns nicht unbedingt von Erfolg gekrönt ist, da wir zunehmend dann halt woanders einkaufen und der örtliche Rewe-Markt halt nur noch für kleinere Sachen bzw. Einkäufe aufgesucht wird. Ich weiß nicht, ob die Kundenabwanderung auch im Kalkül der Rewe-Manager war, als sie die Angebotsverknappung und die verstärkte Einführung ihrer Hausmarke beschlossen haben?

P.S.:
Mal schauen, ob es eine Reaktion von Rewe geben wird? Seit einiger Zeit hab ich per RSS-Feed einen treuen neuen Leser in Form von http://www.brandwatch.net. ;-)

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... und Zensur findet doch statt!

Es gibt mal wieder eine unterstützenswerte ePetition! Dieses Mal zum Thema "Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen":

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen.

Begründung

Die öffentliche Hand fördert Forschung und Entwicklung nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung jährlich mit etwa 12 Milliarden Euro. Die Ergebnisse dieser Forschung jedoch werden überwiegend in kostenpflichtigen Zeitschriften publiziert. Es ist nicht angemessen, dass der Steuerzahler für die von ihm finanzierten Forschungsergebnisse erneut bezahlen muss.

Wegen der hohen Kosten und der Vielzahl wissenschaftlicher Zeitschriften sind Forschungsergebnisse nur in wenigen Bibliotheken einsehbar. Den meisten Bürgern ist der Zugang zu der von ihnen finanzierten Wissenschaft dadurch nicht nur erschwert, sondern de facto ganz verschlossen.

Den Bürger von der Wissenschaft auszusperren ist nicht nur schädlich, sondern auch unnötig. Andere Länder haben vergleichbare Vorhaben bereits umgesetzt. Die US-Amerikanische Behörde National Institutes of Health (NIH) verlangt, dass alle von ihr finanzierten Publikationen binnen 12 Monaten an einem zentralen Ort öffentlich zugänglich sind. Die grundsätzliche Struktur des wissenschaftlichen Publikationswesen verändert sich hierdurch nicht.

Es geht also sozusagen um OpenAccess von wissenschaftlicher Forschung, die bereits vom Steuerzahler bezahlt wurde. Diese soll dem Bürger, nachdem er die Forschung und damit ja auch die Ergebnisse bereits bezahlt hat, kostenfrei zur Verfügung stehen. Hiervon würden auch die Forscher selber profitieren, da sie auf die Ergebnisse ihrer Kollegen ebenso zugreifen könnten, um damit z.B. ihre eigenen Forschungen zu untermauern oder aber kritisch kontrollieren zu können.
Es wäre also zum gegenseitigen Nutzen. Also heißt es wieder: Zeichne mit!

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Der Elektrische Reporter zum Thema "Digitale Entmündigung"

Im Zuge des Zugangserschwerungsgesetzes wurde von den Kritikern häufig angeführt, daß dadurch eine Zensurinfrastruktur geschaffen werde. Nun muss man allerdings feststellen: die Zensur findet nicht nur im Internet statt, sondern bereits im realen Leben, wie die Zeit (und andere) berichten:

Wie der Sprecher des Deutschen Historischen Museums gegenüber der ZEIT bestätigte, war eine große Texttafel, die sich mit der Situation von Migranten in Deutschland von 1989 bis heute beschäftigt, auf ausdrücklichen Wunsch des im Kanzleramt angesiedelten Kulturstaatsministers ausgetauscht worden. Das Ministerium hatte auch gleich die neue, genehme Formulierung geliefert.

Nun könnte man ja sagen, daß die "ausgetauschten" Sätze ja eigentlich harmlos seien, aber dem ist nicht so. Denn dadurch kehrt sich die Aussage der Tafel ins Gegenteil um: statt kritischer Betrachtung der Situation, wird nun das ganze in einem sehr positiven Licht für die Bundesregierung dargestellt. Die Zeit findet dementsprechend auch deutliche Worte für diesen Vorfall:

Das Bundesministerium hat mit dem Akt der Zensur nicht nur das Grundgesetz missachtet, es hat auch dem Museum geschadet. Ein Museum, dem ein Ministerium die Sicht auf die Dinge vorschreibt, kann man nicht ernst nehmen. Für Staatspropaganda, wenn man sie haben wollte, gibt es in dieser Republik das Bundespresseamt.

Insgesamt zeigt der Vorfall, wie niedrig die Hemmschwelle für die Politik derzeit ist, die ihr durch das Grundgesetz auferlegten Grenzen zu mißachten, zu ignorieren und zu übertreten. Dabei muss man wohl davon ausgehen, daß ein solches Vorgehen kein Einzelfall an sich ist, sondern eher insofern einer, weil die Einflußnahme bzw. die Zensur dieses Mal ans Licht der Öffentlichkeit geraten ist. Deshalb sind auch die Befürchtungen der Netzaktivisten mehr als berechtigt, daß mit dem ZugErschwG eine Zensurinfrastruktur errichtet wird.
Der Vorfall ist ja umso trauriger, weil ja im Grundgesetz explizit die Unabhängig der Kultur definiert wird und das Grundgesetz von der Regierung dieses Jahr zum 60. Jahrestag gefeiert wurde. Gleichzeitig aber hält die Regierung sich immer weniger an das Grundgesetz, sondern hebelt es vielfach aus, ignoriert es oder erlässt Gesetze, die sich gegen das Grundgesetz wenden. Der Wahrer und Hüter des Grundgesetzes wandelt sich so immer mehr zu einer Gefahr für eben dieses.
Das sollte eigentlich nachdenklich stimmen. So fällt die Aufgabe den Bürgern und Wählern zu, daß Grundgesetz zu schützen und zu bewahren, indem sie es aktiv leben und die ihnen garantierten Rechte ausgiebig nutzen und - wann immer nötig - auch einklagen!

Vielleicht würde es sogar Sinn machen, die Aktion "Grundgesetz lesen" jedes Jahr im öffentlichen Rahmen zu wiederholen?

UPDATE:
Und wer meint, daß dies ja nur ein absoluter Einzelfall sei, der möge doch bitte bei Netzpolitik.org lesen, daß im Bundesumweltministerium nach der Wahl nun auch der Zensor unterwegs ist und Atom-kritische Inhalte verschwinden.

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Kippt die Weitergabe von Bankdaten?

Der Elektrischer Reporter widmet sich dieses Mal dem Thema "Digitale Entmündigung: Was Dir gehört, gehört Dir nicht". Der Aufhänger zum Thema ist die Kindle-Aktion mit George Orwells Roman "1984", das aufgrund einer Rechtsstreitigkeit von Amazon auf den Geräten der Käufer, die das elektronische Buch gekauft hatten, gelöscht wurden. Der Bericht konzentriert sich dann aber ziemlich auf das Beispiel Apple und sein iPhone, bei dem der Hersteller bestimmt, welche Software auf das Telefon geladen werden darf und welche nicht.

Diese Firmenpolitik sehen viele als Entmündigung, denn schließlich hat man das Gerät ja ordnungsgemäß gekauft. Gewissermaßen hat man aber keinen Besitz daran, da der Hersteller die entsprechende Kontrolle behält, was auf diesem Gerät laufen darf und was nicht. Ändert man etwas an diesem Gerät, kann es dazu führen, daß der Hersteller bei einem Update der Software dafür sorgt, daß man das Telefon nicht mehr nutzen kann. Man hat also Eigentum erworben, ist aber nicht Eigentümer, sondern, wie die Hersteller es lieber sehen, hat lediglich ein Nutzungsrecht erworben, daß der Hersteller jederzeit entziehen kann.

Aber schaut euch den Bericht ruhig selber an...

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FoeBuD antwortet auf Leutheusser-Schnarrenberger

Wie schon mehrfach berichtet, haben die USA ja starke Begehrlichkeiten in Hinblick auf die Transaktionsdaten von Banküberweisungen in der EU, die über SWIFT abgewickelt werden.

Nun berichtete heute Heise, daß Deutschland dem EU-Vorhaben, mit dem der Plan von SWIFT, durch die Verlagerung von Servern in die Schweiz dem Zugriff der USA zu entziehen, verhindert bzw. durch die Hintertür der Zugriff wieder ermöglicht werden sollte, nicht zustimmen will. Besonders markant ist folgendes:

Die US-Terrorfahnder sollen ihre Anfrage begründen und "so eng wie möglich zuschneiden". Wenn die Anfrage nicht präzise formuliert ist, sollten alle relevanten Daten wie Name, Adresse, Konto- und Personalausweisnummer im Paket übermittelt werden. Die Fahnder hätten nicht nur auf Daten des internationalen Dienstleisters SWIFT, sondern auch auf die von nationalen Zahlungsverkehrsdienstleistern Zugriff.

Nicht nur, daß Daten übermittelt werden, wenn die Anfrage nicht präzise genug gestellt ist, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn eine Anfrage nicht präzise gestellt wird, sollte die Anfrage schlicht und ergreifend zurückgewiesen werden. Aber der eigentliche Knaller ist der, daß die USA gleich Zugriff nicht nur auf SWIFT bekämen, sondern auf *alle* Transaktionen bzw. Überweisungen in den Ländern der EU. Und: die USA können die Daten an andere Staaten weitergeben!

In Hinblick auf den Datenschutz und das frühere Bankgeheimnis ein absoluter GAU. Eigentlich undenkbar, daß fremde Staaten die Überweisungen von z.B. deutschen Bürgern kontrollieren können. Daß die USA also z.B. wissen, wieviele Miete ich an wen zahle oder welche Zeitschriften ich im Abo beziehe.

Recht unverständlich ist auch, daß bei diesem Thema kein Aufschrei der Empörung durch die Bevölkerungen der EU-Staaten geht. Sind die EU-Bürger schon so abgestumpft, daß sie es hinnehmen, unter dem Deckmäntelchen des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus ihre Privatsphäre gänzlich aufzugeben? Vermutlich aber wissen die Bürger gar nicht, was da im Hintergrund der Politik geschieht und welche Bedeutung das alles für sie als Bürger hat.
Hier muss also deutlich mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden, insbesondere weil es zu dem Thema eigentlich keine Berichterstattung in den etablierten Medien gibt. Die meiste Information hierzu findet sich im Netz: unter anderem bei Netzpolitik.org, Wikileaks oder in zahlreichen anderen Blogs. Nur sind dies halt Medien für Bürger, die sich selber informieren, während die etablierten Medien von Bürgern konsumiert werden, die sich informieren lassen. Wenn man so will, kann man diese zwei Formen in zwei Lager aufteilen: dem Pull-Bürger, der sich aktiv die Informationen (aus dem Netz) sucht, die ihn interessieren und dem Push-Bürger, der sich durch Medien über die Themen informieren lässt, die die Medien als interessant für die Bürger erachten. Dies muss aber natürlich nicht immer mit dem Interesse der Push-Bürger übereinstimmen, hat aber zur Folge, daß die Push-Bürger gar nicht über Themen, die sie betreffen, aber die irgendwelche Redakteure aus welchen Gründen auch immer als "irrelevant" erachten, informiert werden.

So wundert es dann auch nicht, wenn es keinen Aufschrei der Empörung in der Bevölkerung gibt, wenn a) diese Politik im Stillen bzw. im Hintergrund gemacht und b) darüber nicht in den Push-Medien berichtet wird. Die Bevölkerung ist quasi ahnungslos, weil solche Themen ganz einfach für sie nicht existieren - es wird ja nicht darüber berichtet. Dabei kann man schon fast von einer Methodik sprechen, denn auch andere Themen werden bevorzugt im stillen Kämmerlein vorbereitet und dann hastig durch die politischen Institutionen durchgepeitscht, wie z.B. ACTA. Es gibt sicherlich noch zahlreiche andere Beispiele, aber die hier alle aufzuführen, wäre eine echte Sisyphosarbeit.

Deshalb ist es auch recht überraschend, daß die neue Bundesregierung angeblich ihre EU-Botschafter angewiesen hat, dem Vorhaben in seiner "jetzigen Form nicht [zu]zustimmen". Natürlich läßt dies Raum für spätere Änderungen und die Möglichkeit, daß die USA dennoch Zugriff auf die Finanztransaktionen bekommen. Aber nach dem 1. Dezember hat das Europäische Parlament ein Wörtchen mitzureden und dort sitzen gewählte Volksvertreter, die sicherlich auch bei der nächsten Wahl wiedergewählt werden wollen. Und hier wird nun ein Schuh draus: wenn niemand über diese Machenschaften und Vorhaben der USA informiert ist, werden die Wähler nicht die Grundlage haben, ihre Stimme entsprechend denen zu geben, die nicht einfach Erfüllungsgehilfen der USA sind, sondern die Interessen der EU-Bürger im Sinn haben.

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Debian Sid, Asterisk and AVM FritzCard B1 PCI

Der FoeBuD e.V. hat eine Reaktion bzw. Antwort von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger auf die überreichten Unterschriften während der Koalitionsverhandlungen bekommen.
Wie bereits damals nach den Koalitionsverhandlungen festgestellt, hat sich nichts großartiges Neues in Sachen Datenschutz, Bürgerrechte oder Internetsperren ergeben, obwohl die Koalition das entsprechend als Sieg feierte. Der FoeBuD hat nun detailliert (erneut) dazu Stellung genommen. Sein Fazit:

Es wäre sicherlich falsch, sich große Hoffnungen zu machen, dass die Regierungskoalition Bürgerrechte wirklich ernst nimmt und den Kurs des Sicherheitswahns ändern wird. Lediglich das Zugangserschwerunggesetz (vulgo "Zensurgesetz") soll ein Jahr per Anweisung ausgesetzt werden. Abzuwarten und zu beobachten bleibt allerdings, welche Signale und Impulse aus dem Justizministerium kommen werden. Dies ist schließlich in der Person von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger mit einer ausgewiesenen Bürgerrechtlerin als Minsterin besetzt. Diese braucht Unterstützung - durch Druck von der Straße.

Dem kann man sich nur anschließen: Es heißt also weiterhin Druck auf die Politik aufbauen und die Themen Bürgerrechte und Datenschutz in der Bevölkerung (wieder) ins Bewußtsein der Wähler und vor allem auch der Nichtwähler bringen.

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Opel und die Übernahme

At work I'm currently working on IP telephony with Cisco products, so it's a natural thing to try similar at home as well. I've a AVM Fritz B1 PCI card, hooked up that to the ISDN PSTN and see some calls coming and going in the syslog. Then I installed asterisk packages and now the problems arise:
Is there a current HowTo or a good documentation how to setup asterisk with an AVM Fritz B1 PCI card? There seems to be some older stuff on the net. One describes the installation with CAPI, another one with mISDN. mISDN seems to be missing in Debian for whatever reasons. It would be nice to know for sure what ISDN stack I need to deal with: hisax, CAPI or mISDN.
The next step would be the proper configuration of asterisk, which is already complex enough compared to the commercial products... ;-)

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Merkels Schwammigkeit

Interessantes gibt es ja nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft, wobei man das eine ja nicht unbedingt immer vom anderen unterscheiden bzw. trennen kann. Nachdem General Motors nach monatelangem Verkaufshickhack nun seine europäischen Töchter Opel und Vauxhall behalten will, hab ich ja eigentlich nur darauf gewartet, daß nun auch die Rechnung für die Verhandlungen (zu Recht!) präsentiert wird. Laut Spiegel Online will Magna wohl um die 100 Mio. Euro von GM fordern:

Der gescheiterte Opel-Bieter Magna International zeigen fordert nun von General Motors (GM) bereits investiertes Geld zurück. Magna-Vizechef Siegfried Wolf sagte dem ORF-Inforadio Ö1 am Dienstag: "Es war in der Tat eine große Summe, weil ja auch ein komplexes Thema zu lösen war."

Es gehe um rund hundert Millionen Euro, berichtete der ORF unter Berufung auf informierte Kreise. Der entscheidende Posten der Rechnung ist dem Vernehmen nach das Opel-Rettungskonzept, das Magna gemeinsam mit Juristen und Unternehmensberatern erarbeitet hat.

Die Summe von 100 Mio. Euro erscheint mir zum einen recht hoch für eine Zusammenarbeit mit "Juristen und Unternehmsberatern", zum anderen aber auch nicht. Zumindest Unternehmensberatungen sind ja auch in der Vergangenheit immer mal durch recht großzügige Beratungshonorare aufgefallen, ohne daß ich das nun vor dem Frühstück mit Quellen belege.
Richtig ist, meiner Meinung nach, daß GM für diese Verkaufsfarce über Monate hinweg, die Rechnung präsentiert bekommt. Das Traurige ist halt vermutlich wieder einmal, daß die Rechnung nicht die Manager aus eigenen Taschen bezahlen, sondern zum einen die Mitarbeiter durch Einsparung wie Verzicht auf Gehalt, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld oder auch durch Stellenabbau und zum anderen der Verbraucher durch höhere Preise, denn die Verhandlungskosten werden sicherlich wie auch die Sanierungskosten auf die Verkaufspreise der Autos aufgeschlagen.

Ich bin ja stark dafür, daß die Manager ruhig viel Geld verdienen dürfen - wenn sie denn auch die entsprechenden Risiken tragen und für entsprechende Fehlentscheidungen belangt werden.

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Einmal Foto und zurück!

Heute hat Angela Merkel, alte und neue Bundeskanzlerin, ihre Regierungserklärung im Parlament vorgetragen. Dies scheint sie in ihrer unvergleichen, unaufgeregten Art und Weise getan zu haben. Man könnte auch "langweilig" dazu sagen. Wenn man die Spiegel Online Artikel liest, wird das zum Beispiel an solchen Sätzen deutlich:

Stattdessen stimmt sie die Deutschen auf harte Zeiten ein. "Die Probleme werden noch größer, bevor es wieder besser werden kann", sagt Merkel. Und vielleicht wird es auch gar nicht besser. "Wir können scheitern, oder wir werden es schaffen. Und ich will, dass wir es schaffen." Ja, was denn sonst, ätzt da einer auf der Tribüne.

Kurzum kann man dies auch mit einer alten Bauernweisheit kommentieren: "Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter - oder es bleibt, wie es ist!"
Der Bürger darf also weitere 4 Jahre des Aussitzens von Problemen der Regierung Merkel erwarten. Doch, halt! Etwas schwung bringt die Regierung Merkel ja in die politische Landschaft wie Harald Terpe, MdB B90/Grüne, per Twitter verlauten ließ:

#Merkel jetzt kommen die Geschenke an die Atom- und Kohlelobby: Wiedereinstieg und #CCS

Auch in Sachen Gesundheits- und Sozialpolitik ist mit Schwarz-Gelb sicherlich kein Blumentopf zu gewinnen oder eine wesentliche Erneuerung zu erwarten.

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Guthaben ist was feines...

Da hab ich heute die Fotoausrüstung bis nach Hamburg und zurück geschleppt, in der Hoffnung mal ein Foto von Itzi machen zu können, aber vor lauter Arbeit nicht dazu gekommen bin, musste ich ja wenigstens noch einen Grund haben, wieso ich die D90 mitgeschleppt habe. Ohne (Foto-)Trophäe geht es nicht nach Hause! Und hier ist sie:

Rostocker Ständehaus bei Nacht

Und als Beweis, daß ich überhaupt in Hamburg war, musste doch noch das N97 herhalten:

Hamburg Hbf aus dem IC nach HRO
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