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August 2009

ePetition: "Keine verdachtsunabhängige Weitergabe von Daten an andere Staaten"

Oh well... there seems to be a new firmware out for the N97, but mine has still V 10.0.012 with special version 10.0.012.246.03, which seems to be the version of the telephone provider, namely Vodafone. Yes, it's branded.
Because the newer firmware seems to fix some annoying issues, I wonder how to get this new firmware on my N97. Via software update and the Nokia website it's been telling me that I already have the newest firmware, but from other N97 users I've been told that there's at least a V 11.something. I'm somewhat cowardly hesitating in using some strange tools and procedures from the internet to fix this problem all by myself. Maybe I should visit the Nokia shop again where I've bought the N97 and ask them to do it for me. I guess there are more experienced with firmware updates... uhmm...

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Wolfgang Rudolph, der Computerclub2 und die Grundrechte

Wem seine Daten lieb sind, insbesondere seine Bankdaten, der sollte mal wieder eine unterstützenswerte ePetition mitzeichnen:

Bankenwesen - Keine verdachtsunabhängige Weitergabe von Daten an andere Staaten

Darin geht es, laut Petitionstext, um folgendes:

SWIFT: Der Bundestag möge sich dafür einsetzen, dass Bankdaten nicht verdachtsunabhängig an Behörden anderer Staaten weitergegeben werden.

Begründung

In Deutschland bestehen klare Grenzen bei der Informationserhebung und Nutzung von Telekommunikations- und Bankdaten. Es ist daher nicht einzusehen, warum Bankdaten von Bundesbürgern über den Umweg eines Privatunternehmens dritten Staaten, insbesondere den USA, zu Verfügung gestellt werden sollten, in denen diese strengen Standards nicht gelten bzw. nicht kontrollierbar sind.
Die Begründung „Terrorabwehr“ ist zu allgemein gehalten, als dass sie einen so massiven Eingriff in die Privatsphäre der Bürger rechtfertigen könnte. Die verdachtsunabhängige Übermittlung privater Daten sollte daher unterbleiben.

Über SWIFT werden sämtliche Transaktionen von Banken abgewickelt, also Überweisungen, Daueraufträge, Abbuchungen mit EC- oder Kreditkarte, etc. Das heißt, daß mit der Weitergabe dieser Daten, von jedem EU-Bürger ein ausführliches Profil über seine Finanztransaktionen erstellt werden kann. Und eben diese Daten werden seit dem 11. September unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terror in die USA übermittelt. Das ist umso schlimmer, weil die USA keine vergleichbaren Datenschutzrichtlinien haben. Insbesondere bewahren die USA die Daten unverhältnismäßig lange auf. Teilweise über Zeiträume von 50 Jahren. Und niemand kann sagen, wie diese Daten dort miteinander verknüpft werden.

Also: Zeichne mit!

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Hörempfehlung: Chaosradio Express #135

Wer damals ab 1981 an Computern interessiert war, kam faktisch nicht um *DIE* Computersendung im deutschen Fernsehen herum: dem WDR Computer! Doch 2003 wurde die Sendung abgesetzt, was aber die bisherigen Moderatoren, Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph, nicht am Weitermachen gehindert hat: der Computerclub2 war geboren.

Wer die beiden Wolfgangs aus dem damaligen Fernsehen noch kennt und lebhaft in Erinnerung hat, wird sich an ruhige, gemütliche und besonnene Zeitgenossen erinnern. Doch das scheint jetzt (vorübergehend) der Vergangenheit anzugehören, denn wer sich eine der letzten CC2 Sendungen mal angeschaut hat, der wird einen mitunter recht aufgebrachten Wolfgang Rudolph gesehen haben. Wer die letzten Sendungen verpasst hat, für den bietet sich auf http://www.cczwei.de/ die Möglichkeit dies nachzuholen und bekommt dort auch gleich einen Ausblick auf die nächste Sendung, die auch nochmal begründet, warum sich Wolfgang Rudolph so aufregt:

Manchmal lassen sich Termine einfach nicht so planen, dass alle Beteiligten damit glücklich sind. So ging es uns mit einem Termin mit Gerhart Baum, den wir seit ca. 1 Jahr planten. Wenn jetzt Leser fragen: "Gerhart Baum" - wer? Die das fragen, sind noch jung an Jahren. Die etwas Älteren können mit dem Namen etwas anfangen. Von 1978 bis 1982 war Gerhart Baum Innenminister der Bundesrepublik Deutschland und er betätigte sich auch nach seinem kollektiven Rücktritt weiterhin als Rechtsanwalt und Kämpfer für die Grundrechte der Demokratie.
Wer jetzt fragt, was hat denn so einer im Computerclub zu tun?, der versteht nicht die Motivation der Macher. Wir sind besorgt, dass es mit unseren Rechten und mit unserem Hobby ständig bergab geht, weil da irgendwelche dubiosen Staatsmächte uns eine Freiheit nach der anderen nehmen.
Vor allem die jungen Leute müssen gegen diese schleichende Erosion vorgehen und manche Entscheidung der Staatsmacht eben nicht abnicken, sondern Protest einlegen. Denn sie müssen noch lange mit den weggenommenen Freiheiten leben. Dieser Protest muss immer stärker artikuliert werden, damit Politiker sich aus ihrem Sessel erheben müssen.

[...]

Immerhin ist G. Baum so viel am Computerclub gelegen, dass er selbst in unser Studio kommt, um direkt mit uns zu diskutieren.
Noch einmal gesagt: Wir müssen alle gemeinsam dafür sorgen, dass unser Hobby, wie wir es heute ausführen können, morgen plötzlich nicht durch Stoppschilder gebremst wird. Jetzt ist die Zeit, wo wir noch "kleine" Entscheidungen selbst beeinflussen können.
Ich höre schon wieder die dummen Sprüche "Mich interessiert das nicht" - Leute geht wählen und haltet die Demokratie hoch. Oder wollt ihr etwa Ergebnisse akzeptieren, die in Teheran veröffentlicht wurden oder gar zurück zur DDR Wahl wandern? 99,9 Prozent für die SED?
Werdet wach und macht mit. Die Jugend hat das Zepter in der Hand.

Was muss also passieren, daß ein durchaus angesehener und etablierter Journalist/Redakteur/Moderator so dermaßen klare Worte findet und das nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach?
Ist dieses Geschwätz von Bedrohung der Bürgerrechte nicht nur ein Hirngespinst von jungen Netzbürgern, die einfach nur um die Freiheit des Internets besorgt sind? Besorgt darüber, daß man ihnen ihren Spielplatz dichtmachen und mit speziellen Gesetzen zupflastern will? Ist es vielleicht nur alles halb so schlimm, wie es uns diese Internet-Nerds Glauben machen wollen?
Oder hat es einen Grund, warum nicht nur Juli Zeh und Ilja Trojanow in ihrem gerade erschienenen Buch "Angriff auf die Freiheit", sondern auch der FDP-Politiker und frühere Innenminister Gerhart Baum in seinem Buch "Rettet die Grundrechte" vor einer Erosion der Freiheit und der Grundrechte warnen? Und Baum ist dabei kein Unbekannter: erfolgreich hat er vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Großen Lauschangriff, das Luftsicherheitsgesetz und Verfassungsschutzsgesetz in NRW geklagt. Darüberhinaus hat er dort Klage gegen die Vorratsdatenspeicherung eingereicht.

Sind alle diese angesehenen Leute nun nur gegen die Sicherheitsgesetze, weil sie nichts besseres im Rentenalter zu tun haben, oder steckt da wirklich etwas dahinter? Substanz etwa? Ist es berechtigt, daß sich ein Computersendung-Moderator mit allen ihm zur Verfügung stehen Mitteln gegen diese Erosion der Freiheit und der Grundrechte einsetzt. Daß er nicht nur auf die Palme geht, sondern wieder runter und die nächste Palme gleich wieder hinauf?
Daß sich ein anerkannter Jurist und Innenminister a.D., der zu seiner Amtszeit die Hochzeit der RAF in Deutschland miterlebt hat, mittels Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Einschränkung der Bürgerrechte wehrt und per Streitschrift zur "Rettung der Grundrechte!" aufruft - kann da nicht doch etwas Wahres dahinterstecken?

"Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)

Der Kern des Problems ist die schleichende Erosion der Grundrechte und der Freiheiten. Aufgrund der vielen kleinen Schritte ist man als Bürger natürlich viel eher gewillt, diese Einschränkungen der Freiheit hinzunehmen als man es waere, wenn viele Einschränkungen auf einen Schlag durchgesetzt werden würden. Aussagen wie "... aber man muss doch was gegen diese Kinderpornos tun!" oder "Wenn das Leben dadurch sicherer wird, dann muss man halt ein bißchen Freiheit opfern..." zeugen davon, daß dieser schleichende Prozeß erfolgversprechend ist.
Und so wird eine Freiheit nach der anderen eingeschränkt und einer trügerischern Sicherheit geopfert. Denn sicherer wird die Welt dadurch nicht und es werden auch nicht weniger Kinder mißbraucht, nur weil vor einigen Webseiten nun ein virtuelles und leicht zu umgehendes Stoppschildchen steht. Stattdessen wird man sich wundern, warum es keine kritischen Stimmen mehr geben wird, wenn erst einmal die Zensurinfrastruktur steht. So wie in Österreich z.B., wie Heise heute gemeldet hat.

Manchmal erinnert mich dieser schleichende Prozeß an die Animal Farm / Farm der Tiere von George Orwell: die Schweine stellen sich Stück für Stück über die anderen Tiere und unterdrücken diese dann. Auch hier ist der Prozeß schleichend, so daß die übrigen Tiere jede kleine Veränderung zum vermeintlichen Wohle aller hinnehmen, am Ende aber von den Schweinen ausgebeutet werden. Auch wenn Orwell sich ursprünglich auf die Verwässerung der sozialistischen Ideale bezogen hat, ist das Buch in Hinblick auf diesen schleichenden Prozeß und die vielen kleinen Schritte beispielhaft auch für das Vorgehen der Politik nicht nur seit dem 11. September, sondern bereits seit Jahrzehnten.
Der CRE135 Podcast führt dies auch sehr schön aus.

Ebenso kann man dort auch hören, daß z.B. in Großbritannien unter dem Deckmäntelchen der Terroristenbekämpfung Kinderspielplätze nur deshalb videoüberwacht werden, weil die Kinder sich aufgrund der Lautstärke "nicht sozial benähmen".

Wer also meint, dies seien alles Hirngespinste von irgendwelchen Leuten, die einfach zuviel Zeit im Internet verbringen, der sollte sich ruhig mal abseits der etablierten und nur Agenturmeldungen abschreibenden Presse und Medien informieren. Und sich selber fragen, ob die Welt mit biometrischen Reisepässen, Fingerabdrücken, Datenübermittlungen in die USA, Einschränkung bzw. Aufhebung des Bankgeheimnisses und anderer Maßnahmen zur "Wahrung der Sicherheit" die Welt wirklich sicherer geworden ist?
Finden nun weniger Kriege statt? Sterben nun weniger Menschen? Gibt es weniger Bombenattentate? Werden weniger Kinder mißbraucht?

Die Antworten zu finden ist nicht leicht, denn die etablierten Medien berichten ungern über sowas. Dienstwagenskandale sind offenbar interessanter. Aber es ist nicht unmöglich! Man muss nur selber wieder anfangen zu denken und die Dinge zu hinterfragen und sich unabhängig informieren!
Denk! Selbst!

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N97 oddities

Da ich ja in den letzten Tagen etwas durch RL-Aktivitäten abgelenkt war ;-), bin ich leider erst gestern spät abends via Netzpolitik auf die neueste Folge vom Chaosradio Express aufmerksam geworden:

CRE135 als MP3

Zu Gast sind dieses Mal Ilja Trojanow und Juli Zeh, die Autoren des Buches "Angriff auf die Freiheit", zum Thema "Mut zur Freiheit - Ein Versuch den Zusammenhang von Angst, Freiheit, Gesellschaft und Solidarität zu verorten".
Ich konnte gestern abend nur kurz reinhören, da diese Ausgabe gut 2.5h lang ist. Aber ich denke, auch dieses Mal werden wieder einige interessante Themen auf den Tisch kommen.

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Wieder da!

Well, I've been playing around with my new N97 for some days now and so far I'm quite satisfied. Except for some minor things that annoy me. For example, the internet connection is lost when I'm going away from home and thus leaving my wireless LAN. Intead of silently switching to the next available network like UMTS or GPRS/Edge, the application or the phone states that it can't reach the internet gateway.
Another annoying oddity is the default email app. Every time I reboot the phone (power off/power on) it's nagging me to configure the email app. And it doesn't seem to like strong (self-signed) SSL certs. This applies to ProfiMail as well. The app does ask if I want to accept the cert forever, but then it fails:

Aug 17 22:13:43 muaddib dovecot: imap-login: Disconnected (no auth attempts): rip=90.186.37.70, lip=192.168.0.1, TLS handshaking: SSL_accept() failed: error:140943F2:SSL routines:SSL3_READ_BYTES:sslv3 alert unexpected message

When I choose to accept the cert for just this session/connection it works perfectly.

Ah, and yes, ProfiMail seems to be way better than the default mail app.

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Gestern bei der Standesamtlichen: Hochzeitskutschen

So, kurz nach 23 Uhr wieder in Rostock. Gerade noch rechtzeitig, um den heutigen Blogartikel zu verfassen. Aber mehr als eine kurze Statusmeldung kann man von mir heute nicht mehr erwarten. Morgen hab ich dann nochmal einen Tag zwecks Erholung frei. Zum Glück! :-)

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Wahlwerbungen: die SPD über die CDU

Nur mal so als eine kurze Statusmeldung über die laufende Hochzeit meines Bruders... zwei verschiedene Hochzeitskutschen:


Hinfahrt Rückfahrt

Heute ist dann die kirchliche Trauung. Das wird sicherlich auch nochmal stressig und viele Bilder ergeben. Bisher sind es schon ca. 10 GB (JPEG+RAW).... ;-)

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Buchtipp: Angriff auf die Freiheit

Dieses Jahr ist ja Superwahlwahr und das Jahr des Online-Wahlkampfes nach Obama-Vorbild. Daß das in Deutschland, dem Land der Internetausdrucker, eh schon von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, ist eine andere Sache, aber manchmal bringt der Wahlkampf ja auch mal nette Sachen hervor. In diesem Fall ein Wahlwerbespot der SPD über die CDU:

Nun zeigt der Spot nicht unbedingt, daß die SPD die besseren Lösungen für die anstehenden Probleme hat, aber es wird schon gezeigt, daß die derzeitige Kanzlerin von ihrem Vorgängern das "Ich sitze die anstehenden Probleme einfach aus!"-Verhalten sehr gut übernommen hat. Merkel ist meiner Meinung bisher die unauffälligste und stillste Politikerin, die ich bisher kenne. Ich könnte nun auf Anhieb nicht sagen, welche großen politische Entscheidungen sie zu verantworten hat. Außer vielleicht die Mehrwertsteuererhöhung auf 19% zu Beginn der großen Koalition.

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Kurzurlaub

Spiegel Online bewirbt sozusagen das Buch "Angriff auf die Freiheit" von Ilija Trojanow und Julia Zeh und führt mit der Co-Autorin Zeh ein Interview über das Buch:

SPIEGEL ONLINE : Dafür, dass Sie eine breite Öffentlichkeit ansprechen wollen, tragen Sie im Buch aber ganz schön dick auf mit Sätzen wie diesem: "Schon bislang darf der britische Geheimdienst alles abhören und speichern, braucht dafür aber jeweils eine Erlaubnis des Innenministers, die allein im Jahre 2007 etwa 500.000mal angefordert wurde. Eine derart umfassende Kontrolle hat es noch nie gegeben, nicht unter Nero, Henry VIII, Louis XIV., Napoleon, Franco, nicht einmal unter Hitler und Stalin."

Zeh: Ja, wir packen die Leser sozusagen am Kragen und schreien ihnen ins Gesicht. Das Buch "Angriff auf die Freiheit" ist für meine Verhältnisse ungeheuer einseitig und polemisch ausgefallen, ich schreibe sonst anders. Aber uns schwebte ein bisschen so eine Strategie vor wie die des US-Regisseurs Michael Moore. Dessen Filme bedienen sich der billigsten Mittel, um eine Meinung zu vertreten. Aber vielleicht ist genau das notwendig, wenn die Gegenseite ebenfalls zu derlei Mitteln greift. Wir wollten uns dafür nicht zu fein sein.

Ich hab zwar das Buch selber noch nicht gelesen, aber da das "die Leser sozusagen am Kragen und schreien ihnen ins Gesicht" inzwischen notwendig ist, damit alle anderen Mitbürger und -wähler auch für das Thema sensibilisiert werden, empfehle ich das Buch mal ungelesen weiter. Demnächst ist ja Weihnachten und Bücher zu verschenken ist immer eine gute Idee. Ganz besonders, wenn es darum geht, Recht und Freiheit zu bewahren. Bei Amazon kann man das Buch schon vorbestellen - auch als Hörbuch.

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Neuer Wahlwerbespot der Piratenpartei

Irgendwie bin ich heute noch nicht zum bloggen gekommen, weil wir heute zu einem Kurzurlaub Richtung Osnabrück aufgebrochen sind. Grund: mal wieder eine Hochzeit in der Familie.
Aber ich war trotzdem nicht ganz untätig! Seit gestern abend schiebe ich die Bilder von der Dienstreise in die Gallery. Wenn alles oben und fertig ist, gebe ich hier natürlich den Link bekannt.

Aber mal schauen, wie ich in den nächsten Tagen zum bloggen komme. Dank N97 sollte das zum Glück kein großes Problem sein, wie man an diesem Artikel schon sehen kann! :-)

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