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Aus der Geschichte lernen?

Regelmäßige Leser des Blogs kennen mich als Mahner, daß wir aus unserer Geschichte lernen sollen, um die gleichen Fehler von damals im Heute oder der Zukunft zu vermeiden. Doch geht das überhaupt, aus der Geschichte lernen? Susanne Ebrecht hat hierzu einen lesenswerten Artikel in ihrem auch ansonsten empfehlenswerten Blog geschrieben: Why we can't learn from Holocaust

Die Überschrift ist natürlich ein bißchen eye-catchy, aber lesenswert ist der Artikel natürlich trotzdem, auch wenn ich natürlich mit dem Ergebnis, daß wir nicht aus der Geschichte lernen können, überhaupt gar nicht übereinstimme. Susanne schreibt: 

The youngest people who can remember the Second World War are already around 100 years. The contemporary witnesses are almost died out. We are in third generation after the war. The fourth generation will be born in a few years.

However, what did we learn? What is faded? Did we learn something at all? What did we learn from wars? Isn't all just always repeating? Aren't we running already into the next insurgence? Why can't we learn from history?

Ja, in der Tat. Vor kurzem ist Stéphane Hessel gestorben, was diesen Exodus an Zeitzeugen des Nazi-Terrors gut beschreibt. Auch wenn die letzten Zeitzeugen nun bald gestorben sind, leben wir im westlichen Europa doch in einer sehr langen friedlichen Zeit ohne Kriege. Es gab aber im südöstlichen Europa (Balkan) in den 90ern schreckliche Kriege, als der Eiserne Vorhang fiel. In der restlichen Welt gibt es aber immer noch viele Kriege und auch die sich ansonsten so friedlich gebenden Europäer mischen da fleißig mit.

What should we learn from Holocaust?

How could it happen at all? What was the causation?

When I was a school girl we had to read "The Wave" written by Morton Rhue. An American history teacher made an experiment with his class and showed that facism isn't far away - that facism is all around and in us.

The book made me thinking. The book shaped who I am. It showed the danger to me. It helped me to understand how the Holocaust could happen. It also showed me how we should behave so that it won't happen again. How we should behave to break the horror loop.

In der Tat: "Die Welle" (engl. Original: "The Third Wave") sollte eigentlich jeder gelesen haben. Es gibt eine amerikanische und eine deutsche Verfilmung des Stoffs. Ich halte die amerikanische für besser, die aber leider nicht aufzufinden ist.

We should have learned that we won't follow a command without thinking. That we always first think about what we are doing. That we always bear the full blame for all what we are doing, what we are thinking and what we won't do. We should learn to take stock of all what we are doing. We should learn to go into ourselves to reflect if we really are able to bear the burden, to figure out if we will be in balance with our mind, if we can have a good mind by doing what we plan to do. Instead of blind following commands we should just do for what we really are willing to bear the burden.

Additionally we should learn that we never should command other people. We should not pressure our will to others. We should accept other opinions. We should not denounce people having other opinions.

Was Susanne hier schreibt, kann man eigentlich nur unterstützen, aber gerade wir Deutschen scheinen einen Sinn für Obrigkeitsdenken und -gläubigkeit zu haben. Viele Leute wissen oder haben es im Gefühl, daß es in der Politik zum Beispiel nicht mehr so weiterlaufen kann, wie bisher. Trotzdem wählen sehr viele Leute konservative Parteien (CDU/CSU, teilweise SPD), die mit ihren immer gleichen Ansätzen zur Problemlösung diese Probleme eigentlich immer weiter verschlimmern, anstatt sie mit neuen Ansätzen zu lösen.

Es ist für einen selber ja auch sehr viel einfacher, in der Masse der Befehlsempfänger mitzulaufen, anstatt selber das Denken anzufangen und zu opponieren, wenn man etwas falsch findet. Die "da oben" haben auch nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen, sondern sind in ihrer Filterblase aus Beratern und Lobbyisten gefangen, wenn man sie da nicht regelmäßig herauszerrt und erdet. Diese Angst, aus der großen Masse auszubrechen, spricht Susanne ebenfalls an:

But the human fear to expel themself from the collective just because of having a different opinion is so big that most people just will follow the collective without thinking.

Aber genau das ist eigentlich notwendig, wenn wir die Gesellschaft nach vorne bringen wollen. Handeln wir immer nur wie bisher, dann können wir eben nicht aus der Geschichte lernen, sondern wiederholen sie bloß immer nur. Auf der einen Seite bewundern wir an Gedenktagen zum Beispiel die Widerstandskämpfer gegen die Nazis, aber der anderen Seite gehen wir dann unserem täglichen, duckmäuserischen Habitus weiter nach. Doch warum tun wir das?

My friend Gwenn Dana helped me understanding why we can't learn from Holocaust.

She made researches of some historical documents and figured out that you already will find educational advertising about these topic in Thomas gospel. Already 2000 years ago you can find free thinkers who understood that people need to learn a different way of thinking when you want to stop horrible tortures.

By studying Maharishi Maresh Yogi theories Gwenn Dana found that he thought that the critical mass to break the system is reached when there is one percent of understanding people.

It also was Gwenn Dana who showed me by taking historical examples what will happen when the system will break. She described it so nice within our dialogue that I just want to translate and quote her:

<quote>
Our country already has reached the state that we create laws where you can ask afterwards "Why didn't you anticipate it? Were you sympathic to the system?"

They all fall into the trap of beeing unable to establish a collective. Napoleopn, Che Guevera, Stalin, all the rebellion leaders. At the end the first who succumbed were the bishops who wanted to opposite the Roman country but in same move they founded a new empire under a Papa called "church" in which you can get lost same way.
<end of quote>

Die freien Denker, wie es im Artikel von Susanne heißt, sind schon enorm wichtig. Früher waren dies mal unseren "Intellektuellen". Künstler, Schauspieler, Schriftsteller, Philosophen, Sänger, Liedermacher. Heute sitzen diese nur noch in Talk Shows und stellen ihr neuestes Buch, Album oder Film vor. Gesellschaftliche Diskussion? Fehlanzeige! Es bringen also immer weniger Leute die freien Gedanken unter die Leute. Somit wird natürlich auch das kritische Quorum nicht erreicht, egal ob es nun bei 1% oder 10% liegt.

Aber ich denke schon, daß wir aus der Geschichte lernen können. Das impliziert aber natürlich, daß wir uns mit unserer Geschichte befassen und auch daraus lernen wollen. Und vor allem, daß wir das Gelernte nicht vergessen! Denn da sehe ich das eigentliche Problem der im Artikel-Titel gestellten Frage, warum wir nicht aus dem Holocaust lernen können: Lernen können wir schon, aber wir dürfen nicht vergessen und müssen uns immer wieder aufs Neue damit beschäftigen und uns daran erinnern. Und es darf uns nicht egal sein. Wir müssen den Mut haben, Unrecht zu benennen, wenn wir ihm begegnen. Mut kostet Kraft, aber wir müssen heute vielfach nicht um unser Leben fürchten, wie es die Widerstandskämpfer damals mussten. Deshalb sollte es uns eigentlich ein Leichtes sein, diesen Mut zu beweisen und uns einzumischen, nicht zu vergessen, mitzumischen und dafür zu sorgen, daß wir eben doch aus unserer Geschichte lernen können.

Es liegt an jedem selbst und jeder hat die Macht, dazu beitragen, daß wir Geschichte nicht bloß wiederholen.

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Internationaler Black Out Day gegen Internetzensur

Heute ist Internationaler Black Out Day gegen Internetzensur. Wie wichtig das Engagement gegen die Bestrebungen ist, das Internet zensieren zu wollen, muss ich den regelmäßigen Lesern des Blogs ja nicht mehr erzählen. Den anderen sei der Artikel zum Thema bei der Piratenpartei ans Herz gelegt. Katharina Nocun wird darin wie folgt zitiert:

Katharina Nocun, Themenbeauftragte für Datenschutz der Piratenpartei Deutschland, resümiert: »Der digitale Wandel stellt Medienlandschaft und Politik vor neue Herausforderungen, denen man nicht mit der Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit begegnen darf. Vorratsdatenspeicherung, Standards für Abhörschnittstellen bei Sozialen Netzwerken und Bestrebungen einzelner Staaten für mehr Überwachung im Netz auf völkerrechtlicher Basis zeichnen eine bedenkliche Tendenz hin zu weniger Freiheit und mehr Überwachung. Dass am Tag vor dem Welttages gegen Internetzensur eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes in Sachen Bestandsdatenauskunft verhandelt wird, ist natürlich ein Skandal! Ebenso skandalös ist, dass deutsche Software in autoritäre Regime exportiert wird und dort zur Verfolgung und Unterdrückung von Bloggern, Aktivisten und Journalisten eingesetzt wird.

Zugleich wird immer wieder versucht, die Auskunftsrechte bei Presseanfragen einzuschränken, anstatt digitale Medien für eine umfassende Transparenzinitiative zu nutzen. Die Politik muss begreifen, dass Blogger und Bürger in der Berichterstattung der Zukunft durch das Internet eine größere Rolle spielen. Anonymität im Netz und Schutz vor Verfolgung muss auch bei Online-Journalisten und Bloggern gewährleistet werden.«

Natürlich ist es nicht mit einem kleinen Script, was die Webseite schwarz färbt getan. Man muss sich beständig dafür engagieren, daß das Internet frei und allgemein zugänglich bleibt, ohne daß Inhalte einfach wegzensiert werden dürfen. Dies ist auch im Grundgesetz so in Artikel 5 des Grundgesetzes verankert: 

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

"Eine Zensur findet nicht statt." So steht es zumindest in der deutschen Verfassung. Dennoch muss gesagt werden, daß deutsche Unternehmen fleißig Zensurtechnologien exportieren, die in den dortigen Ländern wie zum Beispiel Syrien oder Ägypten zur Unterdrückung der Menschen eingesetzt werden.

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SMVcon in Warnemünde

Heute und morgen finde im Technologiepark Warnemünde die SMVcon der Piratenpartei MV statt, also eine Konferenz zu und über die Ständige Mitglieder-Versammlung innerhalb der Partei. Mit Hilfe der SMV versucht will die Piratenpartei neue Wege in der basisdemokratischen Beteiligung finden. Rund 40-60 Piraten sind schätzungsweise der Einladung nach Rostock gefolgt und diskutierten in der unvergleichlichen Art und Weise der Piratenpartei das Für und Wider dieser neuen Beteiligungsform im Internet, die zwar nicht die Bundesparteitage ersetzen, aber zumindest sinnvoll ergänzen und von einiger Last befreien können soll, in dem zum Beispiel Meinungsbilder bereits vor solchen Parteitagen in der SMV eingeholt werden können.

   
   

 Doch nicht nur Meinungsbilder sollen über die SMV eingeholt werden, sondern auch Abstimmungen, wie Spiegel im Bericht über die SMV schreibt: 

Bislang werden mit der Software Liquid Feedback auf Bundesebene zwar Meinungsbilder der Basis eingeholt. Verbindliche Beschlüsse kann die Basis aber nur auf Parteitagen treffen. Finale Abstimmungen nur mit physischer Präsenz? Das ist oldschool und undemokratisch, kritisiert ein Teil der Piratenpartei. Einige Piraten wollen durchsetzen, dass Abstimmungen im Netz auch zu offiziellen Positionen werden können.

Aber es gibt auch Gegner der SMV in der Piratenpartei wie Patrick Breyer: 

Ein Votum für oder gegen die SMV wurde damals vertagt. Denn für viele Piraten ist das Instrument ein absolutes No-Go. Zu den Kritikern, die eine SMV kategorisch ablehnen, gehört neben dem bayerischen Piraten Andi Popp und dem früheren Bundesvorstand Matthias Schrade auch der schleswig-holsteinische Fraktionschef Patrick Breyer. "Natürlich ist es frustrierend, wenn man viel Arbeit in einen Antrag gesteckt hat und er aus Zeitgründen nicht behandelt wird", räumt Breyer gegenüber SPIEGEL ONLINE ein. "Aber die SMV ist sicher nicht die Lösung für das Problem."

Und so wird es auch morgen noch in Warnemünde zum Thema SMV viele Diskussionen geben. Bleibt nur zu hoffen, daß die Diskussionen morgen zielführender als die heutigen Geplänkel sein werden, die ich heute nachmittag mitbekommen habe. Auch wenn manche Anträge durchaus belustigend und erheiternd nach einem langen Tag der Diskussionen sein mögen, etwa um zu entscheiden, ob man die große Gruppe aufteilen will, um bestimmte Themen in kleinerem Rahmen zu diskutieren oder nicht. Aber letztendlich muss die politische Arbeit erledigt werden. Ob die SMV dabei helfen kann oder einfach eine weitere Zersplitterung der Meinungsbildung darstellt und die Piraten sich dort dann in endlosen Diskussionen aufreiben, muss die Zeit zeigen. Die Argumentation von Patrick Breyer ist aber auch nachvollziehbar. Verlagert die Partei das Hickhack von den Parteitagen dann bloß ins Internet oder werden die Parteimitglieder noch lernen, auch auf Parteitagen produktiv an Themen zu arbeiten?

Wie auch immer: dieses Jahr ist Wahljahr und die Piratenpartei liegt inzwischen bei nur noch 2%. Sie müssen sich etwas einfallen lassen, wenn sie wieder als politische Kraft wahrgenommen werden wollen.

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Schweiz regelmentiert Managergehälter

Gestern haben die Schweizer Bürger über einen Volksentscheid abgestimmt, um das außer den Fugen geratene System von immens hohen Managergehältern und Bonuszahlungen zu regelmentieren. Die sogenannte "Minder-Initiative" von Thomas Minder, die den nicht weniger tollen offiziellen Namen "Initiative gegen die Abzockerei" hat, hat gestern eine breite Zustimmung von 67,9% bekommen, obwohl die Wirtschaft mit einer Millionen-teueren Anti-Kampagne dagegenzusteuern versucht hatte. Spiegel schreibt zum Volksentscheid: 

Damit bekommt die Schweiz eines der schärfsten Aktienrechte der Welt. Die Initiative will erreichen, dass künftig die Aktionäre eines Unternehmens über die Gehälter an der Spitze entscheiden. Ein "Goldener Handschlag" beim Weggang aus einem Konzern und Begrüßungsmillionen vor dem Beginn eines Arbeitsverhältnisses sollen verboten werden. Auch Prämien bei Firmenkäufen oder -verkäufen soll es künftig nicht mehr geben.

Bei Zuwiderhandlungen drohen Unternehmensvorständen künftig Haftstrafen von bis zu drei Jahren sowie hohe Geldbußen.

Damit dürften einige der Gehaltsexzesse in der Wirtschaft beendet werden, vorausgesetzt natürlich, daß es keine Schlupflöcher geben und das Gesetz inklusive Geld- und Haftstrafen bei Zuwiderhandlungen konsequent angewandt wird.

Der Erfolg des Volksentscheids hat offenbar auch die hiesige SPD beeindruckt, die wiederum ihrerseits nun im beginnenden Wahlkampf auf den Zug aufzuspringen möchte:

Dem Beispiel will die SPD nun folgen. "Der Volksentscheid ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um der Abzockerei im Management auch andernorts zu begegnen", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Joachim Poß der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Wäre es nicht die SPD, bei der man ein Umfallen kurz nach der Wahl erwarten muss, dann wäre das eine tolle Sache. Aber auch die CDU äußert sich positiv über das Schweizer Ergebnis: 

Auch der CDU-Wirtschaftsexperte Michael Fuchs äußerte sich positiv über die Schweizer Initiative. "Gehaltsentscheidungen der Unternehmen werden so von den Eigentümern, nicht vom Staat getroffen", sagte der Vize-Fraktionschef der "Bild"-Zeitung. "Die Aktionäre wissen genau, was sie sich leisten können." Es sei besser, wenn die Aktionäre entscheiden würden, als wenn sich der Staat einmische, ergänzte Fuchs in der "Berliner Zeitung". Die Aktionäre seien Miteigentümer ihres Unternehmens und hätten daher kein Interesse, ihm zu schaden.

Da wäre ich allerdings skeptisch. Ich finde schon, daß sich der Staat da einmischen sollte, denn die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, daß die Gier doch häufiger größer ist als die Vernunft  und wenn man den Aktionären höhere Renditen verspricht oder kurzzeitig verschafft, dann werden die auch den höheren Gehältern zustimmen. Der Ansicht sind wohl auch die Linken:

Linken-Parteichefin Katja Kipping sagte den Blättern der "WAZ"-Gruppe: "Dass ein Dax-Vorstand 54 mal so viel verdient wie ein Angestellter, ist sachlich durch nichts als Gier zu begründen."

Interessant und wichtig ist eigentlich das Signal, das vom Volksentscheid ausgeht: die Schweiz, das Banker-Land schlecht hin, das für seinen internationalen Finanzmarkt bekannt und berüchtigt ist, tut endlich etwas gegen die Abzockerei und die Gehaltsexzesse und fürchtet nicht die Abwanderung der Banken, obwohl diese das natürlich in den schwärzesten Farben an die Wand bzw. Plakatwände gemalt haben.

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Stéphane Hessel gestorben


© Superbass / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)

Stéphane Hessel ist tot. Er starb in der Nacht zum Mittwoch, d. 27. Februar im hohen ehrwürdigen Alter von 95 Jahren in Paris. Über das Leben und Wirken von Stéphane Hessel informiert Wikipedia. In seinen letzten Lebensjahren wurde er nochmal mit seinem Essay "Empört Euch!" berühmt, gefolgt von "Engagiert Euch!"

Beides leidenschaftliche Aufrufe, sich einzumischen, sich zu engagieren und Widerstand zu leisten. Wer anderes als Stéphane Hessel ist berechtigt, von Widerstand zu sprechen? Hessel war in der französischen Résistance und hat gegen die Nazis gekämpft, wurde verhaftet und überlebte das KZ Buchenwald.

Nach dem Krieg hat er an der universellen Erklärung der Menschenrechte der UN mitgearbeitet und ist nicht erst seitdem ein entschiedener Kämpfer für die Menschenrechte und gegen Unrecht. Wer "Empört Euch!" und "Engagiert Euch!" noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt nachholen. Lest es und empört euch! Und engagiert euch!

Stéphane Hessel hatte ein langes, engagiertes Leben. Er war nicht nur ein körperlich großer Mann, sondern vor allem aufgrund seiner Taten und seines Handelns. Ein Grandseigneur des Widerstands!

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Wahlen in Italien

Dieser Tage haben die Italiener mal wieder ein neues Parlament gewählt, das aus zwei Häusern besteht: dem Abgeordnetenhaus und dem Senat. Erstaunlicherweise hat sogar der mehrmalige Ex-Premier Silvio Berlusconi mit seiner Mitte-Rechts-Koalition so gut abgeschnitten, daß es für die Mitte-Links-Koalition um Pier Luigi Bersani nicht zu einer stabilen Mehrheit in beiden Häusern reicht und es ohne Berlusconi nicht gehen wird, wie Spiegel Online schreibt.

Die Schuld wird nun auf breiter Front und international bei der Protestbewegung "Fünf Sterne" um den Komiker Beppe Grillo gesucht, die überraschend gut 24% der Stimmen gewinnen konnte - die natürlich den anderen Parteien fehlen. Die internationalen Medien und Kommentatoren sprechen davon, daß Italien deswegen nun unregierbar geworden ist und die Krise in Europa verschlimmern wird. Der Ruf nach Neuwahlen wird laut.

Aber Neuwahlen, nur weil das Ergebnis den Gewählten nicht passt, weil sie ihr Business-as-usual nicht mehr weitermachen können? Verstehen das die Politiker, Medien und Kommentatoren in Europa unter Demokratie? Das kann ja wohl nicht deren Ernst sein!

Die Italiener haben gewählt und gut ein Viertel der Wahlberechtigten fand offensichtlich, daß die bisherige Politik das Land nicht weiter gebracht hat. Die Bewegung der "Fünf Sterne" ist unter anderem dafür angetreten, die bisherigen Politiker nach Hause zu schicken und mit der Korruption durch die Mafia Schluß zu machen, was offensichtlich den bisherigen Parteien nicht gelungen ist. Ob es der Bewegung gelingt ist ja auch noch fraglich, aber ein Viertel der bisherigen Abgeordneten dürfte die Bewegung schon nach Hause geschickt haben, indem sie nun deren Plätze im Parlament einnehmen kann.

Und noch etwas Weiteres ist durchaus positiv anzumerken: in der Protestbewegung engagieren sich überdurchschnittlich viele Junge und Frauen. Da die bisherige Altherrenpolitik in Italien offenbar die derzeitigen und teilweise Jahrzehnte alten Probleme nicht beseitigen konnte, weil sie vielmehr Teil des Problems war, besteht nun Hoffnung auf Änderung. Das ist der eigentliche Wahlerfolg der Italiener und von daher ein Grund zur Freude und zum Jubeln! Endlich besteht überhaupt einmal die Chance auf Veränderung im Land, auf frischen Wind. Endlich besteht Anlass zur Hoffnung, daß es eben kein "Weiter so!" geben wird, sondern daß nun neue Ideen und Methoden auf den Tisch kommen und vielleicht einmal problemorientiert gearbeitet wird.

Der Ruf nach Neuwahlen ist deshalb undemokratisch, weil er die Entscheidung des Wählers ignoriert. Die Wahl ist gelaufen und die Parteien haben sich gefälligst zusammen zu raufen und konstruktiv mit dem Wählervotum umzugehen. Sollte es Neuwahlen geben, ist die Krise in Italien nicht kleiner geworden, sondern um ein Vielfaches größer, denn zur wirtschaftlichen Krise käme noch die Demokratiekrise hinzu.

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Xen problems with VMs on 2.6.32-5-xen-amd64?

On Saturday there were some updates for Squeeze/Stable, for example a new/updated version of Xen hypervisor and kernels were downloaded and installed: 

gate:~# dir /var/cache/apt/archives/
base-files_6.0squeeze7_amd64.deb                 libxenstore3.0_4.0.1-5.6_amd64.deb
bind9-host_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb   linux-base_2.6.32-48_all.deb
dbus_1.2.24-4+squeeze2_amd64.deb                 linux-image-2.6.32-5-amd64_2.6.32-48_amd64.deb
dbus-x11_1.2.24-4+squeeze2_amd64.deb             linux-image-2.6.32-5-xen-amd64_2.6.32-48_amd64.deb
firmware-linux-free_2.6.32-48_all.deb            lock
gzip_1.3.12-9+squeeze1_amd64.deb                 openssh-client_1%3a5.5p1-6+squeeze3_amd64.deb
host_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_all.deb           openssh-server_1%3a5.5p1-6+squeeze3_amd64.deb
libbind9-60_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb  openssl_0.9.8o-4squeeze14_amd64.deb
libcups2_1.4.4-7+squeeze3_amd64.deb              partial
libdbus-1-3_1.2.24-4+squeeze2_amd64.deb          perl_5.10.1-17squeeze5_amd64.deb
libdbus-glib-1-2_0.88-2.1+squeeze1_amd64.deb     perl-base_5.10.1-17squeeze5_amd64.deb
libdns69_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb     perl-modules_5.10.1-17squeeze5_all.deb
libisc62_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb     ssh_1%3a5.5p1-6+squeeze3_all.deb
libisccc60_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb   tzdata_2012g-0squeeze1_all.deb
libisccfg62_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb  xen-hypervisor-4.0-amd64_4.0.1-5.6_amd64.deb
libldap-2.4-2_2.4.23-7.3_amd64.deb               xen-linux-system-2.6.32-5-xen-amd64_2.6.32-48_amd64.deb
liblwres60_1%3a9.7.3.dfsg-1~squeeze9_amd64.deb   xenstore-utils_4.0.1-5.6_amd64.deb
libperl5.10_5.10.1-17squeeze5_amd64.deb          xen-utils-4.0_4.0.1-5.6_amd64.deb
libssl0.9.8_0.9.8o-4squeeze14_amd64.deb

Unfortunately this update appears to be problematic on my Xen hosting server. This night it happened the second time that some of the virtual network interfaces disappeared or turned out to be non-working. For example I have two VMs: one running the webserver and one running the databases. Between these two VMs there's a bridge on the dom0 and both VMs have a VIF to that (internal) bridge. What happens is that this bridge becomes inaccessible from within the webserver VM.

Sadly there's not much to see in the log files. I just spotted this on dom0: 

Feb 26 01:01:29 gate kernel: [12697.907512] vif3.1: Frag is bigger than frame.
Feb 26 01:01:29 gate kernel: [12697.907550] vif3.1: fatal error; disabling device
Feb 26 01:01:29 gate kernel: [12697.919921] xenbr1: port 3(vif3.1) entering disabled state
Feb 26 01:22:00 gate kernel: [13928.644888] vif2.1: Frag is bigger than frame.
Feb 26 01:22:00 gate kernel: [13928.644920] vif2.1: fatal error; disabling device
Feb 26 01:22:00 gate kernel: [13928.663571] xenbr1: port 2(vif2.1) entering disabled state
Feb 26 01:40:44 gate kernel: [15052.629280] vif7.1: Frag is bigger than frame.
Feb 26 01:40:44 gate kernel: [15052.629314] vif7.1: fatal error; disabling device
Feb 26 01:40:44 gate kernel: [15052.641725] xenbr1: port 6(vif7.1) entering disabled state

This corresponds to the number of VMs having lost their internal connection to the bridge. On the webserver VM I see this output: 

Feb 26 01:59:01 vserv1 kernel: [16113.539767] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 01:59:01 vserv1 kernel: [16113.539794] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 02:30:54 vserv1 kernel: [18026.407517] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 02:30:54 vserv1 kernel: [18026.407546] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 02:30:54 vserv1 kernel: [18026.434761] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 02:30:54 vserv1 kernel: [18026.434787] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 03:39:16 vserv1 kernel: [22128.768214] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 03:39:16 vserv1 kernel: [22128.768240] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 04:39:51 vserv1 kernel: [25764.250170] IPv6: sending pkt_too_big to self
Feb 26 04:39:51 vserv1 kernel: [25764.250196] IPv6: sending pkt_too_big to self

Rebooting the VMs will result in a non-working VM as it will get paused on creation and Xen scripts complain about not working hotplug scripts and Xen logs shows this: 

[2013-02-25 13:06:34 5470] DEBUG (XendDomainInfo:101)
XendDomainInfo.create(['vm', ['name', 'vserv1'], ['memory', '2048'],
['on_poweroff', 'destroy'], ['on_reboot', 'restart'], ['on_crash',
'restart'], ['on_xend_start', 'ignore'], ['on_xend_stop', 'ignore'],
['vcpus', '2'], ['oos', 1], ['bootloader', '/usr/lib/xen-4.0/bin/pygrub'],
['bootloader_args', ''], ['image', ['linux', ['root', '/dev/xvdb '],
['videoram', 4], ['tsc_mode', 0], ['nomigrate', 0]]], ['s3_integrity', 1],
['device', ['vbd', ['uname', 'phy:/dev/lv/vserv1-boot'], ['dev', 'xvda'],
['mode', 'w']]], ['device', ['vbd', ['uname', 'phy:/dev/lv/vserv1-disk'],
['dev', 'xvdb'], ['mode', 'w']]], ['device', ['vbd', ['uname',
'phy:/dev/lv/vserv1-swap'], ['dev', 'xvdc'], ['mode', 'w']]], ['device',
['vbd', ['uname', 'phy:/dev/lv/vserv1mirror'], ['dev', 'xvdd'], ['mode',
'w']]]])
[2013-02-25 13:06:34 5470] DEBUG (XendDomainInfo:2508)
XendDomainInfo.constructDomain
[2013-02-25 13:06:34 5470] DEBUG (balloon:220) Balloon: 2100000 KiB free;
need 16384; done.
[2013-02-25 13:06:34 5470] DEBUG (XendDomain:464) Adding Domain: 39
[2013-02-25 13:06:34 5470] DEBUG (XendDomainInfo:2818)
XendDomainInfo.initDomain: 39 256
[2013-02-25 13:06:34 5781] DEBUG (XendBootloader:113) Launching bootloader
as ['/usr/lib/xen-4.0/bin/pygrub', '--args=root=/dev/xvdb  ',
'--output=/var/run/xend/boot/xenbl.6040', '/dev/lv/vserv1-boot'].
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (XendDomainInfo:2845)
_initDomain:shadow_memory=0x0, memory_static_max=0x80000000,
memory_static_min=0x0.
[2013-02-25 13:06:39 5470] INFO (image:182) buildDomain os=linux dom=39
vcpus=2
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:721) domid	    = 39
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:722) memsize	    = 2048
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:723) image	    =
/var/run/xend/boot/boot_kernel.xj7W_t
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:724) store_evtchn   = 1
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:725) console_evtchn = 2
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:726) cmdline	    =
root=UUID=ed71a39f-fd2e-4035-8557-493686baa151 ro root=/dev/xvdb
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:727) ramdisk	    =
/var/run/xend/boot/boot_ramdisk.QavuAo
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:728) vcpus	    = 2
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:729) features	    =
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:730) flags	    = 0
[2013-02-25 13:06:39 5470] DEBUG (image:731) superpages     = 0
[2013-02-25 13:06:40 5470] INFO (XendDomainInfo:2367) createDevice: vbd :
{'uuid': '04d99772-cf27-aecf-2d1b-c73eaf657410', 'bootable': 1, 'driver':
'paravirtualised', 'dev': 'xvda', 'uname': 'phy:/dev/lv/vserv1-boot',
'mode': 'w'}
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:95) DevController: writing
{'virtual-device': '51712', 'device-type': 'disk', 'protocol':
'x86_64-abi', 'backend-id': '0', 'state': '1', 'backend':
'/local/domain/0/backend/vbd/39/51712'} to
/local/domain/39/device/vbd/51712.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:97) DevController: writing
{'domain': 'vserv1', 'frontend': '/local/domain/39/device/vbd/51712',
'uuid': '04d99772-cf27-aecf-2d1b-c73eaf657410', 'bootable': '1', 'dev':
'xvda', 'state': '1', 'params': '/dev/lv/vserv1-boot', 'mode': 'w',
'online': '1', 'frontend-id': '39', 'type': 'phy'} to
/local/domain/0/backend/vbd/39/51712.
[2013-02-25 13:06:40 5470] INFO (XendDomainInfo:2367) createDevice: vbd :
{'uuid': 'e46cb89f-3e54-41d2-53bd-759ed6c690d2', 'bootable': 0, 'driver':
'paravirtualised', 'dev': 'xvdb', 'uname': 'phy:/dev/lv/vserv1-disk',
'mode': 'w'}
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:95) DevController: writing
{'virtual-device': '51728', 'device-type': 'disk', 'protocol':
'x86_64-abi', 'backend-id': '0', 'state': '1', 'backend':
'/local/domain/0/backend/vbd/39/51728'} to
/local/domain/39/device/vbd/51728.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:97) DevController: writing
{'domain': 'vserv1', 'frontend': '/local/domain/39/device/vbd/51728',
'uuid': 'e46cb89f-3e54-41d2-53bd-759ed6c690d2', 'bootable': '0', 'dev':
'xvdb', 'state': '1', 'params': '/dev/lv/vserv1-disk', 'mode': 'w',
'online': '1', 'frontend-id': '39', 'type': 'phy'} to
/local/domain/0/backend/vbd/39/51728.
[2013-02-25 13:06:40 5470] INFO (XendDomainInfo:2367) createDevice: vbd :
{'uuid': 'e2d61860-7448-1843-3935-6b63c5d2878e', 'bootable': 0, 'driver':
'paravirtualised', 'dev': 'xvdc', 'uname': 'phy:/dev/lv/vserv1-swap',
'mode': 'w'}
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:95) DevController: writing
{'virtual-device': '51744', 'device-type': 'disk', 'protocol':
'x86_64-abi', 'backend-id': '0', 'state': '1', 'backend':
'/local/domain/0/backend/vbd/39/51744'} to
/local/domain/39/device/vbd/51744.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:97) DevController: writing
{'domain': 'vserv1', 'frontend': '/local/domain/39/device/vbd/51744',
'uuid': 'e2d61860-7448-1843-3935-6b63c5d2878e', 'bootable': '0', 'dev':
'xvdc', 'state': '1', 'params': '/dev/lv/vserv1-swap', 'mode': 'w',
'online': '1', 'frontend-id': '39', 'type': 'phy'} to
/local/domain/0/backend/vbd/39/51744.
[2013-02-25 13:06:40 5470] INFO (XendDomainInfo:2367) createDevice: vbd :
{'uuid': 'd314a46e-1ce9-0e8d-b009-3f08e29735f5', 'bootable': 0, 'driver':
'paravirtualised', 'dev': 'xvdd', 'uname': 'phy:/dev/lv/vserv1mirror',
'mode': 'w'}
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:95) DevController: writing
{'virtual-device': '51760', 'device-type': 'disk', 'protocol':
'x86_64-abi', 'backend-id': '0', 'state': '1', 'backend':
'/local/domain/0/backend/vbd/39/51760'} to
/local/domain/39/device/vbd/51760.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:97) DevController: writing
{'domain': 'vserv1', 'frontend': '/local/domain/39/device/vbd/51760',
'uuid': 'd314a46e-1ce9-0e8d-b009-3f08e29735f5', 'bootable': '0', 'dev':
'xvdd', 'state': '1', 'params': '/dev/lv/vserv1mirror', 'mode': 'w',
'online': '1', 'frontend-id': '39', 'type': 'phy'} to
/local/domain/0/backend/vbd/39/51760.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (XendDomainInfo:3400) Storing VM details:
{'on_xend_stop': 'ignore', 'shadow_memory': '0', 'uuid':
'04541225-6d3c-3cae-a4c4-0b6d4ccfac7a', 'on_reboot': 'restart',
'start_time': '1361794000.37', 'on_poweroff': 'destroy', 'bootloader_args':
'', 'on_xend_start': 'ignore', 'on_crash': 'restart', 'xend/restart_count':
'0', 'vcpus': '2', 'vcpu_avail': '3', 'bootloader':
'/usr/lib/xen-4.0/bin/pygrub', 'image': "(linux (kernel ) (args
'root=/dev/xvdb  ') (superpages 0) (tsc_mode 0) (videoram 4) (pci ())
(nomigrate 0) (notes (HV_START_LOW 18446603336221196288) (FEATURES
'!writable_page_tables|pae_pgdir_above_4gb') (VIRT_BASE
18446744071562067968) (GUEST_VERSION 2.6) (PADDR_OFFSET 0) (GUEST_OS linux)
(HYPERCALL_PAGE 18446744071578882048) (LOADER generic) (SUSPEND_CANCEL 1)
(PAE_MODE yes) (ENTRY 18446744071584289280) (XEN_VERSION xen-3.0)))",
'name': 'vserv1'}
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (XendDomainInfo:1804) Storing domain
details: {'console/ring-ref': '2143834', 'image/entry':
'18446744071584289280', 'console/port': '2', 'store/ring-ref': '2143835',
'image/loader': 'generic', 'vm':
'/vm/04541225-6d3c-3cae-a4c4-0b6d4ccfac7a',
'control/platform-feature-multiprocessor-suspend': '1',
'image/hv-start-low': '18446603336221196288', 'image/guest-os': 'linux',
'cpu/1/availability': 'online', 'image/virt-base': '18446744071562067968',
'memory/target': '2097152', 'image/guest-version': '2.6', 'image/pae-mode':
'yes', 'description': '', 'console/limit': '1048576', 'image/paddr-offset':
'0', 'image/hypercall-page': '18446744071578882048',
'image/suspend-cancel': '1', 'cpu/0/availability': 'online',
'image/features/pae-pgdir-above-4gb': '1',
'image/features/writable-page-tables': '0', 'console/type': 'xenconsoled',
'name': 'vserv1', 'domid': '39', 'image/xen-version': 'xen-3.0',
'store/port': '1'}
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:95) DevController: writing
{'protocol': 'x86_64-abi', 'state': '1', 'backend-id': '0', 'backend':
'/local/domain/0/backend/console/39/0'} to
/local/domain/39/device/console/0.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:97) DevController: writing
{'domain': 'vserv1', 'frontend': '/local/domain/39/device/console/0',
'uuid': 'c8819aed-c78f-02b8-0ef7-1600abd15add', 'frontend-id': '39',
'state': '1', 'location': '2', 'online': '1', 'protocol': 'vt100'} to
/local/domain/0/backend/console/39/0.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (XendDomainInfo:1891)
XendDomainInfo.handleShutdownWatch
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:139) Waiting for devices
vif2.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:139) Waiting for devices
vif.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:139) Waiting for devices
vscsi.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:139) Waiting for devices
vbd.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:144) Waiting for 51712.
[2013-02-25 13:06:40 5470] DEBUG (DevController:628) hotplugStatusCallback
/local/domain/0/backend/vbd/39/51712/hotplug-status.

From my point of view, either Xen hypervisor or the kernel seems to be broken, but it's hard to tell for me. Maybe it would be easier to update the system from Squeeze to Wheezy and get rid off this problem that way? On the other hand this would solve the problem.

Are there any other people experiencing problems with that latest update of Xen and kernel?

UPDATE: Bug #701744 filed.

UPDATE 2: Downgrading kernel and hypervisor on dom0 to the following packages from snapshot.debian.org seems to have solved that problem.

  • xen-hypervisor-4.0-amd64_4.0.1-5.4_amd64.deb
  • linux-image-2.6.32-5-xen-amd64_2.6.32-46_amd64.deb

Note that I haven't tested yet with the newest kernel update from DSA-2632-1.

UPDATE 3: After running with older versions of hypervisor and kernel I now have upgraded the hypervisor to xen-hypervisor-4.0-amd64_4.0.1-5.6_amd64.deb and rebooted. Let's see whether it's running stable or not. If not it's the hypervisor, if yes, it's the kernel.

UPDATE 4: apparently it's the kernel which is buggy. And the kernel from DSA-2632-1 is affected as well. So, the current workaround is to downgrad to linux-image-2.6.32-5-xen-amd64_2.6.32-46_amd64.deb.

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Vor 70 Jahren starb die Weiße Rose

„In meiner Brusttasche trage ich die Knospe einer Rose. Ich brauche diese kleine Pflanze, weil das die andere Seite ist, weit entfernt von allem Soldatentum und doch kein Widerspruch zu dieser Haltung.“ (Hans Scholl)

Heute vor 70 Jahren wurden die Mitglieder der Weißen Rose Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst durch den nationalsozialisten Strafrichter Roland Freisler in einem Schauprozeß zum Tode verurteilt, nachdem sie beim Verteilen von Flugblättern am 18. Februar 1943 im Lichthof der Ludwig-Maximilian-Universität in München erwischt worden waren. Gegen 17 Uhr wurde das Todesurteil im Gefängnis Stadelheim vollstreckt.

In der folgenden Zeit wurden auch noch Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell zum Tode verurteilt und weitere Mitglieder zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Doch eigentlich starb die Weiße Rose nicht mit ihren Mitgliedern, sondern fing erst mit ihrem Tod an, den süßen Duft der Freiheit zu verbreiten. Denn auch wenn die Flugblätter der Weißen Rose nicht den von ihren Mitgliedern erhofften Erfolg hatten, daß sich die Bevölkerung gegen Hitler erhebt, so zeigte der Prozeß und die Hinrichtung der Öffentlichkeit und vor allem auch dem Ausland, daß es in Deutschland einen Widerstand gegen das Nazi-Regime gab.

Nun muss man die Weiße Rose und ihre Mitglieder nicht gleich heroisieren. Die Wirkung ihrer Taten war zu der Zeit recht beschränkt. Aber die eigentliche Bedeutung der Weißen Rose manifestiert sich eigentlich erst nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl und ihres Freundes Christoph Probst als moralischer Leuchtturm für den Widerstand in Deutschland: da wanden sich Jugendliche vom Nazi-Regime ab, die früheren Jahren noch aktiv und maßgeblich am Aufbau der HJ und des BDMs in Ulm beteiligt waren und hohe Posten in der Führungsriege dieser Jugendorganisationen inne hatten. Und die zu dieser Zeit auch noch fest an Hitler glaubten und damit in Streit mit ihrem liberalen Vater Robert Scholl gerieten, der schon immer ein entschiedener Gegner Hitlers war.

Diese Jugendlichen wandten sich im Laufe der Jahre nun gegen das NS-Regime und kamen zu der Überzeugung "Jetzt werde ich etwas tun!" Denn schließlich geht es beim Widerstand und der politischen Willensbildung nicht nur darum, eine Meinung zu haben und gegen etwas zu sein, sondern auch darum, aktiv für seine Meinung etwas zu tun und aktiv an der Verbesserung der gesellschaftlichen Situation mitzuwirken. Den Mitgliedern der Weißen Rose blieb damals nur der Widerstand mittels Flugblättern. Sie versuchten, ihre Mitmenschen zu informieren und wachzurütteln, mit eher mäßigem Erfolg. Aber sie taten zumindest etwas. Es geht ums Tun, nicht ums Siegen.

Heute vor 70 Jahren wurden Christoph Probst, Hans und Sophie Scholl durch die Nazis ermordert. Damit starben die ersten Mitglieder der Widerstandsbewegung "Weißen Rose", aber damit starb nicht die Weiße Rose, sondern durch die Hinrichtung erlangte die Widerstandsbewegung erst ihre Bedeutung, die ihr heute zugemessen wird. Die Mitglieder der Weißen Rose starben für ihre Überzeugung, daß man etwas gegen das Unrecht der Nazis entgegensetzen müsse. Damit sollten sie Vorbild und Mahnung für uns alle sein, uns gegen Unrecht und Ungerechtigkeit einzusetzen und aktiv zu engagieren und uns nicht bloß wegzuducken.

Heute ist ein guter Anlaß, den Widerständlern, nicht nur der Weißen Rose, sondern allgemein, zu gedenken und sich selber vorzunehmen "Jetzt werde ich etwas tun!"

Update: "Die Weiße Rose" von Konstantin Wecker: 

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LVM on RAID5 broken - how to fix?

Some time ago one of my disks in my Software RAID5 failed. No big problem as I had two spare A08U-C2412 available to replace that single 1 TB SATA disk. I can't remember any details but somewhat went wrong and I ended up with a non-booting system. I think I tried to add the HW-RAID as a physical volume to the LVM and thought of migrating the SW-RAID to the HW-RAID or do mirroring or such. Anyway: I booted into my rescue system that was on a RAID1 partition on those disks, but LVM didn't came up anymore, because the SW-RAID5 wasn't recognized during boot. So I re-created the md device and discovered that my PV was gone as well. =:-0

No, big deal, I thought, because I have a backup of that machine on another host. I restored /etc/lvm and tried to do a vgcfgrestore after I re-created the PV with pvcreate. First I didn't use the old UUID, so vgcfgrestore complained. After creating the proper PV with UUID LVM did recognize the PV, VG and LVs. Unfortunately I can't mount any of the LVs. Something seems to be broken:

hahn-rescue:~# mount /dev/vg/sys /mnt
mount: you must specify the filesystem type

Feb 19 07:50:02 hahn-rescue kernel: [748288.740949] XFS (dm-0): bad magic number
Feb 19 07:50:02 hahn-rescue kernel: [748288.741009] XFS (dm-0): SB validate failed

Running a gpart scan on my SW-RAID5 did gave me some results:

hahn-rescue:~# gpart /dev/md3

Begin scan...
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(20470mb), offset(5120mb)
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(51175mb), offset(28160mb)
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(1048476mb), offset(117760mb)
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(204787mb), offset(1168640mb)
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(204787mb), offset(1418240mb)
Possible partition(SGI XFS filesystem), size(1048476mb), offset(1626112mb)

*** Fatal error: dev(/dev/md3): seek failure.

These is not the complete lists of VM as a comparison to the output of lvs shows:

hahn-rescue:~# lvs
  LV                 VG   Attr     LSize   Pool Origin Data%  Move Log Copy%  Convert
  storage1           lv   -wi-ao--   1.00t                                          
  AmigaSeagateElite3 vg   -wi-a---   3.00g                                          
  audio              vg   -wi-a---  70.00g                                          
  backup             vg   -wi-a---   1.00t                                          
  data               vg   -wi-a---  50.00g                                          
  hochzeit           vg   -wi-a---  40.00g                                          
  home               vg   -wi-a---   5.00g                                          
  pics               vg   -wi-a--- 200.00g                                          
  sys                vg   -wi-a---  20.00g                                          
  video              vg   -wi-a--- 100.00g                                          
  windata            vg   -wi-a--- 100.00g   

Please notice that /dev/lv/storage1 is my HW-RAID where I stored the images of /dev/vg/-LVs to run xfs_repair and such on. Anyway, the sizes of the recognized XFS partitions by gpart is mostly correct, but some a missing and xfs_repair can not do anything good on the backup images on storage1. Everything ends up in /lost+found, because the blocks seem to be mixed up somehow.

What I figured out is, that my old RAID5 device was in metaformat=1.2 whereas the new one is in format 0.9. My best guess is now to recreate the RAID5 device with format 1.2, do a vgcfgrestore on that and have (hopefully!) a working LVM with working LVs back that I can then mount again. If there's anything else I might be able to try, dear Lazyweb, please tell me. Please see the attached config files/tarballs for a complete overview.

Side note: except for AmigaSeagateElite3, which is a dd image of an old Amiga SCSI disk, I should have a fairly complete backup on my second backup location, so there's not much lost, but I would be a real timesaver when I would be able to recover the lost LVs. Both systems are behind DSL/cable and have a limit of 10 Mbps upstream. It would take weeks to transfer the data and sending an USB disk would be faster.

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mdadm.conf_.txt954 bytes
hahn-lvm-restore.tar.gz14.7 KB

Status of m68k port

Just another short status update on the m68k port and the autobuilders. According to Buildd.Net we have currently 6425 packages installed: 

wanna-build statistics - Sat Feb 16 22:52:37 CET 2013
-----------------------------------------------------

Distribution unstable:
---------------------
Installed : 6425 (buildd_m68k-ara5: 1011, buildd_m68k-arrakis: 86,
buildd_m68k-elgar: 217, buildd_m68k-kullervo: 52,
buildd_m68k-vivaldi: 123, tg: 3234, unknown: 1701,
wouter: 1)
Needs-Build : 1375
Building : 35 (buildd_m68k-ara5: 1, buildd_m68k-arrakis: 1,
buildd_m68k-elgar: 1, buildd_m68k-kullervo: 1,
buildd_m68k-vivaldi: 1, tg: 30)
Built : 3 (buildd_m68k-arrakis: 3)
Uploaded : 14 (tg: 14)
Failed : 80 (buildd_m68k-ara5: 31, tg: 49)
Dep-Wait : 3 (tg: 3)
Reupload-Wait : 0
Install-Wait : 0
Failed-Removed : 0
Dep-Wait-Removed: 0
BD-Uninstallable: 1750
Auto-Not-For-Us : 187
Not-For-Us : 21
total : 9978

64.39% (6425) up-to-date, 64.53% (6439) including uploaded
13.78% (1375) need building
0.35% ( 35) currently building
0.03% ( 3) already built, but not uploaded
0.83% ( 83) failed/dep-wait
0.00% ( 0) old failed/dep-wait
17.54% (1750) not installable, because of missing build-dep
1.87% (187) need porting or cause the buildd serious grief (Auto)
0.21% ( 21) need porting or cause the buildd serious grief

Considering from where we came we're doing well. Especially given the fact that still some buildds are not working properly because of the missing SCSI driver for NCR53C9XF (espfast) chips. Having that driver working would result in 4 additional buildds and at least one that is currently using slower IDE interface. 

Oh, even Kullervo is working again! Now it just needs to get relocated to the datacenter again... :-)

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