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Sperrlisten - reloaded

Ich gehöre zwar eher nicht zu der Zielgruppe, da ich früher solche Sachen wie ??? lieber gelesen habe als die Kassetten zu hören, aber trotzdem möchte ich heute mal auf eine neue Seite zum Thema Hörspiele aufmerksam machen:
Seit ein paar Tagen bietet Helgar auf

http://hoerspielnerd.de/

Informationen und Rezensionen rund um Hörspiele. Vielleicht schaut ihr dort einfach mal ab und zu rein, wenn ihr Interesse an Hörspielen habt und entdeckt vielleicht die eine oder andere Empfehlung!

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Artikel 5 GG: Eine Zensur findet nicht statt.

Daß die Sperrliste gegen Kinderpornographie sinnlos ist und leicht umgangen werden kann, hatte ich ja schon gestern dargelegt, aber wie Spiegel Online heute berichtet, wird die ganze Sache dadurch noch sinnloser, daß kleine Provider laut Gesetzantwurf gar nicht am Filterprogramm teilnehmen müssen:

Nach einem Gesetzentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium, der voraussichtlich am Mittwoch im Kabinett beschlossen wird, sollen nur Anbieter, die mindestens für 10.000 Nutzer in der Regel gegen Entgelt den Zugang zum Internet ermöglichen, "geeignete und zumutbare technische Maßnahmen" ergreifen - zum Beispiel die Sperrung von entsprechenden Seiten und die Weiterleitung auf sogenannte Stoppseiten.

Dem Gesetzentwurf zufolge müssten alle staatlichen Dienste wie Hochschulnetze und Behörden-Provider sowie Hunderte regionale Netzwerkanbieter aufgrund dieser Einschränkungen nicht tätig werden. Experten schätzen, dass hierzulande mittlerweile mehrere Millionen Internet-Nutzer über solche Dienstanbieter im Web surfen.

Naja, eigentlich könnte man auch sagen, daß es egal ist, ob da kleinere Provider filtern müssen oder nicht: so leicht die Sperre zu umgehen ist, spielt es nun auch wieder keine Rolle, ob da nun ein Provider mehr oder weniger filtert.
Da hat die liebe Zensursula tüchtig ins Klo gegriffen.

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Frühling ist...

Artikel 5 des Grundgesetzes besagt:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Doch seit heute Vormittag ist das Grundgesetz mal wieder ad absurdum geführt worden. Wobei: eigentlich wird es "nur" von der Regierung und einigen großen deutschen Providern wissentlich ignoriert, denn heute Vormittag haben die Provider Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Hansenet/Alice, Telefonica/O2 und Kabel Deutschland mit der Familienministerin Ursula v.d. Leyen einen Vertrag zum Zensieren des deutschen Internets unterzeichnet, wie Heise berichtet. Offiziell heißt es, daß damit die Verbreitung von Kinderpornografie verhindert werden soll. Daß das Mittel "DNS" hierzu völlig ungeeignet ist und sich leicht umgehen läßt, hat die Familienministerin gekonnt ignoriert. Die beteiligten Unternehmen aber leider auch.
Von einer Zensur im Sinne des GG zu sprechen, ist natürlich schon ein bißchen überspitzt. Niemand wird Kinderpornografie unter den Schutzmantel von freier Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Bild stellen wollen, aber wenn erstmal ein vermeintliches Mittel gegen unerwünschte Inhalte etabliert ist, sind andere Begehrlichkeiten meistens nicht weit.

Deshalb regt sich natürlich auch wieder mehr oder weniger kreativer Protest. So gibt es auf zensursula.de ein Wiki mit entsprechendem Themenschwerpunkt. Dort findet man auch eine Zensursula-Grafik oder Links zu T-Shirt-Versendern:

Zensursula-Grafik von Martin Haase

Doch was ist nun so schlimm daran, den Zugriff auf Kinderporno zu erschweren, mag sich mancher denken?
Die Antwort ist relativ einfach, aber dennoch umfangreich:

  1. Die verwendete Methode über den DNS (Nameserver) ist zum einen leicht zu umgehen, indem man einfach einen Nameserver benutzt, der nicht zensiert ist.
  2. Zum anderen setzt sie an der falschen Stelle an. Nur weil man für einen kleinen Teil des Internets eine sinnlose DNS-Sperrliste einrichtet, hört das Problem "Kinderpornografie" nicht auf zu existieren. Stattdessen sollte das BKA lieber seine Zeit dahingehend investieren, daß die Server, auf denen entsprechendes Material liegt stillgelegt und der entsprechende Betreiber zur Rechenschaft gezogen wird. Idealerweise kommt man so auch an die Hersteller dieses Materials heran.
  3. Besteht erst einmal eine Zensur bzw. eine Sperrliste, so ist die Versuchung groß, auch andere Inhalte "verschwinden" zu lassen. Auf der australischen Sperrliste fanden sich einige Fehler, wie Heise (u.a.) berichtete.
  4. Dadurch, daß die Sperrliste geheim bleiben soll, ist dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet. Zumal wohl das BKA die Sperrliste betreibt, verwaltet und entscheidet, welche Seiten auf die Liste kommen. Durch diese Intransparenz fehlt das Korrektiv, das in einer Demokratie eigentlich selbstverständlich sein sollte und Basis eben dieser ist. Nicht umsonst gibt es eine Gewaltentrennung, doch bei der Sperrliste entscheidet nur eine Stelle. Eine Kontrollmöglichkeit ist weder vorgesehen noch beabsichtigt.
  5. Auch Mißbrauchsopfer sind gegen die Internetsperren, wie man einem Artikel bei Zeit Online entnehmen kann:

    Denn die Regierung will nur die Verbreitung der "Dokumentation des Missbrauchs" einschränken, nicht den Missbrauch selbst. Sie können natürlich vor das Bild ein Laken hängen, das Bild aber hängt dann noch immer dort. Die Inhalte werden weiter verbreitet. Statt nur Listen auszutauschen, könnte man doch mit vereinten Kräften daran arbeiten, diese Inhalte dauerhaft aus dem Netz zu entfernen. Denn bisher geht es nur um diese Sperrlisten, nicht um Ermittlungsverfahren.

    Das BKA ist noch dazu beim Aufhängen dieses Lakens Ankläger, Ermittler und Richter in einer Person. Wo bleibt da die Gewaltenteilung, wenn kein Gericht eingeschaltet wird? Wo bleibt die grundgesetzliche Rechtsweggarantie? Die wird damit ausgehebelt. Es wird eine schleichende Internetzensur aufgebaut, keine Strafverfolgung. Das alles ist nur möglich, weil das Tabu Kinderpornografie instrumentalisiert wird: Das ist so böse, da darf man gar nicht offen drüber diskutieren. Das ist das gleiche Muster wie in den Familien, in deren Umfeld Missbrauch geschieht.

Daß es der Familienministerin offenbar an Ernsthaftigkeit bei dem Thema fehlt, sieht man auch sehr schön im obigen Interview, wenn Bahls darüber spricht, daß Server mit Kinderporno, die in Deutschland stehen, offenbar nicht abgeschaltet werden.

Justizministerin Zypries, die ja sonst auch eher durch Amtshilfe für unseren Innenminister Schäuble aufgefallen ist, steht der Aktion ihrer Regierungskollegin im übrigen skeptisch gegenüber und befürwortet eine rechtliche Grundlage für eine solche Sperrliste. Doch ich vermute, daß auch bei einer solchen rechtlichen Grundlage wieder einmal das Bundesverfassungsgericht tätig werden und das Vorhaben auf die Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz überprüfen muss.

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Fachinformatiker Anwendungsentwicklung gesucht

... wenn das Boot wieder im Wasser schwimmt. Demzufolge ist nun auch bei mir offiziell Frühling, da ich heute mein kleines Segelbötchen zu Wasser gelassen habe und es immer noch schwimmt. Erstaunlich. ;-)

Nächste Woche soll dann auch noch der Mast gestellt werden.

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Frühlingserwachen

Da die ausgeschriebene Stelle, die Martin Garbe über die RoLUG ML verbreitet, keine Administration von Systemen oder Datenbanken umfaßt, paßt sie leider nicht auf SysAdmin-Jobs.de. Nichtsdestrotrotz versuche ich natürlich helfend zu vermitteln und publiziere einfach mal hier im Blog:

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* Fachinformatikerin & Fachinformatiker/AE gesucht!
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Unternehmensprofil:
Die DrehPunkt GmbH entwickelt Software für die Branche der „Erneuerbaren Energien“ (Windkraft, Photovoltaik, etc.). Im Jahr 2003 gegründet, besteht DrehPunkt derzeit aus 2 Geschäftsführern, 7 Angestellten und einem Auszubildenden.

Wir suchen engagierte Mitarbeiter, die unser Team mit ihrer Arbeitskraft und ihren Ideen bereichern. Wir setzen eine abgeschlossene Ausbildung zum Fachinformatiker mit der Fachrichtung Anwendungsentwicklung voraus.

Anforderungen
- objektorientiertes PHP (v4 & 5)
- MySQL, MSSQL, ORACLE
- Neuentwicklung/Erweitern von Softwareprojekten

Tätigkeitsfeld
Das Tätigkeitsfeld umfasst hauptsächlich die Konzeption, Programmierung bzw. Abarbeitung von bestimmten Lösungen (aufgabenbezogene Tätigkeiten).
Dabei ist vor allem selbständiges Handeln und Einarbeiten in die Problemfälle sehr wichtig.

Arbeitszeit: Vollzeit (40 Std. Woche)
Gehalt/Lohn: nach Vereinbarung
Arbeitsbeginn: sofort
Befristet: zunächst 1 Jahr; danach unbefristet
Arbeitsort: Rostock Warnemünde
Ansprechpartner: Tino Korth (Geschäftsführer)
Bewerbungsart: per E-Mail an job@drehpunkt.de, vorzugsweise PDF-Dateien

Weitere Infos siehe http://www.drehpunkt.de/jobs.php

Also bewerbt euch fleißig! Es gibt definitiv schlechtere Arbeitsorte als Warnemünde! :-)

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Drupal-Stammtisch in Rostock vorbei

Man kann es nun wirklich nicht mehr leugnen, daß der Frühling da ist. Die Bäume werden langsam grün und fangen an zu blühen. Ein paar Beweise gefällig?


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Drupal-Stammtisch in Rostock

Heute war wieder der Drupal-Stammtisch in Rostock. Allerdings war heute die Besucherzahl sehr überschaubar. Die Verschiebung des Termins um eine Woche hat wohl doch einige in ihrer Terminplanung überrascht. Aber so konnte man sich wenigstens mal in Ruhe und in aller Tiefe miteinander unterhalten. Ist doch auch was schönes.

Dirk hat außerdem einen, wie ich finde, sehr sinnvollen Vorschlag gemacht: man könnte sich auch mal in seiner Firma treffen und dort zu einem bestimmten Thema einen Stammtisch abhalten. Dort ist sowohl Internet als auch ein Beamer verfügbar, so daß es man nicht nur theoretisieren muss, sondern am lebenden Objekt Beispiele zeigen kann. Er wird dazu sicherlich aber auch noch was auf http://drupal-in-rostock.org/ schreiben.

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Debian/m68k's future

Morgen ist es wieder soweit: Drupal-Stammtisch in Rostock um 19 Uhr im Plan B.

So wie es ausschaut werde ich dort dann auch einiges zum Thema Drupal-Hosting erzählen. Allerdings werde ich wohl dieses Mal alleine kommen.

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Frohe Ostern!

Stephen Marenka wrote to the debian-68k list lately:

So you may have noticed the following in your buildd logs for python-
depending packages.

| dpkg: regarding .../python-docutils_0.5-3_all.deb containing python-docutils:
| package uses Breaks; not supported in this dpkg
| dpkg: error processing /srv/chroot/sid/var/cache/apt/archives/python-docutils_0.
| +5-3_all.deb (--unpack):
| unsupported dependency problem - not installing python-docutils

That's right, our old etch-m68k dpkg doesn't support Breaks.

The options I can think of are.

Option 1: backport dpkg to etch-m68k
Yuck. etch-m68k is old and likely insecure. Who knows what
back-porting dpkg would look like.

Option 2: lenny-lite
Build lenny with base, build-essential, and buildd-required
packages. I can probably do this one myself if there's
interest. I'll probably include anything required for d-i
too.

Option 3: lenny
Go ahead and try to do a lenny release. I think we have
nearly all the binary packages, but how to shove them into
an archive intelligently? I'm willing to help if anyone
knows how and can direct or is otherwise willing to lead.

Option 4: throw in the towel
Say it's time to retire m68k on debian. We have an ancient
glibc with borked threads. gcc-4.3 is fairly broken. A
number of packages need some bugs fixed, others need some
porting. Not so many helpers these days. Funny thing is with
aranym we have plenty of horsepower (although we need to fix
the fpu emulation) and with d-ports our buildds won't get
locked out of wanna-build. Kernel's probably in the best
shape it's been in a long time.

peace,

stephen

--
Stephen R. Marenka If life's not fun, you're not doing it right!

Yes, it's true... the Vancouver proposal seems to be a true success in killing the m68k port. Stephens mail is just a written example of what I've been thinking about for several weeks as well: does it still make sense to run my Amigas after being kicked out by Debian?

Luckily there were some new users appearing on the list asking for how to install Debian on their m68k machines, which shows that there's still interest in the port and need for a Debian on m68k. This makes me more confident in still supporting the m68k port for me by running several buildds 24/7. But as Stephens mail shows the m68k port is in trouble. It would be nice if there were more porters helping in actually porting software or fixing bugs. There are some open issues like NPTL support and such. See the list archive or the Debian wiki for more information.

Despite all the bad luck with being kicked off by Debian, the port did made some progress in the past: we're not bound by real m68k hardware anymore. Thanks to Aranym every interested developer can now contribute by running the emulator on his/her fast i386 machine. There are crosscompilers available as well.

But there's still work to do. For example to Coldfire inclusion seems to got stuck somehow. And I don't think that it makes much sense to try to build all of Debian >>6000 packages for m68k, but to concentrate on maybe below 2000 packages. So if you want to help to m68k port staying alive, please join us at debian-68k mailing list! :-)

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500 days

Da heute Ostern ist, gibt es auch osterliche Grüße:

Osterglocken

Bei wunderbarem Osterwetter ging es natürlich auch an den Strand zu einem Spaziergang, bei dem natürlich auch einige Fotos angefallen sind:


Hund beim Wasserspiel Stolpersteine
Strandaufgang Wilhelmshöhe Blick Richtung Warnemünde

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