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Denkmal "Georg Büchner" - Nachtrag

Gestern abend hatte ich ja noch über die "Georg Büchner" bzw. die "Charlesville" gebloggt und darüber, daß Interesse daran besteht, das Schiff nach Belgien zu verlegen. Um kurz vor 1 Uhr nachts trudelte dann noch via Kontaktformular eine Mail bei mir aus Belgien ein, die ich hier auch aufführen möchte: 

FWD: Subject: Georg Büchner / Charlesville in Rostock

Am Mittwoch, dem 16. Januar gab es eine ausführliche Debatte über den Fall der MS Georg Büchner/ Charlesville im flämischen Parlament. Dabei berichtete Geert Bourgeois, verantwortlicher Minister für Denkmalschutz, über die Gespräche zwischen der flämischen Regierung und den Behörden in Mecklenburg-Vorpommern.

Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass die MS Georg Büchner/Charlesville tatsächlich noch unter Denkmalschutz steht und keine Genehmigung vorlag, das Schiff abzuschleppen und zu verschrotten. Daher ist auch die geplante Verbringung des Schiffes nach Litauen, durch die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern vorerst untersagt worden.

Für weitere Auskünfte können sie sich an Kris Strijkers, Sprecher des Ministers Bourgeois, wenden. (kris.snijkers@vlaanderen.be / Tel. +32 (0)492 722988)

Ansprechpartner in Deutschland ist das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege von Mecklenburg-Vorpommern. (www.kulturerbe-mv.de)

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PS: schauen Sie auch auf unserer Website :
http://www.vvia.be/Standpunten/Charlesville.htm

Interessant ist dabei, daß sich bereits das belgische Parlament mit dem Thema beschäftigt. Ich interpretiere das mal als positives Zeichen, daß es hier noch zu einer positiven Entscheidung der Art kommt, daß die "Georg Büchner" kostengünstig nach Belgien verkauft wird. Ob das nun 1.- oder 1000.- sind, finde ich da nebensächlich.

In der Diskussion heißt es ja auch häufig, daß sich die Belgier nicht früh genug darum gekümmert hätten, als ihnen das Schiff angeboten wurde. Ich finde das Argument etwas schief. Denn wenn der Rostocker Verein nicht die Mittel für den Unterhalt des Schiffes hat, wieso soll das dann ein belgischer Verein aus dem Stand heraus haben? Gespräche mit Finanziers und Sponsoren dauern ebenso lange wie mit der Politik. Aber letztendlich wissen wir Außenstehenden eh nicht so genau, was da im Hintergrund alles an Gesprächen gelaufen ist.

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Comments

Ich kann ehrlich gesagt die ganze Aufregen um die MS Georg Büchner nicht verstehen.
Vor 12 Jahren wurde das Schiff von der Hansestadt an den Verein für eine symbolische Mark übergeben weil diese einen unangenehmen Kostenfaktor loswerden wollte und das Schiff nicht in das Konzept der IGA passte. Es gab damals eine Abstimmung der Bürgerschaft und auch die Rostocker direkt wurden damals gefragt. Der Vertrag wurde zudem der Landesregierung MV zur Prüfung vorgelegt. (Ein Traditionsschiff Typ Frieden kann mal eben für 5 Millionen saniert und dann einer Gesellschaft übergeben werden!? Bin mal gespannt was Rostock damit macht wenn es zurück in den Besitz der Stadt kommt!)
2005 hat der Verein selbst das Schiff auf die Denkmalliste setzen lassen um das Schiff zu schützen, was ja auch deren Aufgabe war. Zu Behaupten der Verein hätte mehr als 1,1 Millionen an Zuschüssen erhalten ist eine Unterstellung und zeigt nur wie in Rostock und in der Bürgerschaft gearbeitet wird (Sehr tief scheinen Sie sich nicht mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben Frau Sybille Bachmann.).
Zudem ist hier auch mal klarzustellen das der Verein einen von der Stadt gestellten Vertreter auf der Mitgliederliste stehen hat. Von welchem Amt dieser gestellt wird mag man hier garnicht erwähnen.
Auch ist die Behauptung der Verein würde sich an dem Verkauf gesundstoßen völlig daneben und entbehrt jeder Grundlage. Der Verein ist seinen Pflichten gegenüber der Stadt und dem Schiff nachgekommen. Den Belgiern wurde das Schiff vor allen andern, unter Absprache mit der Stadt, angeboten und um eine Zusammenarbeit zur Rettung des Schiffes gebeten. Die Reaktionen waren Desinteresse. Das derzeitige Auftreten der Belgier finde ich übertrieben und an den eigentlichen Tatsachen vorbei.

Hier sollte echt mal langsam Klartext gesprochen werden. Die Bürgerschaft kommt ihrer Arbeit augenscheinlich nicht nach was auch auf andere Instanzen von Rostock zutrifft. Auch spricht keiner davon das sich der Verein dazu verpflichtet hat eine neue Jugendherberge in Rostock zu errichten und das dafür schon erste Anträge und Absprachen getroffen wurden.

mfg

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