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Bericht: Bürgerforum Mittelmole Warnemünde

Heute waren wir beim Bürgerforum im Technologiepark Warnemünde, bei dem es um die Wettbewerbsentwürfe für die Entwicklung der Mittelmole in Warnemünde ging. Die Veranstaltung war normal besucht, d.h. es war weder proppenvoll noch gähnende Leere. Der große Saal im TPW war zu etwas weniger als zur Hälfte gefüllt. Es waren einige Pressevertreter anwesend und auch zwei Fernsehteams: eins vom NDR und eins von TV Rostock. Vorne saßen Ralph Müller vom Stadtlanungsamt, Ralf Ziemlich von der Wiro und Uwe Drost von D&K drost consult GmbH für die Verfahrenkoordination, der auch die drei Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs vorstellte.

Ursprünglich hätte wohl auch noch Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling kommen sollen, aber der ließ sich wegen einer Terminkollision entschuldigen. Ich war zufällig vor der Tür als die telefonische Absage Methlings eintraf und es hörte sich für mich eher so an, als wenn da irgendjemand verpennt hatte, den Termin rechtzeitig zu kommunizieren. Das aber traf wiederum auch für die interessierten Warnemünder Bürger zu, denn viele waren wie gesagt nicht da. Auch ich hatte eher durch Zufall auf das-ist-rostock.de von diesem Termin erfahren. Die Mehrheit der Bürger wird sich aber wohl noch per Papierzeitung informieren, wo kein Hinweis zu finden war.


Der Vortrag zu den einzelnen Entwürfen war eigentlich recht interessant, aber auf die einzelnen Aspekte will ich hier gar nicht eingehen. Das Protokoll hängt aber unten an. Interessant waren auch die Nachfragen nach dem Vortrag. So kritisierte Ida Schillen, ehemalige Senatorin in der Rostocker Bürgerschaft, daß die geringe Beteiligung an der Veranstaltung auch darin begründet sein könnte, daß die Politik im Vorfeld viele Vorschläge der Bürger nicht in der Planung berücksichtigt hätte. Ebenso kritisierte sie die geplante Wohnraumbebauung auf der Mittelmole, da die von den Bürgern geäußerten Vorschläge eher in die Richtung eines öffentlichen Raumes gingen, also Nutzung durch Schwimmbad, Theater, Gemeinde-/Bürgerhaus, etc. Ebenso würde der Individualverkehr verstärkt auf die Mittelmole geholt, anstatt diesen aus Warnemünde herauszuhalten.

Natürlich meldeten sich auch Vertreter der örtlichen Gewerbetreibenden zu Wort und warnten vor den Folgen der Ansiedlung von Geschäften auf der Mittelmole. Dies hätte desaströse Auswirkungen auf die bestehenden Geschäfte in Warnemünde. Ein Hotelier warnte vor zusätzlichen Bettenkapazitäten auf der Mittelmole. Warnemünde hätte bereits heute die großte Anzahl von Betten pro Einwohner, aber auch die geringste Auslastung.

Insgesamt gab es durchaus viele gute Argumente in der Diskussion, aber eine gemeinsame Linie konnte nicht gefunden werden.

 

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