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AIDAluna - Tag 10 – Reykjavik, Island

Heute sind wir pünktlich um die Mittagszeit in Reykjavik eingelaufen. Da wir noch vor dem Ausflug zu Gullfoss und den Geysiren noch etwas zu Mittag essen wollten, mussten wir uns damit durchaus ein bißchen beeilen, da die Tour um 13 Uhr losgehen sollte. Zuerst führte uns die Busfahrt in ein geothermisches Kraftwerk, in dem neben heißem Wasser für Reykjavik auch noch Energie gewonnen wird. Das Wasser hat, wenn es in der Stadt ankommt, immer noch gute 85°C. Besonders interessant und beeindruckend fand ich aber die Demonstration der letzten großen Erdbeben, bzw. der Geräusche davon. Das Soundsystem konnte durchaus glaubhaft vermitteln, daß das Erdbeben gerade passiert.

Danach ging es dann zu den Geysiren. Da der große, alte Geysir, der allen anderen seinen Namen als Bezeichnung vererbt hat, nicht mehr „funktioniert“, mussten wir mit Strokkur Vorlieb nehmen, der hingegen immer noch alle paar Minuten zuverläßlich eine Wasserfontäne emporschleudert. Sehr, sehr eindrucksvoll. Daß es bei den Geysiren nach Schwefel riecht, wie an vielen anderen Stellen in Island, muss ich vermutlich nicht betonen. Dort gab es übrigens auch noch ein Kaffeetrinken. Jedenfalls haben wir ein paar gute Aufnahmen machen können, so daß es dann ohne Probleme Richtung Gulfoss weitergehen konnte.

Leider hatten wir dort wenig Glück mit dem Wetter und es schüttete wie aus Kübeln. Wir hatten zwar Regenjacken und -schirme dabei, aber trotzdem hat der Besuch dort naturgemäß weniger Spaß gemacht, als wenn es trocken geblieben wäre. Der Wasserfall an sich ist aber unbedingt empfehlenswert und um eine ganze Ecke toller als Godafoss am Vortag – wenn nur das Wetter mitgespielt hätte! Unser isländische Guide bzw. Reiseleiter machte aber dem Image eines Wikingers alle Ehre, blieb er doch eisern im Regen ohne Schirm oder Kopfbedeckung stehen und wies seinen Schützlingen den Weg.

Wie es kommen musste, kam es dann auch: kurz nachdem wir vom Gulfoss Richtung Thingvellir aufgebrochen sind, hörte der Regen natürlich auf. Wir hatten natürlich nichts dagegen, sondern freuten uns darüber, daß sich sogar die Sonne zeitweise blicken ließ. Der Reiseleiter meinte dazu dann passenderweise: „Island hat kein Wetter, sondern nur Beispiele von allem.“

Thingvellir war insofern natürlich bemerkenswert, da hier die eurasische und die amerikanische Platte tektonisch auseinanderdriften und somit ein Graben entsteht. Bis zu 2 cm pro Jahr driften die beiden geologischen Platten auseinander und sorgen dabei natürlich immer mal wieder für Erdbeben, wie wir sie schon beim geothermischen Kraftwerk hören konnten – und natürlich auch für den entsprechenden Vulkanismus auf Island. In der so entstandenen Spalte hielten die Isländer früher immer ihren Althing ab, da die Spalte eine Art natürliches Amphitheater mit entsprechender Akustik geschaffen hat. Nachdem wir also zwischen Europa und Amerika hin- und hergewandert sind, ging es wieder zurück auf das Schiff, wo schon bald wieder das Abendessen auf dem Programm stand. Am Abend haben wir uns dann noch das Showprogramm angeschaut.

 

 

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