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AIDAluna - Tag 4 – Hellesylt & Geiranger, Norwegen

Heute begann der Tag ziemlich früh. Der Wecker klingelte erbarmungslos um 6 Uhr in der Früh. Um 7 Uhr war Frühstück angesagt und dann noch Klamotten packen und um 7:45 versammelte sich die Ausflugsgruppe zum Tendern: wir lagen inzwischen in Hellesylt auf Reede, um von dort zu unserer Tagestour über das Flogebirge zu wandern.

Zunächst mussten wir also in die Tenderboote steigen, um an Land zu kommen, denn Hellesylt hat wie Geiranger auch keine Pier. An Land angekommen, erwarteten uns auch schon ein paar Busse, mit denen wir dann zum ersten Fotostop gefahren wurden. Aufenthalt 5 Minuten. Also rut ussem Bus, hin zur Brücke und den Wasserfall von Hellesylt fotografiert und wieder rin in'n Bus. Weiter ging es irgendwohin zum Beginn des Wanderwegs über den Paß des Flo-Gebirges. Ungefähr 10 Kilometer sollte die Strecke sein und sie hatte es durchaus in sich! Naturgemäß ging es erst einmal bergauf. Nicht, daß das schon reichen würde, mussten wir auch noch darauf achten, nicht in eine der zahlreichen Kuhfladen zu treten. So waren unsere Augen dann auch eher auf den Boden vor unseren Füßen fixiert als auf die wirklich sehenswerte Landschaft.

War der Weg anfangs noch breit genug, um ihn mit einem Trecker zu teilen, wurde er bald schon immer schmaler und schmaler. Letztendlich ging es im Gänsemarsch hintereinander den Berg und die Schluchten hoch. Einmal mussten wir sogar über eine wohl frisch heruntergekomme Geröllawine steigen.

Das Wetter war übrigens typisch norwegisch: stark bewölkt bei ca. 14°C, aber die Tour an sich sorgte schon dafür, daß wir nicht trocken blieben, auch wenn man mal die paar Regentropfen kurz vor der Pause auf dem Paß außen vor läßt. Das muss so auf ca. 475m gewesen sein. Der Abstieg sollte dann bis auf ca. 200m herunterführen und war mit das anspruchsvollste an der ganzen Wanderung, da es auf unbefestigten und gerölligen Wegen recht steil bergab ging. Ich würde das Gefälle vielleicht auf 20% oder sogar etwas mehr schätzen. Am Endpunkt angelangt, mussten wir nur noch kurz auf einen unserer Busse warten, bis auch wir uns wieder hinsetzen und ausruhen konnten, denn die Wanderung und vor allem der Abstieg hatte es durchaus in sich.

Als nächstes ging es dann per Bus zum Jostedalsbreen-Nationalparkzentrum, wo eine kleine Essenspause und eine Filmvorführung über den nahen Gletscher eingeplant war. Zu essen gab es eine norwegische Spezialität: eine Art dicker Pfannkuchen oder Waffel mit Erdbeergelee und Sahne. Die 45 min für beides war dann auch schon recht knapp bemessen und wir fuhren darauf dann in Richtung Dalsnibba. Zwischendurch noch den einen oder anderen Fotostop. 5 Minuten Zeit. Also fix rut ussem Bus, alles mögliche fotoknippsen, wieder rin in'n Bus. Zumindest weiß ich jetzt, wie Japaner Europa in 5 Tagen erleben.

Aber allein schon die Fahrt zum bzw. auf den Dalsnibba war ein Erlebnis ersten Ranges! In ungezählten Spitzkehren ging es von der Talstation in 1000m Höhe rasch und spektakulär auf 1500m. Nicht nur, daß uns auf der Schotterstraße mitunter andere Busse entgegen kamen. Nein, wir haben auch andere tapfere AIDAluna Mitreisenden überholt, die offensichtlich eine Fahrradtour mit den AIDA Mountainbikes auf den Dalsnibba unternahmen.

Oben auf dem Aussichtspunkt angekommen bot sich jedenfalls ein grandioser Ausblick auf den Geiranger-Fjord, in dem neben der AIDAluna noch zwei weitere Kreuzfahrtschiffe lagen. Eins davon war die Costa Deliziosa. Auch wenn die Schiffe eigentlich mit über 240m Länge keineswegs klein sind, wirkten sie von 1500m aus betrachtet wie winzig kleine Spielzeugschiffchen. Leider war das Wetter diesig und verschlechterte sich zusehends. Wer aber das Glück haben sollte, auf dem Dalsnibba einen Sonnentag zu erwischen, wird sich vermutlich nicht mehr sattsehen können.

Für uns war aber mal wieder die Zeit abgelaufen und wir fuhren die spektakuläre Straße wieder hinunter und dann weiter in Richtung Geiranger über die Adlerkehren. Zwischendurch gab es mal wieder einen Fotostop. 5 Minuten Zeit. Also mal wieder fix rut ussem Bus... naja, das Übliche halt. Und schon ging es weiter zur letzten Station: den Tenderhafen von Geiranger. Wenig später waren wir dann wieder an Bord der AIDAluna und warteten auf die Abfahrt, die eigentlich um 18 Uhr geplant war. Bis dahin sichteten wir schonmal die Fotoausbeute des heutigen Tages. Als wir dann um 18 Uhr auf dem Sonnendeck waren, mussten wir noch fast eine Stunde auf die Abfahrt warten, da wohl die beiden anderen Schiffe aus irgendwelchen Gründen Vorrang hatten und an uns vorüber zogen. Da wir am Morgen vorher in Hellesylt abgestiegen waren, war die Fahrt durch den Geiranger-Fjord natürlich nochmal ein Erlebnis. Doch irgendwann treibt es auch den fleißigsten Ausflügler zur nächsten Nahrungsaufnahme. So klang der Abend dann im Marktrestaurant gemütlich aus, während die Deutsche Fußball Nationalmannschaft gegen Spanien im Halbfinale ausschied.

 

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