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Bürgerbegehren: 9.569 Unterstützer wollen Kopflinden erhalten

Dieses Jahr soll die Erneuerung der Mühlenstraße in Warnemünde beginnen. Die Straße ist einem bemitleidenswerten Zustand und unter der Straße scheint es in Sachen Leitungen und Kanäle auch nicht zum Besten zu stehen. Daß die Bürgerschaft der Stadt Rostock aber deswegen die 120 Jahre alten Kopflinden fällen möchte, gefällt den Warnemündern nun ganz und gar nicht.

In einem Bürgerbegehren, daß von den Grünen initiiert wurde, sprachen sich nun insgesamt 9.569 Unterzeichner für den Erhalt der Kopflinden aus. Davon waren allerdings 1.435 Unterschriften nicht gültig oder von nicht wahlberechtigten Unterstützern. Bleiben immer noch 8.134 gültige Unterschriften, wovon allein 1.874 aus Warnemünde kamen. Das sind immerhin 25.34% der Wahlberechtigten in diesem Ortsbereich. Das zeigt aber auch eine starke Unterstützung von 6.260 Rostocker (also von "Auswärtigen" aus Warnemünder Sicht ;-)), die ebenfalls die Kopflinden erhalten haben wollen.

Die Rostocker Bürgerschaft ist nun also aufgerufen, das Bürgerbegehren zum Erhalt der Kopflinden in ihre Entscheidungsfindung einfließen zu lassen und entsprechend die Bäume zu erhalten. Offiziell wäre nun zwar ein Bürgerentscheid angesagt, aber angesichts der damit verbundenen Kosten, appellieren die Initiatoren und Unterzeichner die Bürgerschaft dazu auf, es nicht soweit kommen zu lassen und lieber gleich dem Wunsch der Bürger zu entsprechen. Sollte die Bürgerschaft diesem Wunsch nicht entsprechen, haben Anwohner schon Klagen angekündigt. Dies würde aber nicht nur für alle Beteiligten entsprechende Kosten verursachen, sondern auch die dringend benötigte Sanierug der Mühlenstraße an sich verzögern. Vermutlich sogar bis ins nächste Jahr oder sogar noch länger. Noch ein harter Winter wie dieser und die Mühlenstraße müsste umbenannt werden in Mühlenfeldweg.

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