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Load on Core2 vs Pentium4

Nachdem letztes Jahr ja Ursula v. d. Leyen aus wahlkampftaktischen Gründen das Thema Internetsperren durchpeitschte, brachte ihr das den Beinamen "Zensursula" ein. Aus den geplanten Internetsperren wurde bekanntermaßen nichts. Stattdessen hat sich deutschlandweit eine Bürgerrechtsbewegung etabliert, die sich seitdem in die Politik einmischt und keine Ruhe mehr gibt. Ja, teilweise organisiert bzw. engagiert sich diese Bewegung sogar in der Piratenpartei. Das Gesetz ist zwar verabschiedet, wird aber nicht angewendet und soll aufgehoben bzw. durch ein Löschgesetz ersetzt werden. Es ist also fraglich, ob v.d. Leyen mit diesem Ergebnis gerechnet hat?

Ungeachtet dessen macht sich nun aber die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström nun aber daran, die Stoppschilder der Internetsperren europaweit aufstellen zu wollen. Doch nicht nur aus dem Netz gibt es bereits Widerstand für #Censilia, wie Malmström umgehend genannt wurde, sondern auch aus der Politik, wie Spiegel Online berichtet:

"Netzsperren sind nicht der richtige Weg", sagt dagegen der Europaabgeordnete Matthias Groote zu SPIEGEL ONLINE. Der SPD-Politiker ist sich sicher, dass das Europaparlament den Vorschlag der Kommission ablehnen wird. Gegen die Darstellung von Missbrauch an Kindern "müssen effektive Maßnahmen her, mehr Polizei im Netz, löschen statt sperren", sagt Groote. Eine Zensurinfrastruktur würden die Parlamentarier aber fraktionsübergreifend ablehnen, glaubt Groote.

"Anscheinend hat Kommissarin Malmström aus Swift nichts gelernt", sagt er. Das Europaparlament hatte sich bei der Diskussion um die Weitergabe von Bankdaten an die USA, beim sogenannten Swift-Abkommen, übergangenen gefühlt. Ihre Bedenken wurden ignoriert - schließlich kippten die EU-Parlamentarier die Datenschnüffelei. Dasselbe könne nun Malmström mit ihren Internetsperren passieren. Denn bisher seien die Netzblockaden "im Parlament kein Thema" gewesen, so Groote.

Die konservative Fraktion im EU-Parlament scheint wie gewohnt jedoch für die Unterstützung, wie Spiegel berichtet. Bezeichnend ist aber mal wieder folgendes:

Seit Monaten arbeiten Ministerrat und Kommission an einer Richtlinie für europaweite Netzsperren - fernab von öffentlicher Beobachtung, entsprechende Entwürfe sind unter Verschluss.

Wann hört diese Geheimniskrämerei endlich auf? Allein schon deshalb sollte das EU-Parlament jegliches Vorhaben der Kommission ablehnen, daß im Geheimen auf den Weg gebracht wird. Geheimniskrämerei ist einer Demokratie unwürdig.

Aber es zeigt sich, was schon im letzten Jahr zu befürchten war: der Kampf gegen die Zensurbefürworter geht weiter - nun auf EU-Ebene. Auch der Verein MOGIS engagiert sich entsprechend und vernetzt sich EU-weit. Wer MOGIS unterstützen möchte, darf den nun anerkannten Verein mit Spenden unterstützen. Gerade die Brüsseler Politik ist massiv von Lobbyisten beeinflußt. Aus diesem Grunde ist es wichtig, daß auch Netzakivisten wie Christian Bahls von MOGIS dort Flagge zeigen.
Vielleicht kommt dann auch langsam heraus, wer oder was eigentlich genau hinter diesen Bestrebungen steht, eine Zensurinfrastruktur über den Umweg der "Kinderpornosperren" etablieren zu wollen?

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Comments

LA is not exactly about CPU load. Roughly speaking, it's the number of tasks ready to be run at any given time, averaged over three increasing intervals (I don't remember them precicely). "Ready to be run" means not sleeping in a syscall or so.

Hence, I would say you possibly have to divide the LA values by the number of CPUs/cores to normalize them to the case of a single CPU/core.

Note that my last statement is just a hypothesis which can explain your case. If it turns out that Linux actually normalises LA values, the case is indeed weird :-)

Don't forget to take into account :
- the number of cores seen by the kernel
- the power saving mecanism that increase artificially the load while reducing the number of cpu cycles (see cpufreq-info / compare with disabled cpufreq savings)

As soon as you leave the nice and simple single processor land, the kernel need to keep its wits about it and run several synchronization kernel threads on each processor (or core) that you have, this will cause an increase in load. However it is not as bad as it looks - while for a single core system 1.0 load means it is fully loaded with the CPU at 100% utilization (on average), then on 4 core system the 100% usage of all four cores only comes when the load reaches 4.0. So a quad core load of 0.2 is roughly equivalent to single core load of 0.05 and actually comes from the extra housekeeping of keeping the extra cores in line.

powertop will tell you what's waking up the CPU.

Incidentally, on my dual-core Core 2 Duo with a full GNOME desktop running, loadavg is normally 0.00

The load average is based on the average number of processes using CPU time, ready to use CPU time, or blocked on disk IO. A single process that accesses a mass storage device can easily add 1 to the load average. If the mass storage device is a CD-ROM, floppy disk, or something else that doesn't get used much then it can increase the load average without you noticing that the system is slow in any way.

Also if you use RAID storage then a disk error can increase the load average (by a kernel process in D state) without being directly related to things that the user is doing. This can be through routine checking and array reconstruction but can also be through a defective disk.

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