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... und Zensur findet doch statt!

Es gibt mal wieder eine unterstützenswerte ePetition! Dieses Mal zum Thema "Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen":

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen.

Begründung

Die öffentliche Hand fördert Forschung und Entwicklung nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung jährlich mit etwa 12 Milliarden Euro. Die Ergebnisse dieser Forschung jedoch werden überwiegend in kostenpflichtigen Zeitschriften publiziert. Es ist nicht angemessen, dass der Steuerzahler für die von ihm finanzierten Forschungsergebnisse erneut bezahlen muss.

Wegen der hohen Kosten und der Vielzahl wissenschaftlicher Zeitschriften sind Forschungsergebnisse nur in wenigen Bibliotheken einsehbar. Den meisten Bürgern ist der Zugang zu der von ihnen finanzierten Wissenschaft dadurch nicht nur erschwert, sondern de facto ganz verschlossen.

Den Bürger von der Wissenschaft auszusperren ist nicht nur schädlich, sondern auch unnötig. Andere Länder haben vergleichbare Vorhaben bereits umgesetzt. Die US-Amerikanische Behörde National Institutes of Health (NIH) verlangt, dass alle von ihr finanzierten Publikationen binnen 12 Monaten an einem zentralen Ort öffentlich zugänglich sind. Die grundsätzliche Struktur des wissenschaftlichen Publikationswesen verändert sich hierdurch nicht.

Es geht also sozusagen um OpenAccess von wissenschaftlicher Forschung, die bereits vom Steuerzahler bezahlt wurde. Diese soll dem Bürger, nachdem er die Forschung und damit ja auch die Ergebnisse bereits bezahlt hat, kostenfrei zur Verfügung stehen. Hiervon würden auch die Forscher selber profitieren, da sie auf die Ergebnisse ihrer Kollegen ebenso zugreifen könnten, um damit z.B. ihre eigenen Forschungen zu untermauern oder aber kritisch kontrollieren zu können.
Es wäre also zum gegenseitigen Nutzen. Also heißt es wieder: Zeichne mit!

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Comments

Von Ingo | Blog of Ingo Jürgensmann | – Im Zuge des Zugangser ­ schwerungsgesetzes wurde von den Kritikern häufig angeführt, daß dadurch eine Zensurinfrastruktur geschaffen werde.Nun muss man allerdings feststellen: die Zensur...

das ist wirklich schlimm. die regierung schimpft sich tolerant und demokratisch, aber wenn etwas nicht in ihre definition dieser begriffe passt, wird es zensiert! gut, das es das internet gibt!!

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