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Netzpolitik.org ruft erneut zur "größten Bürgerrechts-Demo aller Zeiten" auf

Die US-Amerikaner haben mitunter eine seltsame Sichtweise. Seit ein paar Jahren glauben sie, daß sie die ganze Welt lückenlos überwachen und einen Krieg gegen den Terror führen müssen. Dabei sollte jedem vernunftbegabten Menschen eigentlich von vornherein klar sein, daß beides reine Schnapsideen sind. Aber nun setzen die Amis sogar noch einen drauf. Heise berichtet dazu heute:

Die Einreisegebühr für deutsche und andere europäische Besucher der USA rückt näher: Der US-Senat hat am Mittwoch mit großer Mehrheit einem Gesetz zugestimmt, das eine Abgabe von zehn Dollar (derzeit 6,90 Euro) vorsieht. Mit den Einnahmen soll ein Werbeprogramm zur Ankurbelung des USA-Tourismus finanziert werden. Bevor das Gesetz mit der Unterschrift von US-Präsident Barack Obama in Kraft tritt, müssen noch die Abgeordneten im Repräsentantenhaus zustimmen.

Also nochmal zum Mitschreiben: Die USA wollen nun eine Einreisegebühr von Leuten erheben, die in die USA einreisen wollen, um sich das Land anzugucken. Damit soll dann ein Werbeprogramm finanziert werden, mit dem Leute ins Land geholt werden sollen, die sich das Land angucken sollen. Völlig einleuchtend, oder?
Vielleicht ist aber ja auch der Hintergrund der, daß sie nun ein Werbeprogramm brauchen, weil die Einnahmen aus dem Tourismus zurückgegangen sind, da sich die Leute nicht mehr aus Sicherheitsgründen durchleuchten und 50 Jahren lang ihre Daten speichern lassen wollen?

Der Chef der EU-Vertretung in Washington, John Bruton, forderte, künftig auch von allen US-Besuchern in Europa eine Einreisegebühr zu verlangen.

Das allerdings ist dann nur konsequent. Aber bitte dann auch die Fingerabdrücke nehmen und sämtliche irrelevante Daten auf ewige Zeit speichern, wie Kreditkartennummern oder den Speiseplan im Flieger. Aber ich vergaß: das würde sicherlich die Rechte und Freiheiten der Amerikaner einschränken, wenn wir das machen würden.

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