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Kurzurlaub

Spiegel Online bewirbt sozusagen das Buch "Angriff auf die Freiheit" von Ilija Trojanow und Julia Zeh und führt mit der Co-Autorin Zeh ein Interview über das Buch:

SPIEGEL ONLINE : Dafür, dass Sie eine breite Öffentlichkeit ansprechen wollen, tragen Sie im Buch aber ganz schön dick auf mit Sätzen wie diesem: "Schon bislang darf der britische Geheimdienst alles abhören und speichern, braucht dafür aber jeweils eine Erlaubnis des Innenministers, die allein im Jahre 2007 etwa 500.000mal angefordert wurde. Eine derart umfassende Kontrolle hat es noch nie gegeben, nicht unter Nero, Henry VIII, Louis XIV., Napoleon, Franco, nicht einmal unter Hitler und Stalin."

Zeh: Ja, wir packen die Leser sozusagen am Kragen und schreien ihnen ins Gesicht. Das Buch "Angriff auf die Freiheit" ist für meine Verhältnisse ungeheuer einseitig und polemisch ausgefallen, ich schreibe sonst anders. Aber uns schwebte ein bisschen so eine Strategie vor wie die des US-Regisseurs Michael Moore. Dessen Filme bedienen sich der billigsten Mittel, um eine Meinung zu vertreten. Aber vielleicht ist genau das notwendig, wenn die Gegenseite ebenfalls zu derlei Mitteln greift. Wir wollten uns dafür nicht zu fein sein.

Ich hab zwar das Buch selber noch nicht gelesen, aber da das "die Leser sozusagen am Kragen und schreien ihnen ins Gesicht" inzwischen notwendig ist, damit alle anderen Mitbürger und -wähler auch für das Thema sensibilisiert werden, empfehle ich das Buch mal ungelesen weiter. Demnächst ist ja Weihnachten und Bücher zu verschenken ist immer eine gute Idee. Ganz besonders, wenn es darum geht, Recht und Freiheit zu bewahren. Bei Amazon kann man das Buch schon vorbestellen - auch als Hörbuch.

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