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Nach der Wahl ist vor der Wahl...

Google behauptet ja immer von sich, es wäre nicht "böse", aber das scheint wohl nur auf die eigene Sichtweise beschränkt zu sein. Denn das Unternehmen verhält sich nicht so, wie man es von jemanden erwarten würde, der nur "gutes" im Sinn hat.
Letztens wurde ja bekannt, daß Google wieder seine Autos herumfahren läßt, u.a. auch in Rostock und Osnabrück. Wer Widerspruch gegen diese Aufnahmen einlegen will, findet auf den Google-Seiten folgenden Tip:

Wenn Sie uns im Zusammenhang mit Street View schreiben möchten (insbesondere, wenn Sie Informationen darüber wünschen, wie Sie einen Widerspruch gegen die Veröffentlichung eines bestimmten Bildes auf Street View erklären können), senden Sie bitte der zuständigen Google Inc. eine E-Mail mit Ihrem Absender an streetview-deutschland@google.com, oder schreiben Sie der Google Inc. unter der Adresse: Google Germany GmbH, betr.: Street View, ABC-Straße 19, 20354 Hamburg. Die Google Germany GmbH wird die Nachricht an die Google Inc. weiterleiten.

Gesagt getan! Da wir hier ein berechtigtes Interesse haben, nicht von Streetview aufgenommen zu werden, hab ich also an die angegebene Email-Adresse geschrieben und um Information bzgl. des Widerspruchs gebeten. Insbesondere auch für Nachbarn, die selber über kein Internet verfügen oder aus anderen Gründen nicht selber widersprechen, aber trotzdem dagegen sind.
Leider blieb eine Reaktion aus und auch die Erinnerung mit Fristsetzung zum 1.Juni wurde von Google ignoriert bzw. nicht beantwortet. Nachdem ich dann eine Beschwerde an den hiesigen Landesdatenschutzbeauftragten (LFD-MV) geschrieben hatte, kam natürlich prompt wieder etwas zu diesem Thema bei Spiegel Online:

Den Eingang solcher Beschwerden - die Betroffene an streetview-deutschland@google.com schicken könnten - habe Google nicht einmal bestätigt. Erst auf massives Drängen, schreibt Golem.de, wurden am 3. Juni 2009 Eingangsbestätigungen in Aussicht gestellt.

Eine Eingangsbestätigung wäre schön. Eine Beantwortung von Fragen aber noch besser! Wie auch immer: heute hat mir ein Mitarbeiter vom LFD-MV geschrieben. Demnach warten die Landesdatenschutzbeauftragten (insbesondere der für Google zuständige Hamburger LFD) selber auf Reaktion von Google, worüber die wohl wenig begeistert sind. Es wird daher empfohlen, Widersprüche gegen Googles StreetView Projekt schriftlich per Post und in Kopie an die obige Hamburger Adresse zu schicken. Ich persönlich würde jetzt sogar empfehlen, das Ganze per Einschreiben mit Rückschein zu machen.
Für weitere Fragen zum Thema Google StreetView kann man sich an den Landesbeauftragten für Datenschutz in Hamburg wenden: www.datenschutz.hamburg.de

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