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SuperGarv strikes again!

Heute fand im RIGZ in Rostock ein OpenSolaris TechTalk statt. Gastredner war Detlef Drewanz, seines Zeichens Senior Systems Engineer und Ambassador Operating Systems bei Sun. Wer wollte, konnte auch seinen Rechner mitbringen und die Veranstaltung als Install-Party benutzen. Außerdem war für das leibliche Wohl mit jahreszeitlich passender Verpflegung gesorgt: Kuchen, Lebkuchen, Spekulatius, Glühwein, Tee - für alle war etwas dabei.


Gastredner Detlef Drewanz Das heiße und kalte "Büffet"
Das TechTalk-Team Ein Teil des Auditoriums
Nicht nur kleine Snacks, sondern auch kleine Rechner...
... Eee PC mit OpenSolaris. Neckisch.

Besonders interessant und auf breites Interesse stieß das Thema ZFS, das ausgiebig diskutiert wurde. Aber auch den Eee PC mit OpenSolaris fand ich schnuckelig.
Für einen Teil der Zuhörer ging die Diskussion später noch beim Rostocker Unix Stammtisch weiter.Die längere Fassung:
Nachdem wir (meine Freundin und ich) pünktlich um 16 Uhr in Raum 057 im RIGZ ankamen, wurden wir auch schon gleich begrüßt und haben festgestellt, daß wir fast die ersten waren. Das war aber nicht weiter schlimm, da man sich ja dann erstmal auch in lockerer Runde etwas unterhalten und schonmal das Büffet plündern konnte.
Wir (alle Anwesenden) haben dann noch bis 16:30 gewartet und zwischendurch festgestellt, daß der Raum wohl doch etwas schwierig zu finden war, da wohl auch jemand den Wegweiser im Hauptgebäude entfernt hatte. Jedenfalls trudelten nach und nach weitere Interessenten ein, so daß der Vortrag um 16:30 wie geplant gestartet wurde.

Der Vortrag selber war recht kurzweilig erzählt, auch wenn die moderne Technik so manche Tücke bereitgehalten hat. OpenSolaris ist durchaus ein interessantes Betriebssystem, mit dem ich schon das eine oder andere Mal geliebäugelt habe.
Na, der Vortrag hangelte sich jedenfalls so ein wenig am Solaris im allgemeinen, der Entwicklung von OpenSolaris, die Abhängigkeiten zwischen Solaris10, OpenSolaris, Nevada, etc. über ein paar Features wie den TimeSlider im Gnome Dateimanager bis hin zu technischen Fragen rund um das ZFS und der Vorführung einiger Features desselben hin.
Natürlich war es auch unausweichlich, daß die Unterschiede zwischen OpenSolaris und Linux diskutiert wurden, wobei von Herrn Drewanz natürlich die Vorzüge von OpenSolaris herausgestellt wurden. Klar, Sun ist halt sein Arbeitgeber und somit war das auch völlig ok so. Aber bei einigen Stellen musste ich dann doch ein paar Mal schmunzeln. Etwa an der, wo er die Zusammenarbeit mit anderen OpenSource Entwicklern wie Jens Schilling positiv hervorhob. Wer die zahlreichen Diskussion von Jens Schilling, dem originalen Autor von cdrecord und OpenSolaris Fanboy, auf diversen Mailing Listen wie z.B. debian-german-users am Rande mitverfolgt hatte, weiß, daß man diesen Namen eigentlich nicht unbedingt positiv im Linux-Lager assoziiert.
Auf die Besonderheiten von der OpenSolaris-Installation auf x86-Hardware wurde auch ausgiebig eingegangen, wie z.B. daß es in einer primären Partition installiert werden muss und der verwendete Grub Bootloader eine speziell angepasste Version ist. Zudem muss die OpenSolaris Partition eine bestimmte Partition-ID haben (0xB7 oder so?) und als aktive Partition markiert sein. Also allerlei Besonderheiten, die die Installation von OpenSolaris für Otto-Normal-Anwender sicherlich ungeeignet erscheinen läßt.

Am Schluss wurde dann auch offensichtlich, was die treibende Kraft hinter der Entwicklung (meiner Meinung nach) ist: es wurde beklagt, daß das Solaris Know-How allgemein abnimmt und kaum noch Leute mit Solaris-Kenntnissen in der Uni und teilweise wohl in der Wirtschaft vorhanden sind. Da scheint Linux massiv am Solaris-Marktanteil zu knabbern. Mit OpenSolaris soll nun vermutlich ein ähnlicher Weg wie bei Linux beschritten werden, um eine große Online-Community zu bilden und somit mehr Know-How langfristig zu generieren - um letztendlich Suns Marktanteile behaupten zu können.

Ob das Konzept aufgeht, bleibt abzuwarten. Nötig wäre es jedenfalls, denn wie Heise vor kurzem berichtete, steck Sun tief in den roten Zahlen. Normalerweise bin ich ja kein Sun-Unterstützer, sondern eher SGI-Fan, aber da ich auch keine Monokulturen mag, bleibt natürlich zu hoffen, daß Sun damit halbwegs Erfolg hat und dem Markt als Alternative zur x86 Plattform erhalten bleibt. Allerdings räume ich SGI mit seiner Entscheidung, kein eigenes Betriebssystem mehr zu entwickeln, sondern sich auf Linux zu konzentieren, mehr Chancen ein. Das Thema SGI ist aber ein Thema für sich.

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Garvin

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