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Urlaub AIDAbella Kanaren - Tag 11: Lanzarote, Spanien

Als letzte Station der Reise stand Arrecife auf Lanzarote auf der Liste, bevor es dann in Las Palmas wieder in den Fliegen gen Heimat geht. Wir hatten hier auch wieder einen Ausflug gebucht, der uns über die ganze Insel jagen würde. Los ging es morgens im Hafen und uns zunächst in den Timanfaya-Nationalpark führte.

Im Wesentlichen geht es im Nationalpark um die Vulkane von Lanzarote. Los ging es gleich mit drei "Experimenten" bzw. Showeinlagen. Wir bekamen Vulkanasche aus ca. 20-30 cm Tiefe in die Hände gegeben. Vulkanasche ist nicht direkt Asche, wie man sich das eigentlich vorstellen würde, sondern eher so feines Steingranulat. Und in diesem Fall ziemlich warm bzw. sogar heiß. Jedenfalls hielt es kaum jemand aus, die Asche länger als 1-2 Sekunden in der Hand zu halten. Das zweite Experiment war, einen trockenen Busch in ein Erdloch zu stecken und zu sehen, wie er nach wenigen Sekunden anfing, Feuer zu fangen. Beim dritten Experiment wurde Wasser in lange Stahlröhren im Boden gegossen, wo das Wasser dann nach 2-3 Sekunden verdampfte und wie bei einem Geysir in die Höhe schoss. Aber beeindruckend war auch der hauseigene Grill des Restaurants, wo lediglich über einem 6 Meter tiefem Erdloch ein Grillrost gelegt war. Aus dem Erdloch kam so heiße Luft, daß man meinen könnte, unsere gesammelten Politiker säßen drin. Es reichte jedenfalls zum Grillen und man konnte nur kurz seinen Kopf über das Loch stecken oder den Fotoapparat drüber halten.

Als nächste Station war dann das Weinanbaugebiet La Geria angesagt. Wer Weinberge in Deutschland kennt, wird zunächst verwundert suchen, wo denn die Weinstöcke seien mögen. Die befinden sich nämlich allesamt in kleinen Erdvertiefungen, die zudem noch mit einer Mauer umgeben sind, um den Wein vor dem Wind zu schützen. So sieht dann das Weinanbaugebiet auch weniger grün als vielmehr schwarz aus. Aber die Anbaumethode soll wohl relativ ertragreich und der Wein recht gut sein.

Nach La Geria war Mittagessen in einem, naja, sagen wir mal, Landgasthof angesagt. Es gab ein umfangreiches landestypisches Büffet für uns. Wobei ich da schon annehme, daß einige Sachen weniger landestypisch als vielmehr für diejenigen vorhanden waren, die dem landestypischen Essen nichts abgewinnen konnten. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, Pommes als typisches Essen Lanzarotes zu kennen. Es schmeckte jedenfalls trotzdem.

Die nächste Busfahrt führte uns dann zu einer Lavaröhre namens Jameos del Agua. Die ist in der Tat auch besonders sehenswert und wer auf Lanzarote mal in einem besonderen Café sitzen und entspannen möchte, sollte dorthin fahren und sich ein bißchen mehr Zeit nehmen. Das ganze ist in eine beziehungsweise mehrere Höhlen eines Lavastroms gebaut, der wenige hundert Meter weiter im Atlantik mündet. Dort gibt es auch einen kleinen See, in dem eine weiße Krebsart lebt, die nur dort vorkommt. Das Wasser ist sehr klar und man kann die Krebse mit den bloßen Augen sehen. Neben einem künstlichen Pool, von dem uns nicht so ganz klar war, ob man da einfach so schwimmen gehen darf oder nicht, gibt es auch noch eine 600 Personen fassende Konzerthalle in einer dritten Grotte.

Zum Schluß ging es dann noch zum Mirador del Rio, einem Aussichtspunkt an der Nordküste der Insel. Dort hat man eine tolle Aussicht, vor allem wenn es weniger diesig ist als es bei uns der Fall war. Das in den Stein gehauene Haus ist übrigens auch sehenswert und könnte dem einen oder anderen seltsam bekannt vorkommen. Dort wurde 1979 die Fernsehserie Timm Thaler gedreht.

Und überhaupt: der Reiseleiter wurde bei all den Fahrten nicht müde zu erzählen, daß die meisten sehenswerten Gebäude wie eben die von Jameos del Agua oder vom Mirador del Rio vom Künstler César Manrique entworfen wurden. Aufgrund der Erzählungen kommt man nicht umhin zu glauben, daß Manrique so etwas wie ein Nationalheld war, zumindest aber eine sehr große Bedeutung auch immer noch heutzutage hat.

Jedenfalls ging es nach einem Zwischenstopp auf einem weiteren Aussichtspunkt in der Nähe des Ortes der 1000 Palmen, wo auch Manrique seine letzten Jahre verbracht hatte, wieder zum Schiff zurück. Insgesamt war das zwar eine recht lange Tour über Lanzarote, aber auch eine ziemlich sehenswerte.

(Bilder kommen etwas später! Die schaff ich nun nicht mehr hochzuladen... )

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