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Island

Open Data: Island will Verfassung ändern

Im Zuge der Bankenkrise wurde auch Island heftig erschüttert. Einige Banker hatten sich damals wohl selber bedient und wurden auch noch von Kreisen aus Politik und Justiz gedeckt. Jedenfalls entwickelte sich in Island dank Wikileaks und die dort veröffentlichten Dokumente die Islandic Modern Media Initiative (IMMI), die eine Reihe von Gesetzesänderung mit breiter Unterstützung durch Parlamentarier aller Parteien zur Stärkung des investigativen (Online-)Journalismus auf den Weg brachte.

Nun berichtet Hjalmar Gislason auf blog.datamarket.com (via ), daß in Island die Verfassung geändert und einen Passus zu Open Data bekommen soll: 

7. Information Rights

Everyone is free to gather and disseminate information.

Public administration shall be transparent and maintain data and documents such as meeting minutes, and register and record all inquiries, their the origin, process and the final result. Such documents may not be deleted unless required by law.

Publicly kept information and documents shall be available without delay and public access to any documents created, gathered or funded by the public sector shall be ensured by law. A list of all cases and documents held by the public sector, their origin and content, shall be accessible to all.

The gathering, dissemination, delivery and storage of data and documents may only be limited by law for democratic reasons such as privacy, national security and the defined tasks of surveillance institutions. Access to work documents may be limited by law, but only to the extent that ensures natural working conditions for the government.

For any documents which are lawfully bound by secrecy, an explanation of the reasons for the secrecy classification and a limit to the time of that classification shall be published.

Damit würde also die gesamte öffentliche Verwaltung Islands zu weitreichender Transparenz verpflichtet werden. Bleibt nur zu hoffen, daß nicht allzu viele Dokumente als sicherheitsrelevant eingestuft werden. Ich hätte mir zwar noch einen Passus gewünscht, der die Zeitspanne der Geheimhalterei auch einen überschaubaren Zeitraum festlegt (5-10 Jahre), aber vielleicht ist das ja auch woanders bereits definiert?

Jedenfalls sind die Isländer mit der IMMI und der Verfassungsänderung zu einem Vorreiter in Sachen Open Data geworden, an dem sich Deutschland und andere Länder durchaus ein Beispiel nehmen sollten.

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AIDAluna - Tag 9 – Akureyri, Island

Heute morgen war die Nacht für uns früh zu Ende: aufstehen um ca. 5 Uhr morgens, Frühstück um 6 Uhr und ab auf die gebuchte Tour zum Goðafoss Wasserfall um ca. 7 Uhr – alles nach lokaler Zeit, also 2 Stunden später als nach europäischer Sommerzeit. So war das ganze dann erträglicher als es von den Uhrzeiten her den Anschein hat.

Wir fuhren also mit dem Bus über die recht holprigen Straßen von Akureyri bis zum Goðafoss Wasserfall. Dort hatten wir wahnsinnige 30 Minuten Aufenthalt, die sich auch noch in 15 Minuten für den Wasserfall und 15 Minuten für den Souvenir-Shop aufsplitteten. Alternativ konnte man auch 10 Minuten am Fluß zum Souvenir-Shop zu Fuß gehen, statt mit dem Bus dorthin zu fahren. Das ist natürlich viel zu wenig, um den durchaus eindrucksvollen Wasserfall in Ruhe genießen zu können. Allerdings gab es dort auch etliche Mücken, die ziemlich genervt haben. Da ich auf manche Mückenstiche allergisch reagiere, fühlte ich mich dort nun aber auch nicht so richtig wohl. Allerdings wäre ich dann doch lieber etwas länger am Goðafoss geblieben. So ging es aber zügig wieder zurück nach Akureyri, wo wir noch den Botanischen Garten besichtigen und dann entweder mit dem Bus zum Schiff zurückfahren oder zu Fuß durch die Stadt zurücklaufen konnten. Die meisten Mitausflügler wählten wohl die Variante des Gehens.

Das Wetter war leider nicht so schön sonnig wie letztes Jahr. Allerdings war es dadurch auch entspannend kühl, was sehr angenehm war.

Um 14:30 hieß es wieder „Alle Mann an Bord“ und um 15 Uhr legten wir dann wieder in Richtung Reykjavik ab. Interessant war übrigens durchaus so die eine oder andere Randbemerkung unserer einheimischen Reiseleiterin, die mehrfach auf den Finanzcrash und die Folgen für die Isländer Bezug nahm. So fehlt für einige Bauvorhaben in Akureyri derzeit das Geld und zum anderen versuchen die Isländer, Geld von den Touristen zu bekommen, indem sie Pullover stricken. Aus diesem Grund wird die Reiseleiterin, die hauptberuflich Lehrerin ist, ab nächstem Schuljahr nun auch Stricken in der Schule unterrichten. So hat die Finanzkrise durchaus echte Auswirkungen auf die Leute, die hier leben.Ich hab dann auch mal noch eine isländische Bank fotografiert, solange es sie noch gibt: 

Nachmittags hatten wir es uns wieder in der Luna-Bar auf Deck 9 gemütlich gemacht und unter anderem den Showproben für abends angeschaut. Vor dem Abendessen waren wir dann auch noch fleißig und haben Sport gemacht. Bisher schaut deshalb unsere Bilanz recht vielversprechend aus – trotz der Verlockungen an den zahlreichen Büffet-Theken in den Restaurants.

 

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