Fritzbox 7270 - Firmware Update und Netzwerk

11 03 2010
Beim letzten Artikel kamen ein paar Hinweise in den Kommentaren. Vielen Dank dafür! Doch leider haben sie nichts geholfen. Zum Tipp, daß man ja unter Erweiterte Einstellungen -> Netzwerk entsprechendes eintragen bzw. ändern kann:

Erweiterte Einstellungen -> Netzwerk


Das deutet für mich schonmal ganz eindeutig auf eine eingeschränkte und kastrierte Firmware-Version hin. Bloß ja nicht dem Enduser, der die Box ja gekauft hat, mit zuvielen Einstellungsmöglichkeiten verwirren! Schlimm sowas. Also war der Plan, eine normale Firmware herunter zu laden und diese dann auf die Fritzbox zu bringen. Aber über die Weboberfläche ist dies nicht möglich:

Neue Firmware-Version
fehlgeschlagenes Update


So. Sieht so aus, als wenn ich mich mal mit dem Support von KDG auseinandersetzen müsste. Notfalls geht die gelieferte Fritzbox halt retour und ich kaufe mir lieber eine aus dem Laden, bei der man alles machen kann. Wann lernen Firmen eigentlich, daß die Kunden auch Rechte und nicht nur (Zahl-)Pflichten haben? Wenn ich mir eine beworbene Fritzbox 7270 kaufe, dann will ich auch eine voll funktionsfähige Fritzbox 7270 bekommen und keinen Brick, mit dem ich nichts machen kann.

Bookmark Fritzbox 7270 - Firmware Update und Netzwerk  at del.icio.us Digg Fritzbox 7270 - Firmware Update und Netzwerk Bloglines Fritzbox 7270 - Firmware Update und Netzwerk Technorati Fritzbox 7270 - Firmware Update und Netzwerk wong it! Stumble It!

Weser-Kurier: neue A1 ein Sanierungsfall

10 03 2010
Gerne werden solche Projekte zwischen öffentlicher Hand und privaten Firmen als Erfolge gefeiert. Es ist ja auch so schön einfach: man erlaubt einer privaten Firma bzw. einem Konsortium einfach, eine Aufgabe der öffentlichen Hand zu übernehmen. Dieses Konsortium darf dann ein bißchen Geld eintreiben, hat alle Verantwortung und die öffentliche Hand ist fein raus und kassiert nur noch ihren Obulus. Das hat sich der Bund sicher auch gedacht, als er einem Konsortium der Bunte-Gruppe und Bilfinger-Berger den Auftrag für den 6-streifigen Ausbau der A1 zwischen Bremen und Hamburg gab. Das Konsortium sollte die Autobahn bauen und dafür an den Maut-Einnahmen beteiligt werden.

Das Konsortium hat dann auch gut ran geklotzt und erstmal für derbe viele Baustellen auf der Strecke gesorgt, so daß es derzeit sinnvoller ist, auf dem Weg von Rostock nach Osnabrück lieber über die A7 und Hannover zu fahren, was nicht unbedingt kürzer, aber dann doch unverhältnismäßig viel schneller geht.

Aber so einfach und reibungslos wie sich Bund und Konsortium das Zusammengehen in diesem Projekt, das als leuchtendes Beispiel einer Public-Private-Partnership (PPP) gefeiert wurde, vorgestellt haben, dürfte es nun nicht werden. Denn wie der Weser-Kurier (und auch die Radio-Nachrichten heute morgen) berichtet, ist das bereits freigegeben Teilstück der A1 nach gut 2 Monaten bereits ein Sanierungsfall, gar für eine Grundsanierung:

Die kurz vor Weihnachten freigegebene und sanierte Autobahn 1 bei Bremen ist derart mit Schlaglöchern übersät, dass eine erneute Grundsanierung erforderlich ist. Die Grundsanierung halten sowohl der ADAC als auch die Landesverkehrsbehörde für notwendig, mit Flickarbeiten sei das Problem nicht zu lösen. Die A1-Sanierung von Bremen nach Hamburg wird von einem privaten Konsortium aus den Firmen Bunte-Gruppe und Bilfinger-Berger organisiert.
[...]
Der ADAC Weser-Ems jedenfalls hat eine Erklärung parat: „Es kann sich nur um Fehler bei der Verfahrensweise handeln“, so Sprecher Dirk Matthies. Eine neue Autobahn halte normalerweise mehr als zehn Jahre, sie gehe bei Frost nicht kaputt. Matthies: „Die Schäden sind sehr eigenartig und ich gehe davon aus, dass das großflächig saniert werden muss.“


Wie unerwartet! Sowas kommt halt dabei heraus, wenn man privaten Firmen staatliche Aufgaben überträgt. Insbesondere dann, wenn die Dauer der Partnerschaft und somit die Möglichkeit der Einnahmen begrenzt ist (z.B. auf 20 Jahre). Denn dann versucht das bauausführende Konsortium halt eine Gewinnmaximierung: möglichst schnell das Ding zusammenkloppen (viele Baustellen), um das Projekt möglichst schnell abschließen zu können und umso schneller dann Einnahmen durch die Maut erzielen zu können.
Daß der private Partner da vielleicht kein gesteigertes Interesse daran hat, eine hohe Qualität abzuliefern, hätte man sich als Auftraggeber vielleicht auch denken können. Bilfinger-Berger ist im übrigen auch noch derzeit aufgrund eines anderen Bauvorhabens im Gespräch: beim U-Bahn-Bau in Köln nämlich, wo eine U-Bahn Station eingestürzt ist und das darüberstehende Stadtarchiv ebenso. Da darf man sich wohl durchaus fragen, ob es da irgendwo ein Methode gibt? Aber vermutlich nicht, wie wir alle natürlich selbstverständlich wissen. Bilfinger-Berger ist zweifelslos eine seriöse Firma.

Aber es zeigt auch, daß die Privatisierung von öffentlichen Aufgaben eben nicht funktionieren kann. Die Ansätze und Ansprüche sind grundverschieden, die öffentliche Hand und private Partner haben. Während die öffentliche Hand ein Interesse daran hat, die Kosten langfristig möglichst gering zu halten, indem ein gewisser Qualitätsstandard eingehalten wird, der zudem gewährleistet, daß die Baumaßnahme auch entsprechend Bestand hat und diese dementsprechend auch lieber anfänglich etwas teuerer sein darf, hat der private Partner für gewöhnlich eine Gewinnmaximierung im Focus: schnell mit geringen Kosten fertig werden, um möglichst lange mit dem Projekt Gewinne erzielen zu können. Das wird insbesondere dann zum Problem, wenn das Projekt und womöglich gar noch die Verantwortlichkeit zeitlich begrenzt ist. Der Bericht des Weser-Kuriers läßt erahnen, daß nicht das Konsortium für die Pflege der Straße verantwortlich ist, sondern das Straßenbauamt Verden.

Das Resultat wird nun sicherlich ein jahrelanger (Rechts-)Streit zwischen den beiden Partnern sein und vermutlich jahrzehnte lang weitflächige Baustellen auf der A1 - einer der wichtigsten und meistbefahrensten Verkehrsadern Deutschlands. Da hat die Politik mal wieder grandios versagt und der Bürger darf es wieder ausbaden.

Somit sollte das Projekt A1 eigentlich ein warnendes Beispiel für alle Politiker, insbesondere sicherlich der CDU und der FDP, sein, daß Aufgaben der öffentlichen Hand eben auch am besten in dieser belassen werden sollten. Das betrifft nicht nur den Bau von Autobahnen, sondern auch z.B. die Stadtreinigung, Müllabfuhr und anderes. Und ja: ab und zu kann eine solche PPP sicherlich auch mal ein Erfolg sein, aber ehrlich gesagt fällt mir da gerade kein Beispiel ein. Deshalb lieber: Finger weg von solchen Vorhaben!

Bookmark Weser-Kurier: neue A1 ein Sanierungsfall  at del.icio.us Digg Weser-Kurier: neue A1 ein Sanierungsfall Bloglines Weser-Kurier: neue A1 ein Sanierungsfall Technorati Weser-Kurier: neue A1 ein Sanierungsfall wong it! Stumble It!

KDG und die Fritz!box 7270

09 03 2010
Gestern kam ja der Techniker von Kabel Deutschland (KDG) und hat uns neues Internet gebracht. Und eben auch eine Fritz!box 7270 als Router. Mal davon abgesehen, daß der Techniker erst gute 3 Stunden nach dem eigentlich vereinbarten Termin kam, wobei ihm zugute gehalten werden muss, daß er überhaupt noch kam und bis fast 19 Uhr das ganze installiert hat, wurde der Router nicht nach unseren Vorgaben konfiguriert. Das Internet funktionierte zwar und auch erwartet schnell im Vergleich zum Krüppel-DSL von Osnanet, aber scheinbar befindet sich irgendeine verkrüppelte Firmware auf der Fritz!box 7270 von KDG.

Jedenfalls konnte man zwar irgendwo das WLAN konfigurieren, aber nirgendswo das LAN, also IP, Subnet, Firewall oder Portforwards. Wer mehr als nur einen oder vielleicht zwei Rechner im LAN hat, möchte natürlich sein bisheriges LAN behalten und nicht alle IPs, DNS-Einträge, DHCP-Settings usw. neu konfigurieren. Aber leider konnte ich nirgendswo finden, wo man bei der Fritz!box 7270 die LAN-Einstellungen ändern kann. Das eingestellte 192.168.178.0/24 Netz ließ sich nicht ändern.

Also musste der altehrwürdige Linksys WRT54G v3.1 nochmal ran. Nachdem wir den dann von PPPoE auf DHCP umgestellt hatten, funktionierte der auch anstandslos. Nachteil dieser Lösung ist allerdings, daß a) das WLAN auf 802.11b/g (54 Mbps) statt 802.11n (300 Mbps) beschränkt ist und b) natürlich komplett die Telefoniefunktion der Fritz!box fehlt. Noch ist das nicht so tragisch, da die Rufnummern und somit die Telefonie an sich noch nicht portiert sind, aber das wird in der nächsten Zeit auch noch kommen.

Wer also weiß, wie man die Fritz!box 7270 mit einer ordentlichen Firmware beglücken kann, die alle Einstell- bzw. Konfigurationsmöglichkeiten (LAN, WAN, WLAN, Telefonie, Firewall, VPN, ...) bietet, möge dies doch bitte in den Kommentaren kundtun. Danke! :-)

P.S.: Im Moment trennen mich 450 km von der Fritz!box. ;)

Bookmark KDG und die Fritz!box 7270  at del.icio.us Digg KDG und die Fritz!box 7270 Bloglines KDG und die Fritz!box 7270 Technorati KDG und die Fritz!box 7270 wong it! Stumble It!

Noch mehr Fakten zur VDS

08 03 2010
Samstag hatte ich ja auf Malte Spitz und seinen Fakten zur VDS hingewiesen. Gestern abend sind mir noch die Fakten beim AK Vorrat über den Weg gelaufen, die auch ein paar interessante Punkte aufgreifen:

Arbeitserleichterung ist nicht gleich Erforderlichkeit. Weltweit werden Straftaten auch ohne Vorratsdatenspeicherung erfolgreich aufgeklärt, gerade im Internet. Außer in Deutschland werden auch in Belgien, Griechenland, Österreich, Schweden und Rumänien Straftaten erfolgreich ohne Vorratsdatenspeicherung verfolgt, ebenso etwa in Kanada und den USA. In Deutschland wurden wurden 2007 ohne Vorratsdatenspeicherung 84,4% aller in Deutschland registrierten Internetdelikte einschließlich der Verbreitung von Kinderpornografie erfolgreich aufgeklärt – von den sonstigen Straftaten nur 55%.[2] Die Einführung der Vorratsdatenspeicherung am 01.01.2008 hat die Aufklärungsrate nicht erhöht (2007: 55,0%, 2008: 54,8%).
[...]
Massenverfolgung ist nicht gleich Effizienz. Mithilfe von Telekommunikationsdaten werden hauptsächlich Betrügereien und Tauschbörsennutzer ermittelt.[5] Diese massenhafte Verfolgung von Kleinkriminalität kostet die Polizei Ressourcen, die bei der Ermittlung schwerer Straftäter und der Hintermänner fehlen. In den letzten Jahren sind bei der Polizei 17.000 Stellen gestrichen worden.


Wie man sehen kann, vorrausgesetzt man will das überhaupt, wurden auch schon vor der VDS viele Straftaten im Internet aufgeklärt. Die Aufklärungsrate war 2007 mit 84.4% bei der Mißbrauchsdokumentation (Kinderpornografie) weitaus höher als die allgemeine Rate von 55%, die sogar um 0.2% sank, nachdem die VDS eingeführt wurde. Vermutlich nur eine statistische Variation, aber wie gefunden, um darauf herumzureiten. ;-)
Der zweite zitierte Punkt zielt darauf ab, daß die VDS lediglich eine Arbeitserleichterung zum Zwecke des "Aber wir haben doch was getan!"-Arguments ist. Die Vorratsdaten ließen sich ja automatisiert abgreifen und verarbeiten. Dazu braucht man halt nicht so viele Beamte wie bei der herkömlichen Methode, bei der die Beamten eben vor Ort ermitteln. Im übrigen nehme ich an, daß das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung auch steigen würde, wenn wieder mehr Polizeibeamte auf der Straße sichtbar wären. Meistens sieht man Polizisten ja nur in einem Streifenwagen vorbei bzw. von A nach B fahren. Daß man mal einen Polizisten Streife gehen sieht, ist eher die Ausnahme und meistens auch nur dann in Fußgängerzonen, Bahnhöfen oder ähnlichem der Fall. Auch hier in Warnemünde gibt es nur im Sommer entsprechende Streifen aufgrund zusätzlichen Personals in den Sommermonaten.
Oder anders ausgedrückt: die VDS wurde für die Polizei notwendig, weil der Personalabbau die anderen Ermittlungsmethoden unmöglich machte. Die Politik täte also gut daran, die Polizei und Justiz mit entsprechenden Mitteln und vor allem Personal auszustatten, um Verbrecher aufklären zu können, anstatt mit Symbolpolitik die Bürger- und Grundrechte einzuschränken. Aber das wird ein Herr Bosbach genauso wenig verstehen wie ein Herr Koch oder ein Herr Schünemann.

Bookmark Noch mehr Fakten zur VDS  at del.icio.us Digg Noch mehr Fakten zur VDS Bloglines Noch mehr Fakten zur VDS Technorati Noch mehr Fakten zur VDS wong it! Stumble It!

Wechsel des Internet- und Telefonieanbieters

07 03 2010
Bisher war einer meiner "Standorte" über OsnaNet per DSL angebunden. Solange wir dort noch per analogem DSL angebunden waren, gab es auch keine Probleme. Doch irgendwann wurde der zweite analoge Anschluß, auf dem das DSL lag, wegrationalisiert und das DSL auf den ISDN-Anschluß migriert wurde. Seitdem gab es nur noch Probleme: ständige Verbindungsabbrüche und die Leitungslänge hatte sich komischerweise auch um über 1 km verlängert. Statt der gebuchten 2 Mbps bekamen wir nur noch 1 Mbps, bzw. wurden darauf heruntergeregelt, weil die Verbindungsqualität so mies war.
Die von OsnaNet gelieferten DSL-Modems gaben der Reihe nach den Geist auf. Nach dem 3. oder 4. getauschten Modem haben wir dann ein eigenes DSL-Modem gekauft, was die Verbindung deutlich zuverlässiger hielt und auch die Bandbreite kam dann wieder den gebuchten 2 Mbps näher. Trotzdem wurden wir immer wieder auf 1 Mbps heruntergedrosselt. Nach Alternativen musste man auch nicht suchen, weil die Telekom den Ortsteil eh stiefmütterlich behandelte.

Seit einiger Zeit bietet nun Kabel Deutschland Internet per TV-Kabel in diesem Ortsbereich an, so daß morgen der entsprechende Techniker kommen und Telefon und DSL umstellen soll. Danach soll dann die Bandbreite bis zu 32 Mbps betragen. Selbst wenn das Segment entsprechend voll mit anderen Kunden ist, dürfte noch genug Bandbreite übrig bleiben, um deutlich über 2 Mbps zu liegen. Allein der Upstream soll ja dann schon 2 Mbps betragen.
Wenn also morgen alles problemlos läuft, hat das Leiden mit dem DSL von Osnanet dann ein Ende. Wenn nicht, dann geht der Spaß erstmal richtig los. Morgen abend bin ich vermutlich schlauer...

Bookmark Wechsel des Internet- und Telefonieanbieters  at del.icio.us Digg Wechsel des Internet- und Telefonieanbieters Bloglines Wechsel des Internet- und Telefonieanbieters Technorati Wechsel des Internet- und Telefonieanbieters wong it! Stumble It!