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December 2012

Slashdot'ted

Ich hatte ja dieser Tage berichtet, daß wir den m68k Port von Debian wieder so halbwegs in die Spur gebracht haben, weil die ersten Autobuilder wieder laufen. Der Post, weil er Debian betraf und englischsprachig war, erschien natürlich auch auf Planet Debian, wo er ein paar hundert Leser generierte. Aber irgendwie fand die Nachricht dann auch zu Slashdot. Und so wurde ich dann zum ersten Mal slashdotted:

Ich hatte das gar nicht so recht mitbekommen, wunderte mich nur, warum das Log des Webservers, das ich für solche außergewöhnlichen Zwecke immer mitlaufen lasse, plötzlich so permanent durchscrollte und der Rechner so langsam wurde. Eigentlich war ich nämlich dabei, einen kleinen Fehler im update-buildd.net Script zu beheben und wunderte mich, daß der Connect zum Webserver so langsam war bzw. nicht zustandekam.

Insgesamt kamen innerhalb von wenigen Stunden ca. 15x mehr Seitenaufrufe zustande als üblich. Ich hab das dann dadurch gelöst, daß ich den Webserver kurz heruntergefahren habe, um der virtuellen Maschine mehr RAM und mehr CPU zu geben. Außerdem hab ich dann noch die Anzahl der Apache Prozesse erhöht. Aber auch das Herunterfahren hat aufgrund der Last einige Zeit in Anspruch genommen.

Naja, heute hat sich der Traffic wieder normalisiert, nachdem die Meldung nicht mehr auf der ersten Seite von Slashdot vorhanden ist.

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Resurrecting m68k - We're on track again!

Mid of November I already wrote about "Resurrecting m68k" - and went on holidays right after that writing. So, nothing really happened until December. But then things happened rather quickly one after one. First, I got Elgar up and running. Then I upgraded Arrakis and Vivaldi again. And then it was a lucky coincedence that my parents made a short trip to Nuremberg. Back then there were another buildd located in that city: Akire, which was operated by Matthias "smurf" Urlichs. So I mailed him and asked, if Akire still do exists and he answered surprising quickly that it is - but he wanted to take it to the garbage soon.

I asked Smurf if my parents could pick it up and we managed to exchange contact addresses/phone numbers. To all of our surprise the Hotel, where my parents were staying, was just 180m away from Smurfs home! So it was really easy for my parents to pick up the machine, until they continued their trip to visit me in Rostock. That way I had just another machine to upgrade! Whoohoo!

I used most of the time in December to upgrade the machines, migrating to larger disks, setting up everything as someone on debian-68k list popped up to offer a hosting facility in Berlin. That was really perfect timing! I took Elgar from NMMN in Hamburg, where it was hosted until August, and had now a second machine, Akire, where I didn't know where to host. So the offer made it easy to decide: Elgar & Akire will go to Berlin whereas Kullervo & Crest will move back to NMMN, when those two boxes got upgraded. That way we have some kind of redundancy. Perfect!

Except that we would still need a running Buildd on those machines. During the last few years, I think 4-5 years, the sbuild/buildd suite did change in a great way. Nothing worked any longer as it did. So I concentrated on getting sbuild ready to pick a source and build it. But I got faced with some segfaults of various stuff. After all, it happened to be a somewhat broken kernel that caused all the problems. After upgrading the kernel, schroot suddenly did work and I could continue in setting up sbuild. After some days things got clearer and finally it worked: 6tunnel was the first newly build package by sbuild on m68k on 20. December 2012!

During the next days I tried to get a larger disk (18G) for Spice, another machine, working, so I could use the big disk (36G) for Akire, instead of the old 2 & 4G disks and tried to deploy the sbuild config to Arrakis and Vivaldi. That was about two days ago. The missing part was an updated buildd config. This was addressed by Wouter today (well, actually yesterday in the meantime) and now we have a working buildd again since years! Hooray! :-))

Now we are back on track with the m68k port and will add more buildds, as well native as emulated ones, to come down from that "Needs-Build : 5261" number.

So, very big thanks to all that made this possible: 

  • Wouter for configuring the buildd setup on Arrakis
  • Aurelien for adding the m68k buildd back to debian-ports.org.
  • John Paul Adrian Glaubitz for offering the hosting
  • Matthias "smurf" Urlichs for keeping care of Akire all of these years
  • NMMN in Hamburg for willing to continue the hosting for Kullervo & Crest
  • adb@#debian-68k for donating 4x 32MB PS/2 RAM

and finally, last but not least, a very, very BIG THANKS to Thorsten Glaser who acted all these years as a human buildd and for solving the TLS problem on m68k and keeping the port alive in some kind of one-man-show!

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Hiddensee: Bürgermeister gegen Schülerzeitung

Auf Spiegel Online kam heute ein Artikel, wie der Bürgermeister Hiddensees, Thomas Gens, versucht, einen Artikel in der Schülerzeitung Hiddensees zu unterdrücken. Was war geschehen? Damals im Kommunalwahlkampf war herausgekommen, daß Gens Mitglied bei der DVU war, woraufhin die CDU ihn aus der Partei ausschloß. Die Vergangenheit des Bürgermeisters interessierte nun unter anderem auch die Chefredakteurin Elisa Skott, die Gens hierzu während eines einstündigen Interviews auch ein paar Fragen zu diesem Thema stellte: 

Elisa sagt, sie habe immer wieder von diesen Vorwürfen gehört und gelesen: Gens soll als junger Mann für die Stasi gearbeitet haben. Bei seiner Bürgermeister-Kandidatur habe er das nicht angegeben und deswegen arglistig getäuscht, berichtete die "Ostsee Zeitung". Sie zitierte damit aus dem vertraulichen Papier einer Kommission, die hatte sich mit Gens' Fall befasst und dafür seine Akte vorliegen. Es hieß, er könne seinen Posten verlieren. Gens weist die Vorwürfe zurück.

Elisa sagt, sie habe sich trotzdem gefragt: Stimmt das? Warum ist er noch im Amt? Oder sind das nur Gerüchte? Und warum unterschrieb er diese Erklärung gegen Rechtsextremismus nicht? Was ist mit seiner früheren Mitarbeit in der rechtsextremen Partei DVU? [...]

Elisa tat, was ein Journalist tun muss: Sie hat aus dem Gespräch das Interessanteste ausgewählt. Das gedruckte Interview handelt also nicht vom Hubschrauberlandeplatz, sondern von Stasi und Rechtsextremismus. Deswegen hat der Bürgermeister einen Brief an die Schule geschrieben. Darüber berichteten auch die örtlichen "Inselnachrichten": "Maulkorb für Schülerzeitung", titelten sie.

Die Ausgabe der Schülerzeitung und den Brief von Gens kann man übrigens bei www.buerger-fuer-hiddensee.de herunterladen. Aber nicht nur Spiegel Online hat inzwischen das Thema aufgegriffen, sondern auch der NDR hat einen Bericht (Mediathek) hierzu.

Gens versucht mit seinem Brief die Berichterstattung über seine Vergangenheit zu unterdrücken. Er sucht nach Anhaltspunkten wie die unerlaubte Verwendung eines Fotos von seiner Webseite oder des nicht ganz einwandfreien Impressums, um Eilsa Skott in die Enge zu treiben. Er versteift sich in seinem Brief sogar auf diese Aussage: 

Eine Verbreitung des Textes untersage ich hiermit ausdrücklich.

Auch wenn Elisa Skott vielleicht nicht alles so gemacht hat, wie es der Bürgermeister gewünscht hat oder gar gewohnt ist, so geht die Untersagung der Verbreitung dann doch eindeutig zu weit und greift in die Grundrechte Elisas ein. Dazu muss man nun eigentlich nicht mehr viel sagen. Das geht einfach nicht und ist ein No-go!

Besonders schlimm wird es durch die Drohanrufe, die die Familie inzwischen bekommt. Umso wichtiger ist es, ein Zeichen für Demokratie und Pressefreiheit zu setzen und Elisa Skott und ihre Familie zu unterstützen und das Thema eben nicht unter den Tisch zu kehren. Ich würde mir mehr solche Elisas in den Medien wünschen, die eben nicht über das berichten, was die Interviewten gerne veröffentlicht sehen wollen, sondern genau das, was sie eigentlich zu verheimlichen suchen.

Wir brauchen mehr Elisas und weniger Bürgermeister, die meinen, sie könnten unangenehme Berichterstattung unterdrücken.

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Lauer zu 1 Jahr Rot-Schwarz in Berlin

Via Martin Haase auf Twitter wurde ich auf ein Video von einer Rede Christopher Lauers im Berliner Abgeordnetenhaus zu einem Jahr rot-schwarzer Koalition aufmerksam: 

Wie eigentlich fast immer ist Lauers Rede eigentlich empfehlenswert. Er geht mit der rot-schwarzen Regierung Wowereits ordentlich ins Gericht und benennt auch einige generelle Probleme in der Politik. Zum Beispiel die Weigerung der SPD mit der Linken oder anderen Parteien aus dem linken Bereich zu koalieren. Stattdessen hat die SPD lieber mit der eigentlich politisch weiter entfernten CDU koaliert.

Und das ist in der Tat ein generisches Problem: die Linke als solches ist zersplittert: SPD, DieLinke, Bündnis90/Die Grünen und ein bißchen auch die Piratenpartei. Als Links betrachte ich dabei die Parteien, die keine konservative, sondern eher eine progressive Polit machen. Bei der SPD an sich kann man ja durchaus darüber streiten, ob dieses nun konservativ oder progressiv ist, aber traditionell wird die CDU eher rechts und die SPD eben links eingeordnet.

Wenn nun also, wie Lauer sagt, die SPD lieber mit der CDU koaliert, weil es so schön einfach ist, im ersten Wahlgang gewählt zu werden, dann offenbart das durchaus ein demokratisches Problem, wenn die Mehrheit der Berliner eben Parteien aus dem linken Spektrum gewählt hat. Die Links-Parteien müssen endlich mal einen gemeinsamen Nenner finden und über ihren Schatten springen (insbesondere die SPD), um einen Gegenpol zu der konservativen Union bilden zu können. Was die Menschen in Deutschland und Europa brauchen, sind neue Konzepte und Denkweisen und nicht ein "Weiter so!" in der Politik.

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Keine Ferienwohnungen in Warnemünde mehr?

Gestern fand wieder eine Ortsbeiratssitzung in Warnemünde statt, zu der ich eigentlich hingehen wollte, aber leider nicht konnte, weil ich bis kurz vor 20 Uhr noch unerwartet arbeiten musste. Auf der Tagesordnung standen auch zwei Punkte, die sich mit der Umwidmung von Wohnraum in Ferienwohnungen beschäftigen, unter anderem die Vorlage 2012/BV/4110 mit dem schönen Titel Veränderungssperre zum Bebauungsplangebiet Nr. 01.W.183 "Schutz des Wohnens vor Umwandlung in Ferienwohnungen in Warnemünde".

Kurzum sollen halt keine weiteren Wohnungen zu Ferienwohnungen umfunktioniert werden, damit das Leben im Ort erhalten bleibt und Warnemünde im Winter bzw. in der Nebensaison nicht wie ausgestorben ist. Soweit, so gut. Das ist durchaus ein Vorhaben, daß man unterstützen sollte. Aber, wie ich ja bereits berichtet habe, plant die Stadt ja auch große Teile in Warnemünde neu zu bebauen, etwa die Mittelmole, das Gebiet "Molenfeuer" und einen Bereich an der westlichen Parkstraße. Insgesamt sollen bis zu 1000 Wohnungen entstehen, die - so auch die Befürchtungen vieler Warnemünder Bürger - vermutlich so teuer sind, daß sich die Wohnungen kaum ein Einheimischer, geschweige denn die angepeilten jungen Familien werden leisten können. Somit stehen die neugebauten Wohnungen vermutlich für zahlungskräftige Auswärtige als Ferien- bzw. Eigentumswohnungen zur Verfügung. Das wird natürlich von den treibenden Kräften hinter diesem Bauvorhaben ständig auf das Energischte bestritten. Allerdings fehlen in den vorgestellten Plänen zum Beispiel Schulen oder Kindergärten, die aber bei 1000 Wohnungen für Familien eigentlich notwendig wären.

Nun kann man auf einer Karte zur Veränderungssperre schön sehen, daß ausgerechnet diese Bereiche der Neubaugebiete von der Veränderungssperre ausgenommen wurden: 

Ich frage mich, mit welchem Grund dies gemacht wurde und ob es für die ausgesparten Gebiete, zu denen auch das neue A-ja Resort Hotel und das Neptun Hotel gehören, gesonderte Sperren für Ferienwohnungen gibt? Wenn nicht, dann wäre das in meinen Augen ein ziemlicher Kniefall der letztendlich beschließenden Bürgerschaft Rostocks vor den Investoren, die dort in Warnemünde bauen wollen. Mir würden noch andere Vermutungen einfallen, aber die kann sich vermutlich sowieso jeder selber denken.

Weiß jemand, was gestern auf der Ortsbeiratssitzung los war und besprochen wurde?

PS: Anbei noch die entsprechenden Dokumente aus dem Ratsinformationssystem der Stadt angehängt.

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Urlaub AIDAbella Kanaren - Tag 12: Abflug aus Gran Canaria, Spanien

Nach einer kurzen Nacht wegen Kofferpacken und relativ frühem Aufstehens, konnten wir noch einmal das Frühstück an Bord geniessen. Kein Tischdecken, kein Geschirrabräumen, kein Geschirrwaschen für uns. Äußerst angenehm so ein Service, den man sich ja eigentlich auch manchmal zu Hause wünschen würde. Aber es half nichts, Jeder Urlaub geht einmal zuende. Unser Shuttlebus zum Flughafen war für 8:45 angekündigt und schon saßen wir auch schon im Bus Richtung Flughafen.

Dort angekommen, erfuhren wir von einem Scout erstmal, an welchen Schaltern wir uns anstellen sollten. Fünf Schalter waren wohl für uns reserviert, allerdings gab es dort auch ca. 50m lange Schlangen, gefühlt jedoch mindestens 100m lang. Da traf es sich gut, daß ich am Morgen zuvor noch schnell per Online-Checkin eingecheckt hatte und mir die Karten habe ausdrucken lassen. So konnten wir am Priority-Checkin an der Menge vorbei und unser Gepäck direkt aufgeben. Allerdings erwartete uns dann eine entsprechend lange Schlange an der Sicherheitsschleuse, wo es keinen Priority-Checkin mehr für uns gab. Aber auch das meisterten wir tapfer.

Die nächste Hürde war dann das passende Gate zu finden, denn weder auf dem Boarding Pass war das Gate aufgeführt noch an den zahlreichen Infomonitoren. Erst gut 40 Minuten vor Abflug wurde das Gate bekannt gegeben und irgendwann saßen wir dann erfolgreich auf unseren reservierten Sitzplätzen am Gang. Auf dem Hinflug hatten wir noch Plätze am Fenster und in der Mitte gebucht, nun auf dem Rückflug wollten wir am Gang sitzen, um auch mal einfacher auf die Toilette gehen oder die Beine etwas ausstrecken zu können.

Recht bald war der Flieger auch schon gefüllt, aber während auf meiner Seite des Ganges in meiner Sitzreihe schon die anderen Passagiere saßen, waren die beiden anderen Plätzen auf der anderen Seite leer. Und plötzlich hieß es: Boarding completed. So hab ich dann die Gelegenheit genutzt, mich von meinen Reihennachbaren zu verabschieden und über den Gang zu wechseln, die das mit großer Freude goutiert haben. So hatten 4 Personen in Reihe 7 nun einen angenehmen Rückflug mit jeweils einem leeren Sitz in der Mitte und genügend Platz zum Hinlümmeln und gemütlich machen.

Obwohl wir mit ca. 30 Minuten Verspätung aus Las Palmas abgeflogen sind, waren wir fast auf die Minute pünktlich in Berlin-Tegel gelandet. Das Gepäck ließ ein wenig auf sich wegen Drogensuche des Zolls auf sich warten. Jedenfalls haben wir am Gepäckband wartend immer einen Hund auf der anderen Seite der Trennwand bellen gehört. Aber auch diese Wartezeit ging irgendwann vorbei, so daß wir nur noch den vorab bestellten Mietwagen abholen mussten und dann wieder zurück nach Rostock gefahren sind, wo wir unseren Urlaub mit einem Besuch beim örtlichen Griechen beendeten. Zum Glück hatten wir auch noch den Rest der Woche Urlaub genommen, so daß das Urlaubsende langsam ausklingen konnte.

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Urlaub AIDAbella Kanaren - Tag 11: Lanzarote, Spanien

Als letzte Station der Reise stand Arrecife auf Lanzarote auf der Liste, bevor es dann in Las Palmas wieder in den Fliegen gen Heimat geht. Wir hatten hier auch wieder einen Ausflug gebucht, der uns über die ganze Insel jagen würde. Los ging es morgens im Hafen und uns zunächst in den Timanfaya-Nationalpark führte.

Im Wesentlichen geht es im Nationalpark um die Vulkane von Lanzarote. Los ging es gleich mit drei "Experimenten" bzw. Showeinlagen. Wir bekamen Vulkanasche aus ca. 20-30 cm Tiefe in die Hände gegeben. Vulkanasche ist nicht direkt Asche, wie man sich das eigentlich vorstellen würde, sondern eher so feines Steingranulat. Und in diesem Fall ziemlich warm bzw. sogar heiß. Jedenfalls hielt es kaum jemand aus, die Asche länger als 1-2 Sekunden in der Hand zu halten. Das zweite Experiment war, einen trockenen Busch in ein Erdloch zu stecken und zu sehen, wie er nach wenigen Sekunden anfing, Feuer zu fangen. Beim dritten Experiment wurde Wasser in lange Stahlröhren im Boden gegossen, wo das Wasser dann nach 2-3 Sekunden verdampfte und wie bei einem Geysir in die Höhe schoss. Aber beeindruckend war auch der hauseigene Grill des Restaurants, wo lediglich über einem 6 Meter tiefem Erdloch ein Grillrost gelegt war. Aus dem Erdloch kam so heiße Luft, daß man meinen könnte, unsere gesammelten Politiker säßen drin. Es reichte jedenfalls zum Grillen und man konnte nur kurz seinen Kopf über das Loch stecken oder den Fotoapparat drüber halten.

Als nächste Station war dann das Weinanbaugebiet La Geria angesagt. Wer Weinberge in Deutschland kennt, wird zunächst verwundert suchen, wo denn die Weinstöcke seien mögen. Die befinden sich nämlich allesamt in kleinen Erdvertiefungen, die zudem noch mit einer Mauer umgeben sind, um den Wein vor dem Wind zu schützen. So sieht dann das Weinanbaugebiet auch weniger grün als vielmehr schwarz aus. Aber die Anbaumethode soll wohl relativ ertragreich und der Wein recht gut sein.

Nach La Geria war Mittagessen in einem, naja, sagen wir mal, Landgasthof angesagt. Es gab ein umfangreiches landestypisches Büffet für uns. Wobei ich da schon annehme, daß einige Sachen weniger landestypisch als vielmehr für diejenigen vorhanden waren, die dem landestypischen Essen nichts abgewinnen konnten. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, Pommes als typisches Essen Lanzarotes zu kennen. Es schmeckte jedenfalls trotzdem.

Die nächste Busfahrt führte uns dann zu einer Lavaröhre namens Jameos del Agua. Die ist in der Tat auch besonders sehenswert und wer auf Lanzarote mal in einem besonderen Café sitzen und entspannen möchte, sollte dorthin fahren und sich ein bißchen mehr Zeit nehmen. Das ganze ist in eine beziehungsweise mehrere Höhlen eines Lavastroms gebaut, der wenige hundert Meter weiter im Atlantik mündet. Dort gibt es auch einen kleinen See, in dem eine weiße Krebsart lebt, die nur dort vorkommt. Das Wasser ist sehr klar und man kann die Krebse mit den bloßen Augen sehen. Neben einem künstlichen Pool, von dem uns nicht so ganz klar war, ob man da einfach so schwimmen gehen darf oder nicht, gibt es auch noch eine 600 Personen fassende Konzerthalle in einer dritten Grotte.

Zum Schluß ging es dann noch zum Mirador del Rio, einem Aussichtspunkt an der Nordküste der Insel. Dort hat man eine tolle Aussicht, vor allem wenn es weniger diesig ist als es bei uns der Fall war. Das in den Stein gehauene Haus ist übrigens auch sehenswert und könnte dem einen oder anderen seltsam bekannt vorkommen. Dort wurde 1979 die Fernsehserie Timm Thaler gedreht.

Und überhaupt: der Reiseleiter wurde bei all den Fahrten nicht müde zu erzählen, daß die meisten sehenswerten Gebäude wie eben die von Jameos del Agua oder vom Mirador del Rio vom Künstler César Manrique entworfen wurden. Aufgrund der Erzählungen kommt man nicht umhin zu glauben, daß Manrique so etwas wie ein Nationalheld war, zumindest aber eine sehr große Bedeutung auch immer noch heutzutage hat.

Jedenfalls ging es nach einem Zwischenstopp auf einem weiteren Aussichtspunkt in der Nähe des Ortes der 1000 Palmen, wo auch Manrique seine letzten Jahre verbracht hatte, wieder zum Schiff zurück. Insgesamt war das zwar eine recht lange Tour über Lanzarote, aber auch eine ziemlich sehenswerte.

(Bilder kommen etwas später! Die schaff ich nun nicht mehr hochzuladen... )

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Urlaub AIDAbella Kanaren - Tag 10: Seetag 2

Heute war dann unser zweiter Seetag auf dieser Reise angesagt. Also wieder Zeit zum Ausschlafen und Entspannen. Zeit genug, um das Angebot an Bord in aller Ruhe zu geniessen. Also das Essen oder auch sowas wie einen Blumenbindekurs im Blütenmeer (nein, nicht ich!). Abends gab es dann wieder die obligatorische Unterhaltung und so langsam schweifen die Gedanken dann auch bereits in Richtung Abreise.

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Urlaub AIDAbella Kanaren - Tag 9: Casablanca, Marokko

Casablanca ist wohl jedem ein Begriff. Wegen des Films mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman. Allerdings wurde der Film ausschließlich in Hollywood gedreht, so daß es auch keine Originalschauplätze dort zu sehen gibt. Wohl aber einen Nachbau von Ricks Café. Deshalb hatten wir für unseren heutigen Ausflug auch die Tour Casablanca klassisch gebucht. So ging es dann mit dem Bus aus dem Hafen in die Stadt. Allein schon die Fahrt mit dem Bus war ein gewisses Erlebnis, das uns noch mehrmals an dem Tag widerfuhr, denn der Verkehr in Casablanca ist sehr speziell.

Irgendwie kamen wir dann aber doch an einer Kirche im Zentrum an. Wer sich für bunte Kirchenfenster begeistern kann, ist da sicherlich gut aufgehoben. Aber so richtig ist das Thema Kirchen nunmal nichts für mich, auch wenn es gewissermaßen eine Besonderheit in einem arabisch geprägten Land ist. Der Reiseleiter erwähnte aber auch, daß Marokko im Prinzip ein recht tolerantes Land ist und man sich denkt, daß die Religionen zwar irgendwie alle etwas unterschiedlich sind, aber doch irgendwie auf den gleichen "Propheten" aufbauen, egal ob er nun Jesus, Moses oder Mohammed heißt, soweit ich seine Erklärungen mitbekommen habe.

Jedenfalls ging es nach der Kirche dann per Bus weiter zu einem Stadtpalast, vermutlich wohl der alte Palast des Königs. Die Bewachung und diverse Portraits lassen darauf schließen, aber sicher sagen kann ich es auch nicht, weil der Reiseführer durchaus auf Draht war und man sich manchmal sputen musste, um seinen Erläuterungen zu folgen. Gleich nebenan gab es dann wohl den neuen Königspalast, den wir auch noch ein bißchen von außen begutachten konnten. Die Architektur war jedenfalls in beiden Fällen sehenswert und reichlich mit filigranen Ornamenten geschmückt. Zu der Zeit wurde auch von den Minaretten in der Umgebung per Lautsprecher zum Gebet aufgerufen. Wer sich in Deutschland über gelegentliches Glockengeläut der Kirchen am Wochenende aufregt, sollte lieber nicht in islamisch geprägte Länder fahren. ;-)

In der Nähe gab es dann wohl so eine Art Einkaufsviertel, wo wir dann auch noch 40 Minuten Zeit hatten, um auf eigene Faust die Gegend zu erkunden. Vielen war das aber wohl nichts, so daß man dann doch etwas in der Nähe blieb und auf einer Parkbank sich ausruhte.

Sehenswert und beeindruckend war jedenfalls die Hassan-II.-Moschee, dessen Minarett mit 210 Metern Höhe als das höchste religiöse Gebäude gilt. Allerdings war bei unserer Tour keine Besichtung in der Moschee selber geplant. Aber zeitlich passte das gerade auch gut mit dem Sonnenuntergang. So ging es dann nach einer kurzen Erfrischung in einer Strandbar wieder zum Schiff zurück. Im Dunkeln durch den Straßenverkehr Marokkos. Ebenfalls ein besonderes Erlebnis, wie bereits erwähnt. ;-)

   
   

 

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Urlaub AIDAbella Kanaren - Tag 8: Tanger, Marokko

Nachdem wir nun vornehmend in europäischen Ländern unterwegs waren, zu denen ja auch die Kanaren gehören, ging es nun von Malaga, Spanien erneut durch die Straße von Gibraltar nach Tanger in Marokko, also Afrika. Und was soll ich sagen? Irgendwie wurden unsere klischeehaften Vorstellungen bereits kurz nach dem Einlaufen bzw. Festmachen im Hafen erfüllt: bereits unmittelbar am Schiff erwarteten fliegende Händler die Passagiere.

Aber da uns die angebotenen Ausflüge in Tanger nicht so reizten, blieben wir dieses Mal an Bord und haben einen Wellness-Tag gemacht, wobei sich das bei mir auf Massage und Wellness-Oase beschränkt hat. Entspannung muss ja auch mal sein. Abends gab es dann unter anderem das Soloprogramm von Maaike Brussel.

 

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