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March 2010

FoeBuD reicht 22005 Verfassungsbeschwerden ein

Nachdem ich gestern als April-Scherz keinen Blogeintrag gebracht habe (*hüstel*), gibt es heute wieder was zu sehen. Wir waren heute auf einer kleinen Fahrradtour bei bestem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen unterwegs:


Blick Richtung Heiligendamm Hier mündet nicht die Warnow!

So langsam darf es dann nun aber auch grün in der Landschaft werden... ;-)

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N97 Firmware Update

Montag endete die verlängerte Eingabefrist beim FoeBuD e.V. für die Vollmachten zur Verfassungsbeschwerde gegen ELENA und gestern haben sich die Leute vom FoeBuD mit einem Transporter in Richtung Karlsruhe aufgemacht (oder ist es gar ein Kleinbus? ;-)).
Dort in Karlsruhe findet heute um 11 Uhr eine Pressekonferenz im Hotel Marriott und um 13 Uhr die Übergabe der Verfassungsbeschwerde und der Vollmachten an das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) statt. In der kurzen Zeit, die diese Verfassungsbeschwerde lief, haben sich sagenhafte 22.005 Menschen, die ihre Bürger- und Grundrechte bedroht sehen, daran beteiligt. Das ist ein riesen Erfolg! Die bisher größte Beschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung vom AK Vorrat hatte zwar knapp 34900 Beschwerdeführer, aber dafür auch ungleich mehr Zeit als ca. 2 Wochen.

Der FoeBuD e.V. schrieb am Freitag in einer Mail hierzu folgendes:

Rena Tangens vom FoeBuD: "Das Echo auf unsere Verfassungsbeschwerde gegen ELENA ist überwältigend. Die Zahl der Teilnehmer, die sich innerhalb dieser kurzen Zeit als Mitkläger eintragen, übertrifft alle Erwartungen."

Logistische Herausforderung

Die aktuellen Zahlen (Stand Freitag, 13:15 Uhr): Über 27.000 bestätigte Teilnehmer haben sich eingetragen und das PDF zum Ausdrucken abgeholt. 35 Kisten Briefe hat die Post bereits beim FoeBuD in Bielefeld angeliefert. Von über 17.000 Briefe ist schon der Barcode gescannt für die Zuordnung der tatsächlich eingegangenen Vollmachten für die Mandantenpost. Diese Verfassungsbeschwerde ist eine logistische Herausforderung für den FoeBuD, in nur 14 Tagen, soviel Post zu verarbeiten.
[...]
Rena Tangens: "Wir bekommen Unmengen an freundlichen Briefen, Mails, Kommentaren - Menschen rufen an und fragen, ob sie uns bei der Arbeit helfen können. Viele unterstützen die Arbeit zusätzlich mit Spenden."

Freiwillige Helferinnen und Helfer kommen spontan vorbei, einige sind extra aus anderen Städten angereist, um beim Verarbeiten der Post zu helfen. Und auch Unternehmen wollen etwas gegen ELENA tun: Eine Bielefelder Firma hat eine Maschine zum Öffnen der Briefe zur Verfügung gestellt, eine andere einen superschnellen Barcode-Scanner.
[...]
Die Verfassungsbeschwerde wird unterstützt vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Arbeitskreis Zensur, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Zentralrat der Juden in Deutschland und verschiedenen Parteien.

Irgendwie fühle ich mich ja bei dem Punkt "extra aus anderen Städten angereist" angesprochen. Ich bin mir zwar sicher, daß ich nicht der Einzige bin, der von außerhalb Bielefelds angereist war, aber Osnabrück liegt ja nun auch dicht bei.
Jedenfalls ist dies soweit schonmal ein toller Erfolg für die Verfassungsbeschwerde an sich. Jetzt bleibt abzuwarten was das BVerfG dazu sagt und daraus macht.

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Internetsperren über den Umweg EU

Gestern bzw. heute musste ich mein altes Nokia 6210 nochmal herauskramen. Der Grund ist recht einfach: ich hatte mein N97 in den Nokia Shop gegeben, um es de-branden und somit Vodafone-frei machen zu lassen. Normalerweise ist das mit extra Kosten für den Aufwand verbunden, aber der Inhaber hatte mir das Angebot gemacht, dies kostenlos erledigen zu lassen, was ich dann auch gerne in Anspruch nahm.

Nachdem ich das N97 heute nachmittag wieder abgeholt habe, hat sich die neue Firmware umgehend bemerkbar gemacht. Unter anderem auch eben dadurch, daß selbstverständlich alle Daten gelöscht waren. Aber das war im Vorfeld klar und deswegen hatte ich noch ein Backup mit der Nokia Software gemacht. Aber auch die Oberfläche schaut irgendwie etwas polierter aus und reagiert flüssiger. Das Scrollen durch Listen geht nun auch einfacher und schneller und es stehen irgendwie auch mehr Apps im Ovi-Store bereit - oder aber ich hab da schon längere Zeit nicht mehr nachgeschaut.

Aber zunächst stand eh der Restore der alten Daten und die Installation der anderen Programme wie Putty, Tweet60, etc. an. ProfiMail muss ich auch noch installieren. Und ein besonderes Highlight ist natürlich das neue, kostenloses Nokia Maps inkl. Navigation, was sicherlich dazu führen wird, daß ich ab und an mal das Navigon Navi zu Hause lassen kann. Und ebenso funktioniert nun auch das Syncen zwischen N97 und OS X. Das allerdings führt mich dann wieder zu meinem Kalender-Problem, denn iSync synchronisiert natürlich nur den iCal Kalender, aber nicht den von Mozilla Lightning. Vor kurzem hatte ich mich ja notgedrungen damit abgefunden, künftig meine Termine mit Lightning auf OSX, Linux und Windows synchron zu halten. Jetzt "darf" ich mir wohl mal wieder überlegen, wie ich iCal mit Lightning ans Laufen bekomme. Und zwar so, daß ich nicht dutzende von verschiedenen Kalendern bearbeiten bzw. importieren muss. Hinweise und Tipps sind weiterhin gern gesehen! ;-)

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Load on Core2 vs Pentium4

Nachdem letztes Jahr ja Ursula v. d. Leyen aus wahlkampftaktischen Gründen das Thema Internetsperren durchpeitschte, brachte ihr das den Beinamen "Zensursula" ein. Aus den geplanten Internetsperren wurde bekanntermaßen nichts. Stattdessen hat sich deutschlandweit eine Bürgerrechtsbewegung etabliert, die sich seitdem in die Politik einmischt und keine Ruhe mehr gibt. Ja, teilweise organisiert bzw. engagiert sich diese Bewegung sogar in der Piratenpartei. Das Gesetz ist zwar verabschiedet, wird aber nicht angewendet und soll aufgehoben bzw. durch ein Löschgesetz ersetzt werden. Es ist also fraglich, ob v.d. Leyen mit diesem Ergebnis gerechnet hat?

Ungeachtet dessen macht sich nun aber die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström nun aber daran, die Stoppschilder der Internetsperren europaweit aufstellen zu wollen. Doch nicht nur aus dem Netz gibt es bereits Widerstand für #Censilia, wie Malmström umgehend genannt wurde, sondern auch aus der Politik, wie Spiegel Online berichtet:

"Netzsperren sind nicht der richtige Weg", sagt dagegen der Europaabgeordnete Matthias Groote zu SPIEGEL ONLINE. Der SPD-Politiker ist sich sicher, dass das Europaparlament den Vorschlag der Kommission ablehnen wird. Gegen die Darstellung von Missbrauch an Kindern "müssen effektive Maßnahmen her, mehr Polizei im Netz, löschen statt sperren", sagt Groote. Eine Zensurinfrastruktur würden die Parlamentarier aber fraktionsübergreifend ablehnen, glaubt Groote.

"Anscheinend hat Kommissarin Malmström aus Swift nichts gelernt", sagt er. Das Europaparlament hatte sich bei der Diskussion um die Weitergabe von Bankdaten an die USA, beim sogenannten Swift-Abkommen, übergangenen gefühlt. Ihre Bedenken wurden ignoriert - schließlich kippten die EU-Parlamentarier die Datenschnüffelei. Dasselbe könne nun Malmström mit ihren Internetsperren passieren. Denn bisher seien die Netzblockaden "im Parlament kein Thema" gewesen, so Groote.

Die konservative Fraktion im EU-Parlament scheint wie gewohnt jedoch für die Unterstützung, wie Spiegel berichtet. Bezeichnend ist aber mal wieder folgendes:

Seit Monaten arbeiten Ministerrat und Kommission an einer Richtlinie für europaweite Netzsperren - fernab von öffentlicher Beobachtung, entsprechende Entwürfe sind unter Verschluss.

Wann hört diese Geheimniskrämerei endlich auf? Allein schon deshalb sollte das EU-Parlament jegliches Vorhaben der Kommission ablehnen, daß im Geheimen auf den Weg gebracht wird. Geheimniskrämerei ist einer Demokratie unwürdig.

Aber es zeigt sich, was schon im letzten Jahr zu befürchten war: der Kampf gegen die Zensurbefürworter geht weiter - nun auf EU-Ebene. Auch der Verein MOGIS engagiert sich entsprechend und vernetzt sich EU-weit. Wer MOGIS unterstützen möchte, darf den nun anerkannten Verein mit Spenden unterstützen. Gerade die Brüsseler Politik ist massiv von Lobbyisten beeinflußt. Aus diesem Grunde ist es wichtig, daß auch Netzakivisten wie Christian Bahls von MOGIS dort Flagge zeigen.
Vielleicht kommt dann auch langsam heraus, wer oder was eigentlich genau hinter diesen Bestrebungen steht, eine Zensurinfrastruktur über den Umweg der "Kinderpornosperren" etablieren zu wollen?

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Rena Tangens (FoeBuD e.V) im Focus-Interview zu ELENA

I happen to notice a quite high CPU load average on my Core2 quad core. The load average was about 0.5 or even up to 0.8 when running the KDE4 desktop. Funny enough my old Pentium4 the load average with KDE 3.5 (lenny) is near to 0.0. Both hosts are used a "home server" and gateway running some processes like Squid and Apache. "Ok", I thought, "when I stop KDE, load average will be back to normal". So I stopped kdm. But the quad core still has an higher CPU load average than the Pentium4:

On the Quad Core:
[code]
top - 21:57:38 up 8 days, 3:09, 16 users, load average: 0.20, 0.16, 0.11
Tasks: 292 total, 1 running, 290 sleeping, 1 stopped, 0 zombie
Cpu(s): 0.0%us, 0.2%sy, 0.0%ni, 99.6%id, 0.0%wa, 0.2%hi, 0.0%si, 0.0%st
Mem: 8198096k total, 1083416k used, 7114680k free, 80k buffers
Swap: 0k total, 0k used, 0k free, 225956k cached

PID USER PR NI VIRT RES SHR S %CPU %MEM TIME+ COMMAND
2530 nobody 40 0 31788 4544 1780 S 0 0.1 16:58.64 openvpn
4745 ij 40 0 27116 3584 832 S 0 0.0 0:13.98 screen
1 root 40 0 10328 684 572 S 0 0.0 0:01.97 init
2 root 40 0 0 0 0 S 0 0.0 0:00.00 kthreadd
3 root RT 0 0 0 0 S 0 0.0 0:01.40 migration/0
4 root 20 0 0 0 0 S 0 0.0 0:10.48 ksoftirqd/0
[/code]

On the Pentium4:
[code]
top - 21:48:48 up 1 day, 9:20, 3 users, load average: 0.00, 0.00, 0.00
Tasks: 189 total, 1 running, 188 sleeping, 0 stopped, 0 zombie
Cpu(s): 0.3%us, 0.3%sy, 0.0%ni, 99.2%id, 0.0%wa, 0.0%hi, 0.2%si, 0.0%st
Mem: 3115968k total, 2622904k used, 493064k free, 104k buffers
Swap: 1951800k total, 824k used, 1950976k free, 1964064k cached

PID USER PR NI VIRT RES SHR S %CPU %MEM TIME+ COMMAND
12349 lp 20 0 3264 608 440 S 1 0.0 11:43.34 lpd
16009 ij 20 0 27376 8380 6288 S 1 0.3 2:50.59 gkrellm
19366 root 20 0 2392 1204 884 R 1 0.0 0:44.70 top
1 root 20 0 1984 692 596 S 0 0.0 0:02.56 init
[/code]

I would have expected the opposite: a higher CPU usage on the Pentium4 and a lower one on the Quad Core2... The Quad is a Q9550S and supposed to be more power efficient than the Pentium4, but I doubt that the Q9550S can save more energy with an higher CPU load. The reason for the high CPU load is still mysterious...

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Grünes Licht: JMStV

Rena Tangens vom FoeBuD e.V. wurde vom Focus zum Thema "Vorratsdatenspeicherung von Arbeitnehmerdaten" interviewt. Primär geht es natürlich um die aktuelle Verfassungsbeschwerde, die federführend vom FoeBuD e.V. durchgeführt wird:

FOCUS Online: Was stört die Leute besonders an Elena?

Tangens: Ich glaube, Elena ist ein weiteres Mosaiksteinchen einer weitreichenden Entwicklung. Wir werden eingekreist von Daten, die über uns erhoben werden. Vom Telefonieren über das Reisen bis hin zum Einkaufen – alles wird heute registriert. Und man merkt inzwischen das Unbehagen der Menschen, die sich nicht mehr unbeobachtet bewegen können. Ich glaube auch, dass diese Entwicklung einem freiheitlichen Rechtsstaat widerspricht.

Dieses Unbehagen in einer breiteren Masse mit den Datensammlungen der Menschen, ist meiner Ansicht nach inzwischen deutlich spürbar. Dabei beschränkt sich das Unbehagen nicht nur auf die Datensammlungen des Staates, sondern auch auf private Datensammlungen wie zum Beispiel auf Social Community Seiten alá Facebook. Inzwischen, auch die die Datenschutzskandale der letzten Jahre, sind die Leute etwas besser sensibilisiert, was ihre Daten und vor allem das angeht, was man mit ihren Daten machen und anstellen kann.

Beim Registrieren der Vollmachten beim FoeBuD in Bielefeld am Dienstag (Foto: padeluun)

Rena Tangens führt weiterhin aus, daß zwar momentan nicht die Rede davon ist, daß die ELENA-Daten nicht an Dritte weitergegeben werden (zum Beispiel an Arbeitgeber), aber wer in den vergangenen Jahren nicht völlig hinter dem Mond gewohnt hat, weiß natürlich, daß dies nicht so bleiben muss. Wer mag, darf sich daran erinnern, daß auch bei der LKW-Maut die Rede war, die Daten ausschließlich zur Erhebung der Mautdaten zu verarbeiten, und auch davon, daß es keine PKW-Maut geben solle. Beides hat sich in der Zwischenzeit als Lippenbekenntnis herausgestellt: die Mautdaten sollen zur Fahndung herangezogen werden und die PKW-Maut wird schon geprüft. Nur weil die Politik heute etwas verspricht, heißt das also noch längst nicht, daß es sich dabei endgültig um ein Tabu handelt.

Rena Tangens weiter:

FOCUS Online: Wäre Elena zu unterstützen, wenn man sich auf die Daten beschränkt, die heute bereits erhoben werden? Über Verschlüsselung ist die Datenübermittlung doch sicherer als vorher?

Tangens: Nein. Bei Elena handelt es sich um eine zentrale Datensammlung auf Vorrat. Nur ein Bruchteil der Daten wird später gebraucht. Zum Beispiel werden auch die Daten von Beamten übertragen, obwohl es extrem unwahrscheinlich ist, dass diese in naher Zukunft Hartz IV beziehen müssen. Warum? Das trifft auch auf viele andere Arbeitnehmer zu: Obwohl ihre Daten wahrscheinlich nie benötigt werden, werden sie zentral abgespeichert. Insofern handelt es sich um eine Vorratsdatenspeicherung von Arbeitnehmerdaten. Das lehnen wir prinzipiell ab.

Daß auch Beamte von ELENA erfaßt werden, ist in der Tat etwas merkwürdig. Insbesondere dann, wenn es sich um Beamte auf Lebenszeit handelt. Noch weitaus bemerkenswerter ist allerdings, daß Politiker von der Erfassung durch ELENA ausgenommen sind. Warum wohl? Politiker bekommen zwar nicht die gleichen Sozialleistungen wie Arbeitnehmer (Arbeitslosengeld), aber vergleichbare Leistungen (Übergangsgelder), die vom Steuerzahler finanziert werden (s.a. Wikipedia).

Insgesamt gesehen ein gutes Interview und es ist schön zu sehen, daß das Thema in der Öffentlichkeit bleibt.

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Verfassungsbeschwerde ELENA - Fristverlängerung

Wie einige Quellen heute berichtet haben, wurde der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) unterzeichnet. Heise berichtet:

Bei ihrer heutigen Sitzung in Berlin haben die Ministerpräsidenten der Länder grünes Licht für die Neufassung des Jugendmedienschutzstaatsvertrags (JMStV) gegeben. Änderungswünsche von Seiten der Ministerpräsidenten gab es nach Angaben der für die Novelle des JMStV federführenden rheinland-pfälzischen Staatskanzlei nicht mehr. Zusammen mit der Begründung erhalten als nächstes die Landtage den Entwurf, bevor am 10. Juni die Ministerpräsidenten ihn unterzeichnen. Der neue Staatsvertrag gehe den Weg der regulierten Selbstregulierung weiter, teilte die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz in einer Pressemitteilung mit.

Regulierte Selbstregulierung?! Aaaahja... ein neues Neusprech-Wort für geplante Zensur? Spiegel Online schreibt jedenfalls:

Der Staatsvertrag ist eine der Blüten des Föderalismus. Eine der absurderen, finden viele in der Spiele- und Internetbranche. Denn er regelt nicht nur, wie Jugendschutz in Funk und Fernsehen organisiert werden soll - was traditionell Ländersache ist. Sondern er regelt auch, wie Jugendschutz im Internet aussehen soll, denn auch das Internet gilt dem Gesetzgeber als "Telemedium", und damit ebenfalls Ländersache.

Seltsam ist die Situation schon länger: In Deutschland gibt es nicht ein Regelwerk für den Schutz der Jugend, sondern zwei: Jugendschutzgesetz (Bund) und Jugendmedienschutzstaatsvertrag (Länder). Letzterer wird traditionell von den Staatskanzleien erarbeitet, man einigt sich diskret, hinter den Kulissen, und verabschiedet Neufassungen dann einfach mit der Unterschrift der Ministerpräsidenten. Parlamente werden mit der Ausarbeitung nicht behelligt, sie sind nur fürs finale Abnicken zuständig. Staatsverträge sind Kinder des Föderalismus, nicht der parlamentarischen Demokratie.

Dieses "hinter den Kulissen ausarbeiten" ist meiner Meinung nach schädlich für die Demokratie. Es mag sein, daß Staatsverträge in einigen Fällen ihre Berechtigung und ihren Sinn haben, aber offensichtlich haben sich solcherlei Art von Verträgen etabliert, um etwas eben ohne Beteiligung der Volksvertreter durchzudrücken und so unangenehmen und langen Diskussionen mit diesen aus dem Weg zu gehen. Nicht nur der JMStV kann hier als Beispiel dienen, sondern auch auf europaäischer Ebene ACTA, dessen kompletter Entwurf seit heute im Netz zu finden ist.

Es ist ja nicht schlimm, daß manche Sachen nicht durch die Parlamente verabschiedet werden - wenn denn dann die Arbeit an solchen Vorhaben dennoch transparent und nachvollziehbar ist. Dies ist leider allzu häufig wohl nicht der Fall und genau das sollte sich ändern. Wenn etwas die Bürger eines Landes betrifft, dann sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, solche Vorhaben öffentlich zu machen - von Anfang an.

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UPS battery needs changing NOW

Nur kurz zur Info: aufgrund der zahlreichen freiwilligen Helfer kann der FoeBuD e.V. nun die Frist für die Einsendungen der Vollmachten zur Verfassungsbeschwerde gegen ELENA bis zum 29. März verlängern! Also wenn ihr eure Vollmacht noch nicht abgeschickt habt: *jetzt* ist der Zeitpunkt, um dies nachzuholen! ;-)

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Helfen beim FoeBuD e.V.

Eine USV zu haben, beruhigt ungemein. Sei es bei Gewittern oder auch bei Arbeiten am RAID, bei dem man nicht möchte, daß irgendwann plötzlich der Strom wegbricht. Heute habe ich aber mal einen Selftest der USV gemacht und als Resultat kam dabei heraus:

[code]
Subject: hahn UPS battery needs changing NOW.

hahn UPS battery needs changing NOW.

APC : 001,044,1090
DATE : Wed Mar 24 20:37:18 CET 2010
HOSTNAME : hahn
RELEASE : 3.14.4
VERSION : 3.14.4 (18 May 2008) debian
UPSNAME : BR800I
CABLE : USB Cable
MODEL : Back-UPS BR 800
UPSMODE : Stand Alone
STARTTIME: Wed Mar 24 20:26:59 CET 2010
STATUS : ONLINE REPLACEBATT
LINEV : 232.0 Volts
LOADPCT : 38.0 Percent Load Capacity
BCHARGE : 100.0 Percent
TIMELEFT : 21.0 Minutes
MBATTCHG : 20 Percent
MINTIMEL : 5 Minutes
MAXTIME : 0 Seconds
OUTPUTV : 230.0 Volts
SENSE : High
DWAKE : 000 Seconds
DSHUTD : 000 Seconds
LOTRANS : 194.0 Volts
HITRANS : 264.0 Volts
RETPCT : 000.0 Percent
ITEMP : 29.2 C Internal
ALARMDEL : 5 seconds
BATTV : 27.3 Volts
LINEFREQ : 50.0 Hz
LASTXFER : Automatic or explicit self test
NUMXFERS : 0
TONBATT : 0 seconds
CUMONBATT: 0 seconds
XOFFBATT : N/A
SELFTEST : NO
STATFLAG : 0x07000088 Status Flag
BATTDATE : 2001-09-25
NOMOUTV : 230 Volts
NOMINV : 230 Volts
NOMBATTV : 24.0 Volts
NOMPOWER : 540 Watts
FIRMWARE : 9.o4 .I USB FW:o4
APCMODEL : Back-UPS BR 800
END APC : Wed Mar 24 20:37:18 CET 2010
[/code]

Also fix mal noch einen Ersatzakku geordert. Es ist ja nun nicht gerade erstaunlich, daß der Akku getauscht werden muss, wenn der Akku 2001 hergestellt wurde. Etwas seltsam finde ich aber schon, daß die USV mich darauf erst nach manueller Aufforderung über den anstehenden Akku-Austausch informiert hat. Da muss ich wohl nochmal genauer nachschauen, warum das so ist.

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Endspurt: Mitmachen bei der Verfassungsbeschwerde gegen ELENA

Heute nachmittag war ich in einer nicht-existierenden Stadt in den Räumen eines real-existierenden Vereines: dem FoeBuD e.V. Dort hab ich bei der Abarbeitung der heutigen Lieferung von 5 Kisten mit Vollmachten für die Verfassungsbeschwerde gegen ELENA mitgeholfen. Also dem Entnehmen der Briefe aus den Umschlägen, dem Lochen der Vollmachten, dem Abheften und dem Einscannen derselbigen. Ich weiss gar nicht, wieviele Leute wir waren, aber es dürften so um die 10-12 gewesen sein, denke ich mal.

Im Übrigen wird dort hervorragende Arbeit geleistet und darüberhinaus auch noch etwas Gutes getan! Nicht nur für die Verfassungsbeschwerde gegen ELENA, sondern auch im sozialen Sinne. Denn die unzähligen Briefumschläge gehen an die Von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, oder kurz Bethel. Wer aus der Gegend um Osnabrück oder Bielefeld kommt, kennt für gewöhnlich diese Einrichtung. Für die anderen sei kurz gesagt, daß es dort eine Briefmarkensammelstelle gibt, wo Behinderte die Briefmarken von den Umschlägen ablösen und zu neuen Briefmarkensammlungen zusammengestellt und verkauft werden. Der Erlös kommt den Einrichtungen von Bethel zu Gute.
Die persönlichen Daten, also Absendeadressen, auf den Umschlägen werden sorgfältig von den Mitarbeitern beim FoeBuD e.V. abgetrennt und gesondert vernichtet. Es gehen nur anonyme Briefumschläge bzw. die abgerissenen Briefmarken nach Bethel. Für den Datenschutz ist also gesorgt!

Aber wer den Mitarbeitern und Helfern beim FoeBuD e.V. helfen will, sollte seine Vollmacht am besten einfach in einen Umschlag mit Sichtfenster stecken, keinen gesonderten Absender auf dem Umschlag (weder vorne noch hinten) schreiben und eventuell noch die Vollmacht selber lochen. Es ist durchaus eine etwas fisselige Arbeit, einen Haufen unterschiedlich gefalteter Briefe so zu ordnen, daß man sie ordnungsgemäß lochen kann. ;-)
Auch beim Falten des Briefes könnt ihr den Helfern behilflich sein, in dem ihr den Brief so faltet, daß das untere Drittel der Seite unten mit der Schriftseite nach oben liegt und ebenso das obere Drittel (Sichtfenster). Die Mitte liegt dann mit der Schriftseite nach unten. Hier ein Beispielbild. So läßt sich der Brief auch einfach und schnell entfalten. Natürlich ist es für die Vollmacht egal, wie ihr den Brief falten, aber ihr würdet demjenigen helfen, der euren Brief dann aus dem Umschlag holt. Hauptsache, die Vollmacht kommt rechtzeitig und unterschrieben beim FoeBuD e.V. an und die Vollmacht ist nicht verändert worden! Also keine Ergänzungen oder Streichungen auf der Vollmacht vornehmen.

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